Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'24 -Südlicher Oberrhein
9 9 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten BEST PRACTICE | SCHWERPUNKT Eltroplan Engineering Energiefrage? Bestens überdacht! M it gutem Beispiel voranzugehen, war für Michael Pawellek eigentlich nicht das Motiv Nummer 1, als er 2022 1,5 Millionen Euro investierte. Was dem Managing Director und Inhaber von Eltroplan wichtiger war: Energie-Autarkie und Nachhaltigkeit. So gehörte das Endinger Unternehmen vor zwei Jahren zu einer Handvoll Organisationen in Deutschland, die ihren Parkplatz mit Photovoltaikmodulen „überdachten“. In Endingen waren dies 2.000 Quadratmeter, die mit mehr als 1.000 Photovoltaikmodulen eine Leistung von über 300 Kilowatt Peak erzeugen. Eine Hausnummer, die das Projekt zumindest in seinem Gestehungsjahr zu den größten seiner Art in Südbaden gemacht hat. „Wir nutzen den so erzeugten Strom zu 100 Prozent in unserem Unternehmen“, berichtet Michael Pawellek. „Dank Speicher und einer intelligenten Steuerung kön- nen wir zu bestimmten Zeiten auf zusätzliche Energie verzichten.“ Hatte er das Gefühl, auf Erneuerbare umstellen zu müssen, oder tätigte er die Investition einfach aus Gründen der Nachhaltigkeit? „Es trifft beides zu“, sagt Pawellek: „Unsere Energiekosten waren teilweise so unkalkulierbar und so hoch, dass wir sie einfach wieder im Griff haben wollten. Außerdem ist der eigene CO 2 - Fußabdruck hochgradig relevant bei der Beantragung von Fördermitteln und Krediten. Und wir haben einen echten Wettbewerbsvorteil, weil wir mit unserer po- sitiveren CO 2 -Bilanz auch jene unserer Kunden positiv beeinflussen.“ In der Tat: Inzwischen folgen seinem Beispiel in Endingen bereits mehrere Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Doris Geiger Michael Pawellek Inhaber und Managing Director Eltroplan Enge- neering GmbH »CO 2 -Fußab- druck hochgra- dig relevant bei Beantragung von Fördermitteln und Krediten« Echte Hausnummer: Parken und Stromerzeugung auf 2.000 Quadratmetern IHK-ANGEBOTE Die IHK unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe auf demWeg zur Klimaneutralität und zu mehr Resilienz gegenüber steigenden Energie- und Materialkosten in vielfacher Hinsicht: Das Netzwerk „Zielgera- de2030“ steht für Klimaneu- tralität am Oberrhein. Hier schließen sich Unternehmen zusammen, die bis 2030 kli- maneutral werden wollen und erkennen, dass dies imVerbund deutlich leichter ist. Einen wertvollen Erfah- rungsaustausch zumThema bietet das Nachhaltigkeits- Netzwerk „Energie, Energie- effizienz und Erneuerbare“. Mithilfe des kostenfrei- en CO 2 -Bilanzierungstools „ecocockpit“ können sich Unternehmen eine schnelle und einfache Treibhausgas- Bilanz erstellen lassen und damit einen ersten Überblick darüber gewinnen, wo sie sich hinsichtlich CO 2 -Emissionen be- finden. Mit einem Energie- und Nachhaltig- keitscheck kann der Referent für Klima- schutz und Ressourceneffizienz bei der IHK Südlicher Oberrhein interessierte Unternehmen zudem dabei unterstüt- zen, ungenutzte Potenziale schnell zu heben. Patrick Bareiter, Referent für Klimaschutz und Ressourceneffizi- enz im Geschäftsbereich Innovation und Umwelt sowie Community Manager Nachhaltigkeit für das RegioWIN-Projekt Zukunft.Raum. Schwarzwald. 0761 3858-266 Patrick.Bareiter@freiburg.ihk.de Bild: Eltroplan (Solarpark)
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