Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'24 -Südlicher Oberrhein

11 9 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten NUTZEN FLÄCHEN SINNVOLL PHOTOVOLTAIK FÜR INDUSTRIE, GEWERBE & KOMMUNEN Von der Beratung bis zur Umsetzung alles aus einer Hand. Individuelle Beratung: termine@badenova.de oder 0761 2793290 Weitere Informationen: badenova.de/ gewerbe-pv ANZEIGE liefern Strom, den wir auf dem Dach unserer Kunden erzeugen mit einer Anlage, die uns gehört. Unsere Kunden sind dann in Sachen Strompreis für einige Jahre sicher und sie können grüne Energie ausweisen, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen. Das ist wichtig, weil deren Kunden und mittlerweile auch die kreditgebenden Banken den CO 2 - Fußabdruck abfragen. Und die eingesetzte Energie stellt hier nun mal den größten Hebel dar, um diesen zu senken. Gorfion Green Energy ist auch Mitglied der Initiative solarLAGO smart energy net- works e.V. – eines Experten-Netzwerks -, das sich als Beschleuniger der Umsetzung der Energiewende in der Bodenseeregion sieht und dessen erster Vorsitzender Sie sind. Wie wird man Vorzeigeregion bei der Energiewende? Plesch: Es steht im Raum, dass Deutsch- land in Energiepreiszonen aufgeteilt werden soll, wobei Baden-Württemberg und Bayern dann wohl zu den teuersten Zonen gehören werden, weil hier am wenigsten Grünstrom erzeugt wird. Die Bodenseeregion ist darüber hinaus leider ziemlich verloren, wenn es um die Versorgung mit grünem Wasserstoff geht. Laut den Planungen zum H2-Kernnetz wäre die nächste Landungsmöglichkeit von uns aus gesehen in Stuttgart. Wir können es uns mit den vielen interessanten Unternehmen um den Bodensee herum aber nicht leisten, im Rahmen der Energiewende abgehängt zu werden. Welche Wege sehen Sie, um genau das zu vermeiden? Plesch: Im März 2024 hat Solar Lago eine Konzeptstudie veröffentlicht: „Energiekette der Zukunft für den Landkreis Konstanz“. Die Studie hat ermittelt, wie sich die Sekto- ren, die momentan von fossilen Energieträ- gern abhängig sind, transformieren lassen. Die Lösung sind regenerative Energien und dabei vor allem Photovoltaik. Die Studie hat jetzt erst einmal den Flächenbedarf für die Photovoltaikanlagen identifiziert und welche Investitionskosten diese mit sich bringen. Und wie sieht das Ergebnis aus? Plesch: Wir werden zwei bis acht Prozent der Fläche im Landkreis für die Energieerzeu- gung durch Photovoltaik benötigen. Landen wir bei acht Prozent, werden sich die Kosten für die PV-Anlagen auf rund 4,7 Milli- arden Euro belau- fen. Diese Inves- titionen werden aber nicht vom Staat, sondern bei einigermaßen ordentlichen Rahmenbedingungen von pri- vater Seite geleistet. Und auch keine Angst vor den acht Prozent – das entspricht nicht einmal der überbauten Fläche im Landkreis. Wenn man dann noch die Potentiale der Ag- ri-PV (Photovoltaik über bspw. Obstplanta- gen) hinzunimmt, ist das gar nicht so schwer zu erreichen. »Die Netzbe- treiber müssen aufwachen und was tun!“«

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