Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'24 - Hochrhein-Bodensee

43 11 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Das Restaurant hat jetzt ganzjährig geöffnet, auch Weihnachten & Silvester ! M EHR I NFOS AUF www.bohrerhof.de Landmarkt & Hofbäckerei tägl. ab 8 Uhr Restaurant tägl. ab 12 Uhr durchgehend Reservierung: Telefon 07633/92332-160 Zum Bohrerhof 1 . 79258 Hartheim-Feldkirch )XUQLHU+DQGHO *PE+ (VFKHQZHJ 0DUFK ZZZ IXUQLHUH - KRO] GH +R O ] I  U G U D X ‰ H Q 7HUUDVVHQ _ %DONRQH _ )DVVDGHQ $OOH JlQJLJHQ 7HUUDVVHQGLHOHQ XQG 9HUOHJHV\VWHPH VRIRUW DE /DJHU OLHIHUEDU /Śƌ tĞůůŶĞƐƐͲ ƵŶĚ dĂŐƵŶŐƐŚŽƚĞů ŝŵ EĂƚƵƌƉĂƌŬ ^ƺĚƐĐŚǁĂƌnjǁĂůĚ Tagungszentrum auf 400 m² Alle Räume sind hell u. freundlich verfügen über Tageslicht freies WLAN und sind verdunkelbar. Möhringers Schwarzwald Hotel D-79848 Bonndorf / Rothausstr. 7 Tel.: +49 (0) 77 03 – 93 21 0 Schwarzwaldhotel Möhringer GmbH www.schwarzwaldhotel.com tiger Faktor für die Stabilität und das Wachs- tum unserer Wirtschaft in der Region“, sagte kürzlich auch Birgit Hakenjos, Präsidentin der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, im Inter- view mit der Wirtschaft im Südwesten. „Am Ende des Tages geht es nicht nur um das Unternehmen, sondern auch um die vielen Arbeitsplätze.“ Ein Großteil der Unternehmen findet gar nicht erst jemanden, der den Betrieb übernehmen möchte. Doch immer wieder scheitern auch angebahnte Nachfolgen. Eine der größten He- rausforderungen bei einer Betriebsübernahme sei das Loslassen seitens der älteren Gene- ration, sagen auch die Schuwald-Brüder. Es sei verständlicherweise nicht einfach, das Le- benswerk abzugeben und noch dazu von der Position als Geschäftsführer im Rampenlicht als Privatperson in den Ruhestand zu wech- seln, sagt Thomas Schuwald. Da helfe es, das Thema Nachfolge rechtzeitig zu platzieren und sich abzustimmen, so dass sich beide Seiten drauf vorbereiten können, „und auf die Fä- higkeiten der nachfolgenden Generation zu vertrauen“, ergänzt sein Bruder. Was den Brüdern den Start aber auch erleich- tert hat: Sie sind in eine boomende Branche eingestiegen. Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Und das spürt auch die Ökostromgruppe. Deren Mitarbeiterzahl hat sich in den vergan- genen zwei Jahren auf 16 verdoppelt und die Umsatzzahlen steigen stetig, in den vergan- genen zehn Jahren im Durchschnitt jährlich um einen zweistelligen Prozentbetrag. Aktu- ell verzeichnet das Unternehmen einen Jah- resumsatz im zweistelligen Millionenbereich; pro Jahr erzeugen die Anlagen rund 100 Millionen Kilowattstunden Strom. Mit ihren Anlagen spart die Ökostromgruppe jährlich rund 100.000 Tonnen CO 2 . Und es soll mehr werden. In den kommenden Jahren werde die Firma so viele Windkraftanlagen bauen wie in den vergangenen 30 Jahren nicht, sagen die Brüder. Baden-Württemberg habe noch einiges Potenzial. Susanne Ehmann von Innen kommen. Mit Druck funktioniert es langfristig nicht.“ 2022 wurden die Brüder Teil der Geschäfts- führung der Ökostromgruppe. Sie bekamen mehr und mehr Verantwortung, eigene Pro- jekte, kommunizierten die Nachfolge nach außen. Ein fließender Übergang, der noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber so gut wie. Inzwischen sind sie die geschäftsfüh- renden Gesellschafter. Der Vater hat sich weitgehend zurückgezogen. „Wahnsinnig gut und harmonisch“ sei der Übergang verlaufen, sagen die Brüder. Ihr Vater berate sie noch – wenn nötig. „Von seiner Seite aus ist das Vertrauen da, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen. Und dass wir seinen Rat suchen, wenn wir unsicher sind.“ Dass sie die Nachfolge zu zweit angetreten haben? Ein Vorteil, sagen die Jungunternehmer. Nicht umsonst hät- ten viele Unternehmen eine Doppelspitze. „Man kann Bereiche besser abbilden bezie- hungsweise Rollen klar verteilen.“ So küm- mert sich bei ihnen Lukas um die Projekt- entwicklung, Thomas um kaufmännische Themen. Seit sie am Ruder sind, sei das Unternehmen außerdem jünger geworden, die Firmenkultur habe sich verändert, hin zu weniger Hierarchie. Bei der Digitalisierung etwa haben die Brüder „noch eine Schippe draufgelegt“. Dass eine Nachfolge so gut funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit. Immer mehr Unternehmer hierzulande finden nie- manden, der als Nachfolger geeignet wäre. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) in ihrem aktuellen Report Unternehmens- nachfolge. Demnach überlegen derzeit 28 Prozent der Senior-Chefs, ihr Unterneh- men wegen des scheiternden Generations- wechsels zu schließen. Im Vorjahr waren es 25 Prozent. Hochgerechnet stehen deswe- gen in den nächsten fünf Jahren mehr als 250.000 Unternehmen vor dem Aus, schreibt die DIHK. Das Thema Nachfolge ist „ein wich- Auf die Fähigkeiten der nachfolgenden Generation vertrauen

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5