Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'24 -Südlicher Oberrhein
46 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 9 | 2024 INNOVATION |MARKETING Serie: Social-Media-Check Der Wurm muss dem Fisch schmecken… W enn Stephanie Holmes eines weiß, dann, dass bereits ein bis zwei Stunden klug investierte Zeit pro Woche ausreichen können, um die Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens merklich zu steigern. In unserer neuen Serie „Social-Media-Check“ profitieren jetzt auch die Leser der WiS von Holmes‘ wertvollem Wissen rund um diesen Kommunikationskanal. Dafür hat die Gründerin der Unternehmensberatung „YNovation“ eine Reihe von Checklisten zusammengestellt, mit deren Hilfe sich die strategische Basis für dauerhaft erfolgreiche Social-Media-Akti- vitäten legen lässt. Ging es in der Auftaktserie um „Ressourcen“ und „Operative Zielsetzung“, widmet sich die Social-Media-Strategin diesmal dem Thema „Zielgruppe“: Check No. 3: Zielgruppe „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“ Die- se gedankliche Perspektive beschreibt treffend, warum eine gute Zielgruppenkenntnis essenziell für einen Erfolg in Social Media ist. In sozialen Netzwerken bestimmen neben dem Geschmack der Zielgruppe auch plattformspezifische Algorithmen, an wie vie- le Nutzer ein geposteter Beitrag ausgeliefert wird. Vereinfacht betrachtet ist der wichtigste Erfolgsfaktor in allen sozialen Netz- werken die Intensität der Interaktion von Nutzern mit Beiträgen. Unternehmensprofile, deren Beiträge viele Likes, Kommentare und Shares erhalten, werden deutlich sichtbarer als Profile mit geringer Resonanz. Mit anderen Worten: Jeder Beitrag ist eine Chance, Interaktionen zu motivieren. Dadurch wird der Algorithmus von der Relevanz des Profils überzeugt und räumt den Beiträgen eine hohe Reichweite ein. Ohne Interaktionen erzielt auch eine hohe Beitragsfrequenz keine gute Reichweite. Die folgende Zielgruppenanalyse hilft Ihnen herauszuarbeiten, auf welche Menschen und welche Themen der Content abgestimmt werden muss. Beginnen wir in der Checkliste „Zielgruppenmerkmale“. Wichtig: Haben Sie Mut zur Nische! Je enger Sie Ihre Zielgruppe definieren, desto leichter können Sie diese Menschen wirklich begeistern. Daher reicht es, wenn Sie in den folgenden Checklisten nur die mitt- leren 80 Prozent Ihrer Zielgruppe abdecken, 20 Prozent Ausreißer, auf die die Merkmale nicht passen, sind kein Problem. Nun haben Sie Ihre Zielgruppe abgegrenzt. Keine Angst, auch alle anderen interessierten Menschen sind auf Ihrer Präsenz willkom- men! Für Sie aber ist diese fokussierte Abgrenzung wichtig, damit Sie später Inhalte (Content) gestalten können, die diese Menschen wirklich begeistern. Nun betrachten wir diese Menschen genauer, um zu verstehen, welche Themen sie im Alltag beschäftigen. In der Regel gibt es eine begrenzte Schnittmenge zwischen der Gedankenwelt dieser Menschen und den Themen, die Ihr Unternehmen kommunizieren möchte. Um mit Kunden oder Arbeitnehmern über Social Media in Kontakt zu treten und zu kommunizieren, braucht es keine teure Agentur oder Influencer. Klug bespielt, können Instagram, LinkedIn & Co. auch Unternehmen ohne Millionenbudget eine hohe Reichweite und die kontinuierliche Wahrnehmung im Markt bescheren. Gewusst wie! Checkliste: Zielgruppenmerkmale F Alter: ___ - ___ Jahre F Geschlecht: ___ % weiblich, ____ % männlich F Standort (Land/Ort/Region): F Bildung/Ausbildung: F Private Situation oder Karriere-Situation: (z.B.: Vater mit Kindern, Kanzleileiterin, Absolventin im Studiengang BWL, Häuslebauer,…) 9
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