Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'24 -Südlicher Oberrhein
5 10 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Umfrage: Gen Z im Beruf Flexibilität und finanzielle Sicherheit F lexible Arbeitszeiten, mehr Geld und fi- nanzielle Sicherheit: Darauf müssen Un- ternehmen laut eigenen Angaben setzen, um für die Generation Z attraktiv zu sein und sie langfristig zu binden. Dies ist das Ergebnis einer Zusatzbefragung der Manpower-Group im Rahmen ihres Arbeitsmarktbarometers für das dritte Quartal 2024, bei der rund 1.000 Arbeitgeber in Deutschland befragt wurden. Die Gen-Z-Altergruppe, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurde, wird bis 2025 vor- aussichtlich etwa 27 Prozent der Belegschaft ausmachen. Jede Generation hat unterschiedliche Er- wartungen an das Berufsleben, schreibt der Eschborner Personaldienstleister in einer Presseinfo. Flexibilität bei den Arbeitszeiten (73 Prozent), erhöhte Entlohnung und finan- zielle Stabilität (71 Prozent), eine verstärk- te Konzentration auf Zweck und Werte (71 Prozent) sowie bessere Technologietools (70 Prozent) sind aus Arbeitgebersicht die effektivsten Wege, um Engagement und Pro- duktivität der jüngeren Mitarbeiter zu fördern. Chancen, aber auch Herausforderungen „Die Gen Z ist eine technikaffine, wert-ori- entierte und pragmatische Generation, die nach Authentizität, Flexibilität und finanziel- ler Sicherheit strebt“, wird Iwona Janas von der Manpower-Group Deutschland zitiert. „Sie ist versiert im Umgang mit sozialen Medien sowie digitalen Plattformen und erwartet eine Integration von Technologie in allen Lebensbereichen.“ Bedürfnisse und Erwartungshaltung der Gen Z stellen für Arbeitgeber demnach Chancen, aber auch Herausforderungen dar. Wie die Umfrage weiter zeigt, sind für deutsche Arbeitge- ber die Erwartungen an Work-Life-Balance (33 Prozent), Vergütung (32 Prozent) und berufliches Fortkommen (31 Prozent) die größten Herausforderungen in Bezug auf jüngere Arbeitnehmer mit weniger als zehn Jahren Berufserfahrung. 30 Prozent der Ar- beitgeber gaben an, dass die Erwartungen an Technologie am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel generative KI, herausfordernd sind. Während 26 Prozent der Befragten Schwie- rigkeiten haben, die Generation Z zu rek- rutieren und zu binden, sehen 27 Prozent unzureichende Fähigkeiten der jüngeren Mit- arbeiter als problematisch an. Zudem stellen für 29 Prozent der Arbeitgeber Engagement und Motivation der Mitarbeiter der nächsten Generation eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Report Unternehmensgründung 2024 Gründungsinteresse auf historischem Tiefstand E in Rekordtief beim Gründungsinteresse und die bisher schlech- teste Bewertung des Gründungsstandortes Deutschland durch Jungunternehmer: In ihrem aktuellen Report Unternehmensgrün- dung kommt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zu ernüchternden Ergebnissen. Die fast 1.000 angehenden Unterneh- mer, die sich an der Befragung der DIHK und der IHKs beteiligten, bewerteten demnach den Gründungsstandort Deutschland 2024 mit 3,6 gerade einmal als „ausreichend“. Ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Damit Gründen wieder attraktiver wird, sind nach Meinung der Befragten schnellere und einfachere Regu- larien nötig sowie ein einfacheres Steuerrecht. Weit oben auf die To-do-Liste der Politik gehören laut Report außerdem ein besserer Zugang zu öffentlichen Fördermitteln, niedrigere Energiepreise und mehr Verständnis für das Unternehmertum in der Gesellschaft. Bild: Adobe Stock/bernardbodo.com
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