Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'24 -Südlicher Oberrhein
27 7+8 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGE Anfang Mai fand dort der Spatenstich für den Neubau statt, der die nächste Transformation dokumentiert – nämlich die der Ge- werbeimmobilien. Sie liegen nicht länger in den Industriegebieten, und sie werden definitiv nachhaltiger. „Der Black Forest Innovation Campus soll auch ein Creativ Campus werden, weshalb er sich auch in direkter Nachbarschaft zur Offenburger Kreativszene im ehema- ligen Schlachthof befindet“, erläutert der BFI-Geschäftsführer. Mit der Nähe zur City und damit zum Bahnhof ist man laut Appel auch auf der Höhe der Zeit, wenn es darum geht, Menschen für die im BFI-Campus beheimateten Start-ups und Unternehmen anzuziehen: „Das Zusammenrücken von Leben und Arbeit ist in Innenstadtnähe einfacher als in einem Industriegebiet.“ 5.000 Quadratmeter auf vier Etagen Und nicht ganz ohne Stolz berichtet Appel von den Eckdaten des Neubaus, der bis Ende September 2025 bezugsfertig sein soll: 5.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche auf vier Etagen, diese werden komplett in Holzbauweise mit Schwarzwälder Tannenholz erstellt – selbst der Fahrstuhlschacht. Die Fassade wird bodengebunden begrünt, was hilft, die Erwärmung in der Stadt zu reduzieren, auf eine Klimaanlage wird verzichtet, da man sich die Nachtauskühlung und die Belüftung über Lüftungsflügel zunutze macht. Eine besondere Bilanz ist die der CO 2 -Einsparung: 1.800 Tonnen weniger gegenüber Referenzgebäuden aus Massivbau. Beim Spatenstich waren auch die Mitglieder des Holzbaukonsortiums anwesend. Zu diesem gehört unter anderem die Holzbau Südwest GmbH in Freiburg als Gene- ralunternehmer. Architekten sind Waibel & Waibel aus Biberach. Auftrag, den unternehmerischen Nachwuchs zu fördern Bauherrin des 15 Millionen Euro teuren Projekts ist die Stiftung Technologie und Wirtschaft Mittelbaden/Offenburg, der auch die IHK Südlicher Oberrhein angehört. Deren Stellvertretender Haupt- geschäftsführer Alwin Wagner blickt der Wandlung des TPO zum Black Forest Innovation Campus mit Spannung entgegen und defi- niert dabei die Rolle seiner Organisation ganz klar: „Als Industrie- und Handelskammer ist es unser Auftrag, den unternehmerischen Nachwuchs zu fördern. Wir sind im Stiftungsrat, um die Geschicke der Stiftung neben den anderen Mitgliedern wie dem Ortenaukreis, der Hochschule Offenburg, der Volksbank und der Sparkasse in der Ortenau, der Handwerkskammer, der IG Metall und der Region Elsass zu lenken. Aber wir sind auch operativ mit unseren Angeboten für Gründer und Start-ups über die Ortenau hinaus unterstützend wirksam.“ Wagner verweist dabei auf die klassische Gründungsbera- tung der IHK, auf die häufig unterschätzte Nachgründungsberatung, die nicht selten in die Fördermittelberatung mündet. „Aus Start-ups werden Unternehmen, die irgendwann Mitarbeitende einstellen, selbst ausbilden oder ihre Produkte exportieren möchten. Auch dann bleibt die Kammer an ihrer Seite.“ Doris Geiger
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