Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'24 - Hochrhein-Bodensee
30 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 9| 2024 S chon vor mehr als 30 Jahren hat sich Se- dus Stoll bewusst für einen nachhaltigen Weg entschieden – also lange, bevor der Be- griff der Nachhaltigkeit gesellschaftlich wahr- genommen wurde: „Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern unverzicht- bare Teile des Ganzen“, hatte es der damalige Geschäftsführer Christof Stoll formuliert. Aus dieser Haltung, für die der Unternehmer 1993 als „Ökomanager des Jahres“ ausgezeichnet wurde, entwickelt sich – ergänzt um den Fak- tor Soziales – eine Nachhaltigkeitsstrategie, die in sämtliche Bereiche wirkt. Das Unter- nehmen in Dogern hat dafür einen eigenen Begriff: Sedustainable – ein Wortspiel aus dem englischen sustainable für nachhaltig und seinem Firmennamen. Umsetzung von Sedustainable Das gesamte Unterneh- men arbeitet daran, Sedus jeden Tag nach- haltiger zu gestalten, wobei Simon Roquette und sein dreiköpfiges Team in der Abteilung für Nachhaltigkeit die Umsetzung von Sedu- stainable koordinie- ren. Sie führen damit fort, was schon mit der Firmengründung 1871 begonnen wurde. Zumal es 2025 gleich mehrere Ziele zu errei- chen gilt. Das Größte lautet: Klimaneutralität in den Verwaltungs- und Produktionsstand- orten. Dazu sollen unter anderem der CO 2 - Fußabdruck aller Produkte um 15 Prozent reduziert und die Emissionen des Fuhrparks um 20 Prozent gesenkt werden. Ein Baustein dieser Anstrengung ist sowohl die alleinige Nutzung von Ökostrom in der Produktion als auch der Ausbau erneuerbarer Energien an den Standorten. Das führt zu einer Vermeidung von rund 2.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Un- terstützt wird es durch gelebte Energieeffi- zienz. „Wir haben mehr als 100 Messpunkte, um den Energieverbrauch zu dokumentieren und gegebenenfalls anzupassen“, sagt Si- mon Roquette, der seit acht Jahren für die nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft arbeitet. Es sind große Leitlinien und kleine Schrit- te für das Gesamtziel geschaffen worden. Auch im Alltag der Mitarbeitenden. Simon Roquette: „Die Umstellung unserer Staub- schutzfolie, welche über jeden verkauften Stuhl kommt, wurde von Primärkunststoff auf 80 Prozent Rezyklat umgestellt. Durch den jährlichen Einsatz von rund 250.000 Folien kann der Fußabdruck unserer Verpackung erheblich reduziert werden.“ Nachhaltigkeit spielt nicht nur in der Verwal- tung oder in den Produktionshallen eine Rolle, sondern auch bei den Produkten. Bei Sedus Stoll endet die Verantwortung für einen Büro- stuhl nicht mit dem Verkauf: „Wir nehmen un- sere Produkte zurück, um sie zu zerlegen und dem Wertstoffkreislauf zuzuführen“, sagt der Umweltmanager. Holz und Metall lassen sich wiederverwenden, Kunststoff soll zu Recyclat verarbeitet werden. Das sei auch möglich, weil alle Materialien, die in der Produktion eingesetzt werden, schadstoffgeprüft sind. Wie hat es Christof Stoll formuliert: „Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, son- dern unverzichtbare Teile des Ganzen.“ mrk www.sedus.com Wenn es um Büroausstattung geht, ist die Sedus Stoll AG ein gefragter Partner – und das weltweit. Das Portfolio des Unternehmens, dessen Wurzeln bis 1871 zurückreichen, umfasst alle Bereiche von Büro- stühlen über Schreibtische und Stauraum, Raumelemente sowie Garderoben bis hin zu digitalen Tools für mehr Sicherheit und Produktivität. Holz ist einer der wichtigsten Werkstoffe, dementsprechend ist nachhaltiges Handeln Teil des Wertekanons, weiß Simon Roquette. Er leitet den Bereich Nachhaltigkeit. Sedus Stoll AG in Dogern » Den ganzen Lebenszyklus im Blick « Simon Roquette Klimaserie Simon Roquette (Zweiter von rechts) und sein Team sind zuständig für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen.
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