Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'24 - Hochrhein-Bodensee

20 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 10 | 2024 REGIO REPORT  IHK Hochrhein-Bodensee ANZEIGEN /Śƌ tĞůůŶĞƐƐͲ ƵŶĚ dĂŐƵŶŐƐŚŽƚĞů ŝŵ EĂƚƵƌƉĂƌŬ ^ƺĚƐĐŚǁĂƌnjǁĂůĚ Tagungszentrum auf 400 m² Alle Räume sind hell u. freundlich verfügen über Tageslicht freies WLAN und sind verdunkelbar. Möhringers Schwarzwald Hotel D-79848 Bonndorf / Rothausstr. 7 Tel.: +49 (0) 77 03 – 93 21 0 Schwarzwaldhotel Möhringer GmbH www.schwarzwaldhotel.com D ie IHK Hochrhein-Bodensee verzeichnet zum Ausbildungsstart 2024 insgesamt 1.962 neu abgeschlossene Ausbildungs- verträge. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Anzahl der Verträ- ge in den Metall- und Elektroberufen leicht rückläufig ist, konnten ins- besondere die Branchen Hotel und Gastronomie in den Berufen Koch und Hotelfachmann sowie die Handelsberu- fe wie Verkäufer einen erfreulichen Zuwachs feststellen. Insgesamt verzeichnen die IHK- Berufe in Baden-Württemberg 35.433 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Das ist ein Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch hier spiegelt sich ein Zuwachs in den kaufmännischen und ein leichter Rückgang bei den gewerblich-technischen Berufen wider. „Wir freuen uns über die stabilen Zahlen und den Anstieg an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen“, sagt Benjamin Wei- ßenhorn, stellvertretender Leiter des Be- reichs Ausbildung bei der IHK Hochrhein- Bodensee. Im Landkreis Konstanz haben 790 Personen eine Ausbildung in Industrie, Dienstleistung und Handel begonnen - 234 davon in gewerblich-technischen 556 in kaufmännischen Berufen. In den Land- kreisen Waldshut und Lörrach sind es 1.172 in Industrie, Dienstleistung und Handel – 384 davon in gewerblich-technischen, 788 in kaufmännischen Berufen. Große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage „Dennoch klafft weiter eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Sehr vie- le Unternehmen im IHK-Bezirk konnten ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen. Schulab- gänger, die etwas später dran sind, können sich für das aktuelle Ausbildungsjahr noch bewerben. Die Wirtschaftsunternehmen su- chen händeringend nach motivierten Nach- wuchskräften“, so Weißenhorn. „Wir haben einen Bewerbermarkt entwickelt, der jungen Menschen viele Möglichkeiten jenseits des Studiums eröffnet. Eine duale Ausbildung bietet vielfältige Karrieremöglichkeiten. Durch die Verbindung von Theorie und Pra- xis bereitet sie ein starkes Fundament für eine individuelle berufliche Zukunft.“ Damit sich mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung entscheiden, müsste laut Weißenhorn einiges pas- sieren. „Die meisten Schüler wissen zu wenig über die dualen Ausbildungsbe- rufe. Die Berufsorientierung in den Schu- len muss deswegen verbessert werden und die Unternehmen müssen noch stärker bei jungen Menschen für ihren Betrieb werben. Laut Bertelsmann-Stiftung und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sollten Unter- nehmen ihre Kommunikation stärker an das Medienverhalten der jungen Menschen an- passen. Während jüngere Generationen auf Plattformen wie YouTube, TikTok und Snap- chat unterwegs sind, schalten Unternehmen aktuell überwiegend ihre Stellenanzeigen auf Facebook. So kommt man nicht zusammen.“ Doch eines sei laut Weißenhorn ganz beson- ders entscheidend, damit sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung entscheiden. „Wir müssen den gesellschaftlichen Stellen- wert der beruflichen Bildung stärken. Eine Ausbildung muss genauso viel Wert sein wie ein Hochschulstudium.“ hw Bild: Adobe Stock/VectorMine Berufsorientierung ausweiten und Ansehen der dualen Ausbildung stärken Leichtes Plus bei IHK-Ausbildungsverträgen

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