Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August'24 - Hochrhein-Bodensee

7+8 | 2024 REGIO REPORT  IHK Hochrhein-Bodensee ANZEIGE Ganz gleich, ob kleinste Losgröße oder Serienproduktion: Wir garantieren höchste Wirtschaftlichkeit, überragende Variantenvielfalt und zuverlässige Lieferung. Jederzeit für Sie abrufbar. IHRE LOHNARBEIT PERFEKT UMGESETZT. German Precisioneering © by Schauber schauber-gmbh.de/express SCHNELLER UND PRÄZISER GEHT ES NICHT Schauber-Express-Service ts@schauber-gmbh.de +49 7426 1042 S obald Besucher die Insel Mainau betreten, sind sie umgeben von der Natur. Überall um sie herum summt und brummt es, duftende Blüten recken sich den Gästen aus farbenfroh angelegten Beeten entgegen und große Mam- mutbäume spenden an heißen Tagen Schat- ten. Diese Natur und deren Vielfalt zu erhal- ten, das sieht die Mainau GmbH als ihre große Aufgabe an: „Wir arbeiten täglich mit und in der Natur, insofern ist ökologische Nachhal- tigkeit für uns selbstverständlich“, sagt Daniel Ette, Leiter Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Organisationsentwicklung. Das Engagement in Sachen Umwelt ist deshalb Tradition. Schon 1961 wurde die Grüne Charta unter- zeichnet. Das Manifest umfasst zwölf For- derungen, mit denen die Natur geschützt werden soll. Es heißt darin: „Möge die Grü- ne Charta der Mainau dienen, fördern und helfen und vor allem: Taten auslösen. Dieser bedarf unsere Zeit am dringlichsten.“ Seit- dem wurden bis heute zahlreiche Aktionen umgesetzt, um die Nachhaltigkeit zu fördern. Ein weiterer Schritt war die Definition der Energie- und Klimaschutzstrategie 2019. Mit dieser wird das Ziel angestrebt, bis 2030 in den sogenannten Scopes 1 und 2 klimaneu- tral zu sein. Das bedeutet, dass der CO 2 - Ausstoß, der direkt im Unternehmen und durch eingekaufte Energieträger generiert wird, gesenkt werden soll. Seit Anfang 2020 bezieht das Unternehmen deshalb anteilig Biomethan bei den Stadtwerken Konstanz. Außerdem wird ein großer Teil der auf der Insel genutzten Wärme mithilfe einer Holz- hackschnitzelheizung hergestellt. Dabei wird Holz aus regionalen Wäldern verbrannt, das nicht stofflich verwertet werden kann. Fokus liegt auf Regionalität und Saisonalität Das Ziel, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen, betrifft alle Bereiche des Unternehmens. In den gastronomischen Betrieben auf der Insel wird der Fokus auf Regionalität und Saisona- lität gelegt. Konkret bedeutet das: Gemüse von der Reichenau, soweit verfügbar, Fisch aus dem Bodensee und viele Bioprodukte, wie Bioapfelsaft, -eis oder -bier werden ver- wendet. Im Park und in den Gärten setzt das Unternehmen auf biologischen Pflanzen- schutz und den Einsatz von Nützlingen. Auch Biodiversität wird in Form von Insektenhotels und nicht gemähten Flächen gezielt gestärkt. Die Mainau lässt sich außerdem jedes Jahr auf Herz und Nieren prüfen, denn das Unter- nehmen hat seit 1998 ein validiertes Umwelt- managementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung. Das Eco-Management and Audit Scheme, kurz EMAS, wurde von der Europäischen Union entwickelt. Es kom- biniert Umweltmanagement und Umweltbe- triebsprüfung. Mit der Teilnahme verpflich- ten sich Unternehmen über ihre gesetzlichen Pflichten hinaus, den betrieblichen Umwelt- schutz zu verbessern. „Wir waren damals der erste botanische Garten in Europa, der die- ses Zertifikat erhalten hat“, berichtet Ette. Es gibt Potential für Verbesserungen Für Daniel Ette ist aber noch Luft nach oben. Trotz der vielen bereits umgesetzten Strategi- en sieht er Verbesserungspotential. „Wir ha- ben viele Gäste, die mit dem Auto anreisen. Wir versuchen aber verstärkt, Alternativen aufzubieten.“ Eine Ladestation für die E-Bikes der Gäste wurde neu installiert, am Parkplatz besteht die Möglichkeit, E-Autos zu laden. Dieses Angebot weiter auszubauen, um den Gästen eine klimaneutralere Anreise zu er- möglichen, steht weit oben auf der Liste der Verbesserungspotentiale. Auch das Angebot an Bioprodukten möchte das Unternehmen weiter ausbauen. „Wir sind dabei auch auf die Rückmeldung unserer Gäste angewiesen, die uns an der ein oder anderen Stelle darauf hinweisen, was verbessert werden kann“, betont Ette. So kommt es immer wieder vor, dass Gäste nach ihrem Besuch auf der Mainau eine Mail an das Unternehmen schreiben. „Wir freuen uns, in den Dialog zu treten, denn es ist uns ein großes Anliegen, im Bereich ökologische Nachhaltigkeit transparent zu sein und das Thema auch zukünftig verstärkt voranzutrei- ben“, sagt Ette. jb Klimaserie „Ökologische Nachhaltigkeit ist für uns selbstverständlich“ Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz betreffen alle – auch die Wirtschaft. In unserer Serie stellen wir Unternehmen aus der Region vor, die sich besonders in den Bereichen engagieren. Sie erzählen, welche Maßnahmen sie ergreifen, um zum Klimaschutz beizutragen. In dieser Ausgabe stellen wir die Mainau GmbH vor, die sich für die Natur und deren Vielfalt verstärkt einsetzt. Klimaserie

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