Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

III 9 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten F ür die Veranstalter Technology Mountains e. V., IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, das KSF-Institut (Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung) an der Hochschule Furtwangen begrüßte zunächst IHK-Haupt- geschäftsführer und Technology Mountains- Vorstandsmitglied Thomas Albiez die Teilneh- mer in der Stadthalle Tuttlingen: Er verortete die Veranstaltung als inzwischen etablierte Einrichtung für die Branche, die Resonanz der Besucher sei der Beweis dafür. Interesse an neuen Impulsen Dass die vom Forum ausgehenden Impulse aktuell notwendiger denn je seien, machte Thomas Albiez an aktuellen Umfragewerten im Mittelstand deutlich: So seien die Erwar- tungen der Unternehmen in der Region an die Konjunktur derzeit deutlich niedriger als im ohnehin bereits pessimistisch gestimm- ten Baden-Württemberg insgesamt. Er be- tonte, dass die Branche trotz zahlreicher Herausforderungen auch bereit wäre, neue Chancen zu ergreifen und starkes Interesse an neuen, innovativen Impulsen vorhanden sei. Schon die drei Hauptreferenten des Vormit- tags hatten spannende Impulse zu bieten, die für die Branche richtungsweisend sein dürf- ten, wenn es um die Steigerung von Produk- tivität und Präzision geht: Bahman Azarhous- hang, Professor und Leiter des KSF-Instituts, moderierte nicht nur das Programm, sondern gewährte auch Einblicke in die Aktivitäten seines Teams am Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung. Einsatz von KI Ebenso zeigte Azarhoushang die Vorteile des Einsatzes von KI in der Prognose von Werkzeugbrüchen im Bearbeitungsprozess auf – ein Themenkomplex, mit dem sich auch das Team rund um Konrad Wegener, Professor und Leiter des Instituts für Werk- zeugmaschinen und Fertigung der ETH Zü- rich beschäftigt: Wegeners Keynote befasste sich mit der ganzheitlichen Betrachtung der Möglichkeiten, die in der künstlichen Intelli- genz und dem Sammeln von Wissen durch entsprechend mit Sensorik und Software ausgestattete Maschinen liegen. Um einen anderen Ansatz zur Verbesserung der Fertigung ging es beim dritten Referen- ten des Vormittags auf der Hauptbühne: Volker Schulze, Leiter des Instituts für Fertigungs- und Werkstofftechnik am KIT Karlsruhe, berichtete, wie der Professor mit seinem Team die schon fast vergessenen synchron-zyklischen Zerspanungsverfahren dank der Möglichkeiten moderner Technik zu ungeahnten Erfolgen führt. Der Schlüs- sel liegt in der Entwicklung geeigneter Prozessparameter und Werkzeugkonturen, wofür sein Institut nicht nur Berechnungs- methoden, sondern auch entsprechende Software entwickelt hat, mit der sich die komplexen Bearbeitungen zuverlässig si- mulieren lassen. Begleitende Ausstellung Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von diesen neuen oder neu gedachten An- sätzen und nutzten nicht nur die begleitende Ausstellung mit rund 20 Ständen, um sich vertieft zu informieren, sondern auch, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Viel Gesprächsstoff boten auch die Kurzsessions zu aktuellen Themen rund um Maschinen, Messtechnik, Werkzeuge und Prozesse, KI und Robotik oder Kühlschmierstoffe, die den zweiten Teil des Tages mit Informatio- nen und Praxisbeispielen füllten, bevor das 5. InnovationForum Zerspanungstechnologie am frühen Abend beim Get-together seinen Ausklang fand. Ke Maximilian Keller Fachbereich Innovation | Technologie 07721 922-312 maximilian.keller@vs.ihk.de 5. InnovationForum Zerspanungstechnologie Mehr Zerspanungsexzellenz als Weg aus der aktuellen Krise Effizienz im Prozess und der intelligente Einsatz aktueller Technologien prägten die sehr praxisbezo- genen Impulse, die beim 5. InnovationForum Zerspanungstechnologie auf die rund 180 Fachleute aus der Branche warteten. Bilder: Michael Kienzler Rund 180 Fachleute aus Unternehmen und Wissen- schaft informierten sich beim Innovationsforum Zerspanungstechnologie in Tuttlingen. Meinungsaustausch im Rahmen der Begleitaus- stellung: Zeit für Fachgespräche

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5