Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

27 10 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Bild: PIXL Agentur Hüfingen Wasserstoff wird konkret Workshop erarbeitete Roadmap D er Aufbau einer Wasserstoffversorgung wird kon- kret. Nur wenige Tage nach Bekanntgabe der bun- desweiten Infrastrukturplanung definierten Unterneh- men, Verwaltungen und Energiedienstleister bei einem Workshop der Trinationalen Wasserstoff Initiative 3H 2 im Haus der Wirtschaft nächste Schritte zur Energie- versorgung des Wirtschaftsstandortes. Nachdem die Bundesplanung keine direkte Anbindung mittels Pipeline vorsieht, stand insbesondere der Ein- satz lokaler Elektrolyseure im Vordergrund. Ebenso wurde der Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Industrie konkretisiert. Die Ergebnisse fließen jetzt in die Roadmap der Trinationalen Wasserstoff Initiative 3H 2 ein. Die IHK und der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg agieren hier im Schul- terschluss mit den Kammern und Regionalverbänden Hochrhein-Bodensee und Südlicher Oberrhein. Künftige Energieversorgung im Blick „Es geht um die künftige Energieversorgung unserer Unternehmen“, bekräftigte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez die Zielrichtung des Workshops. Energie müsse den Unternehmen bezahlbar und verlässlich zur Verfügung stehen. „Ohne die Anbindung an Wasser- stoff hat der Wirtschaftsstandort einen Wettbewerbs- nachteil. Dem werden wir mit aller politischer Kraft im regionalen Schulterschluss begegnen“, so Thomas Albiez. Den anwesenden Industrieunternehmen, Ener- giehändlern und Stadtwerken dankte er für das starke Wirtschaften in der Region: „Ihre Fachexpertise binden wir jetzt bestmöglich in die Versorgungsstrategie ein.“ Marcel Herzberg, Verbandsdirektor des Regionalver- bandes, betonte: „Auch der Aufbau einer Wasserstoff- versorgung wird Flächen beziehungsweise Trassen benötigen. Ebenso wird es weitere Flächen für erneu- erbare Energien und Investitionen in zukunftstaugliche Netze brauchen.“ Kommunen und Landkreise stünden bei der „Energieversorgung von morgen“ vor einer Her- kulesaufgabe. Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Verwaltungen und Regionen. Nur so könne eine Versorgung mit Energie effizient und verbrauchsnah entstehen, die dann bestmöglich mit Land und Bund verzahnt wird. Hier stifte die Trinatio- nale Initiative einen ganz konkreten Nutzen. Die Gebietskulisse der Trinationalen Wasserstoff In- itiative erstrecke sich mittlerweile von Rastatt nach Freiburg über den Hochrhein in die Region Schwarz- wald-Baar-Heuberg bis nach Konstanz. Fabian Burg- graf, Geschäftsführer der Klimapartner Südbaden und Initiator von 3H 2 , erklärt: „Unsere Initiative stärkt den Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen, ini- tiiert Kooperationen und entwickelt damit politisches Gewicht.“ Mit den Impulsen aus dem Haus der Wirt- schaft werde die Initiative jetzt konkrete Versorgungs- standorte erarbeiten. Außerdem wird der Wissen- stransfer zu den Unternehmen aus Industrie, Trans- port- und Handelssektor ausgebaut. LC Laura Csulits Fachbereich Standortpolitik 07721 922-205 laura.csulits@vs.ihk.de Bei einem Strategieworkshop in der IHK erarbeiteten Unternehmen, Verwaltungen und Energie- dienstleister nächste Schritte zur Energieversorgung des Wirtschaftsstandortes.

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