Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'24 - Hochrhein-Bodensee

52 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 11 | 2024 THEMEN & TRENDS Rufen Sie uns an Markus Schneider Tel. 0049 174 3248381 s 24 exclusive Suiten inkl. Küche, etc. s Konferenzräume s Großküche s 12 Garagen s Außenpool/Sauna Nutzfläche: 2.600 m 2 Grundstück: 8.500 m 2 Für viele Anlässe geeignet s Hotel s Altersresidenz s Schönheitsfarm s Internat/Schule s Kinderdorf s Therapiezentrum Kaufpreis: 3,49 Mio Euro, zzgl. NK Hotel Kanzel Beblenheim / Elsass /Weinstraße aus Altersgründen zu verkaufen Fa. M. Schneider Verm. GmbH & Co. KG Immobilien In Kehlen 2, 78073 Bad Dürrheim G utes Benehmen ist ein Erfolgsfaktor, da ist man sich bei Martens und Prahl si- cher. Und um da nachzuhelfen, besuchen alle Auszubildenden des Spaichinger Versiche- rungsmaklers ein Knigge-Baustein-Seminar. „Durch die verschiedenen Kulturen und Le- bensweisen, die aufeinandertreffen, ergeben sich unterschiedliche Umgangsformen“, sagt Personalleiterin Tanja Stegmann. Im eintä- gigen Seminar geht es um den Umgang mit Menschen, um Geschäftsessen, Small-Talk und soziale Netzwerke. „Dies erleichtert das stilsichere Verhalten im Privat- und Berufsle- ben, die eigene Werteerkennung wie Respekt und Rücksichtnahme sowie das kollegiale Miteinander in unserem Team“, so Stegmann. Betül Hanisch betreibt in Freiburg eine Knigge-Schule. Sie findet: „Azubis brauchen Knigge-Regeln wie alle anderen auch. Nur würde ich mehr von ,Knigge-Empfehlungen‘ sprechen statt von ‚Regeln‘, denn es gibt ja auch keine Knigge-Polizei, die einen verhaf- tet, wenn man sich nicht daran hält.“ Aber mit den Konsequenzen des eigenen Verhal- tens leben müsse man eben doch: „Um in seinem Umfeld souverän, selbstsicher und wertschätzend aufzutreten, braucht es ein paar Empfehlungen, an denen sich im besten Fall alle orientieren.“ Schlechtes Benehmen gebe es aber generationsübergreifend, so Hanisch. „Sie begeistern Jugendliche für gute Manieren in allererster Linie dadurch, dass Sie als ältere Generation selbst vorleben, was sie von jungen Menschen einfordern.“ Bei den Kammern gibt es Knigge auch: Die IHK-Akademie Südlicher Oberrhein bietet ein Azubi-Angebot zur Stärkung von Schlüs- selqualifikationen an, das Business-Knigge beinhaltet. „Grund für das Angebot waren Rückmeldungen der Ausbildungsbetriebe, dass heutige Schulabgänger oft noch nicht ausbildungsreif seien“, sagt Akademieleiter Andreas Klöble. Die Teilnehmerzahlen seien allerdings „fast im Promillebereich“ ange- siedelt, so Klöble: 73 Teilnehmer (von rund 5.000 neu beschäftigten Azubis) habe man dieses Jahr gezählt. Bei der IHK Hochrhein-Bodensee gibt es Seminare zu Umgangsformen. „Außerdem führen wir zum Ausbildungsstart für einige Mitgliedsunternehmen Inhouse-Schulungen zum Thema durch“, so Michaela Rennhak, stellvertretende Leiterin der Abteilung Wei- terbildung. Und auch die IHK Schwarzwald- Baar-Heuberg ist in Sachen Knigge engagiert. „Der Bedarf ist da, man kann das nicht an einer Generation festmachen“, sagt Miriam Kammerer, stellvertretende Geschäftsbe- reichsleiterin Bildung und Prüfung. Aber das Grundgerüst an Umgangsformen hätten viele junge Menschen schon drauf, wenn sie eine Ausbildung beginnen. rd Bei Martens und Prahl lernen alle Azubis einen Tag lang Umgangsformen. Knigge-Benimmregeln mögen verstaubt wirken. Und doch stehen sie im Azubi-Alltag hier und da noch auf der Agenda. Bild: Maik Goering Benimmkurse für Azubis Kannste kniggen?

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