Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
1 10 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten EDITORIAL Liebe Leserinnen, liebe Leser U nternehmen sind aus Menschen gemacht. Und das, was sie machen, machen sie FÜR Menschen. Ob Mit- arbeiter oder Kunden – sie sind es, die alles am Laufen halten. Natürlich sind Zahlen wichtig und Bilanzen und Umsät- ze. Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Umgang, den wir miteinander pflegen. Die Art, wie wir uns auseinandersetzen und zusammenfinden, wie wir erschaffen – oder auch mal zurück- drehen. Niemand kann dies allein. Ohne Kooperation sind die meisten Ziele einfach nicht erreichbar. Der Schritt vor der Kooperation ist der der Begeg- nung. Auch wenn sie einen manchmal in Atem hält. Aus eigener Erfahrung gesprochen: Das Miteinander der 14 Standorte in unserem Familienunternehmen wäre ein anderes, wenn unser Führungsteam nicht regelmäßig überall vor Ort wäre, um den Menschen zuzuhören und ihnen die Gewissheit zu geben: „Wir werden gesehen.“ In den vergangenen Jahren sind viele Menschen in unser Land gekommen, mit denen wir zusammenar- beiten sollen und auch müssen. Mittelfristig sind wir hier gar nicht genug an der Zahl, als dass unsere Un- ternehmen fortbestehen könnten, wie wir es uns wün- schen. Wir brauchen Menschen aus anderen Ländern. Mit de- nen wir uns auseinandersetzen und zusammenfinden müssen. Und mit denen wir hoffentlich viel erschaffen können. Die IHK ist an dieser Stelle eine wichtige Instanz. Sie macht den Weg frei, damit uns dies gelingen kann. Ob es die „Kümmerer“ sind, die erst einmal in die Begegnung gehen und dann häufig kleine Wunder auslösen. Oder ob es die Fachkräfteallianz ist, die sich gemeinsam mit BWIHK und DIHK durchaus auch poli- tisch einsetzt. Denn auch in diesem Kontext muss Bürokratie reduziert werden, weil sie zu viel verhindert. Blättern Sie weiter – und lesen Sie. Ab Seite 6 zu diesem Thema. Die Titelgeschich- te dieser Ausgabe fasst alles zusammen, damit wir uns auf den richtigen Weg machen können. Ihr Eberhard Liebherr, Präsident der IHK Südlicher Oberrhein Wir versuchen, unsere Texte geschlechtsneutral zu formulieren. Wenn uns dies aus Gründen der Lesbarkeit nicht möglich scheint, verwenden wir zur Bezeichnung von Personengruppen die männliche Form. Sie gilt dann im Sinne der Gleichbehandlung und ohne Wertung für alle Geschlechter. Bild: privat Eberhard Liebherr
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