Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
18 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 7+8 | 2024 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 17 Stromstudie In 16 Jahren droht Versorgungslücke 19 Wasserstoff-Hub Starkes Zeichen für Wirtschaftsstandort 20 Kundenerlebnis Wie Online-Handel und stationärer Handel voneinander lernen 21 Zertifizierung AGVS neues Mitglied der EMAS-Familie 22 IHK bezieht Stellung Statements zu aktuellen Vorhaben der Politik 23 Kunststofftechnik Digitalisierung im Mittelpunkt des Innovationsforums 24 Frühsommerumfrage Noch kein Wachstum in Sicht 26 IHK-Veranstaltungen Termine im Juli und August 27 AuToS-Insight Firmenbesuche im Zeichen der Transformation 28 Handelsausschuss Kundenmanagement wird immer wichtiger INHALT Steckdose kommt. Den Akteuren, die die Energiewende und die Transformation der Wirtschaft tatsächlich umsetzen, sollte mehr Gehör geschenkt werden.“ So sei noch keine Maßnahme des im November 2023 beschlossenen Beschleunigungspaktes umgesetzt. Lediglich 20 Prozent der Maßnahmen seien überhaupt erst begon- nen worden. „Die Unternehmen in der Region sind sehr aktiv und suchen lösungs- orientiert nach Wegen, ihre Umweltauswirkungen zu minimieren. Das verdient aus unserer Sicht Unterstützung statt Misstrauen und Verschlossenheit notwendigen Veränderungen gegenüber – wie neuen PV- und Windkraftanlagen vor Ort. Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so das Fazit der Vizepräsidentin. Die komplette Stromstudie, inklusive einer Betrachtung nach Land- kreisen, und eine ausführliche IHK-Analyse zum Stand der Ener- giewende aus Sicht der Wirtschaft ist verfügbar unter www.ihk. de/sbh/strom2040. Tro/Scha Marcel Trogisch, Fachbereich Innovation | Technologie 07721 922-170 trogisch@vs.ihk.de Birgit Hakenjos zum Ergebnis der Europawahl »Wirtschaft muss wieder in den Mittelpunkt« IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos sagt zu dem Ergebnis der Europawahl: „Als Konsequenz aus der Europawahl muss wieder die Wirt- schaft in den Mittelpunkt der europäischen Politik rücken. Nur mit einem starken Mittel- stand, guten Rahmenbedingungen und einem nachhaltigen Bürokratieabbau kann Europa im internationalenWettbewerb bestehen und weiter attraktiv für Investitionen sein. DieWirtschaftsregion Schwarzwald-Baar-Heuberg ist stark exportorientiert: Über 1.000 Unternehmen exportieren in den Binnenmarkt. Der Gesamtwert aller pro- duzierten Waren und Dienstleistungen im europäischen Markt beläuft sich auf rund 14,5 Billionen Euro. Auch die Entwicklung seit der Gründung 1993 kann sich sehen lassen: Die jährlichen Exporte innerhalb des Binnenmarktes haben sich seitdem verfünffacht. Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in unsere Unternehmen, weniger Bürokratie, mehr Raum für Innovationen und mehr Planbarkeit.Wir sollten in Europa auf un- sere guten Standortfaktoren setzen, aber insgesamt mutiger werden, bestehende Strukturen prüfen und wenn notwendig aufbrechen.Auch sollten wir überdenken, ob wir die komplexeWirtschaftswelt bis ins kleinste Detail regulieren wollen und können. Auf Signale dieser Größenordnung wartet die regionale Wirtschaft. Nur so gelingt es, das Projekt Europa weiterzuentwickeln.“
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