Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'24 -Südlicher Oberrhein
IHK Südlicher Oberrhein REGIO REPORT 2024 PREISVERLEIHUNG DURCH WIRTSCHAFTSMINISTERIN DR. NICOLE HOFFMEISTER-KRAUT MONTAG, 25.11.2024, 17:00 UHR J u b i l ä u m s v e r a n s t a l t u n g : 4 0 J a h r e I n n o v a t i o n s p r e i s Gleich anmelden unter www.innovationspreis-bw.de ANZEIGE Aufwand ist mittlerweile gering“, resümiert Ausbilderin Irina Meier. Einige Jugendliche haben in den vergangenen beiden Jahren die Chance wahrgenommen, die Tapetenfabrik in Breisach über die Praktikumswoche ken- nenzulernen. Dort wird im kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen sowie im Lager ausgebildet. Eintagespraktika eine Umstellung Zunächst war es eine Umstellung, Praktika als Eintagesveranstaltungen auszurichten. Anfangs hat Irina Meier die Praktikumstage allein geplant und durchgeführt. Doch die eigenen Auszubildenden haben dann ange- boten, mitzumachen. „Die können viel besser vermitteln, was sie in ihren Berufen lernen und was ihnen an unserem Betrieb gefällt“, sagt Meier. Gleichzeitig wurde dadurch den Auszubildenden mehr Verantwortung über- tragen – und das Azubimarketing auf Augen- höhe baut Hürden ab. Die Erfahrungen von Erismann von der Prak- tikumswoche sind bisher sehr gut. Zu einer konkreten Einstellung ist es zwar noch nicht gekommen, da überwiegend Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen das An- gebot nutzen. Doch das Unternehmen sieht dieses Engagement als langfristige Investiti- on. Die Jugendlichen sollen Einblicke in den Arbeitsalltag erhalten und sich hoffentlich in der Zukunft auf längere Praktika und Ausbil- dungsstellen bewerben. Ähnlich wie eine Datingplattform Die Plattform praktikumswoche.de funktio- niert ähnlich wie eine Datingplattform: Schü- lerinnen und Schüler ab der achten Klasse können auf der Website der Praktikumswo- chen eine Region anwählen, online ein Profil erstellen sowie gewünschte Berufe eingeben. Sie erhalten dann automatisch die Angebote von passenden Unternehmen. Diese können sich ähnlich unkompliziert auf der Plattform registrieren und passende Angebote schalten. Nach einer Vermittlungsphase erhalten junge Talente und Praktikums-Anbieter danach die Möglichkeit, sich kennenzulernen und alles für das Schnupperpraktikum in die Wege zu leiten. „Diese Art der Kontaktaufnahme ist schon ungewohnt“, meint Irina Meier, die schon seit einiger Zeit die Praktika betreut. „Die Jugendlichen stellen sich zwar über das Portal kurz vor, aber man spricht eigentlich nicht im Vorfeld miteinander.“ Um sicher zu gehen, dass die Auszubildenden tatsächlich auch kommen, haben sie sich angewöhnt, doch vorab telefonisch Kontakt aufzunehmen. In mittlerweile vielen Branchen ist der Fach- kräftemangel schmerzhaft zu spüren. Im Rahmen der Praktikumswochen können Un- ternehmen die Gelegenheit nutzen, Kontakte zu knüpfen, „Werbung“ für einen Beruf und ihr Unternehmen zu machen. Ob die Prakti- ka tatsächlich dazu führen, dass sich mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger für eine duale Ausbildung entscheiden und ihren Wunschbetrieb finden, muss sich zeigen. Im- merhin: Vier von fünf Teilnehmenden gaben 2023 an, im Anschluss besser zu wissen, was sie beruflich machen wollten. cmm Weitere Informationen unter https://praktikumswoche.de/regionen/ baden-wuerttemberg und bei Christian Müller 0761 3858-194 christian.mueller@freiburg.ihk.de
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