Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 46 Anzeigenspecial Juni 2024 Medizintechnik ist interdisziplinär Die Medizintechnik vereint verschiedene Fachgebiete wie Ingeni- eurwissenschaften, Medizin, Biologie, Informatik und Material- wissenschaften. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermög- licht es, komplexe medizinische Herausforderungen anzugehen und innovative Lösungen zu entwickeln. Sie ist stark anwendungs- orientiert und zielt darauf ab, konkrete Probleme im Gesundheits- wesen zu lösen. Dabei liefert sie nicht nur innovative Technologi- en, sondern auch praktische Lösungen für Ärzte, Pflegekräfte und Patienten. Die Medizintechnik ist eine global vernetzte Branche, die über na- tionale Grenzen hinweg agiert. Durch internationale Zusammen- arbeit und den Austausch von Wissen und Technologien trägt sie zur weltweiten Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei. Rund 160.000 Menschen sind derzeit in deutschen Medizintechnikun- ternehmen beschäftigt – Tendenz kontinuierlich steigend. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 1.467 Medizintechnikunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten gezählt. Knapp 950 Betriebe haben eine Mitarbeiterzahl zwischen 20 und 50. Die meisten Betriebe sind in Baden-Württemberg (291), Nordrhein-Westfalen (271) und Bayern (198) angesiedelt. Die Branche ist stark mittelständisch geprägt: 93 Prozent der Betriebe beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. Diese KMU sind oft hoch spezialisiert und flexibel, was ihnen er- möglicht, schnell auf technologische Entwicklungen und Marktan- forderungen zu reagieren. Forschung und Entwicklung Ein wesentlicher Vorteil der deutschen Medizintechnikbranche ist ihre hohe Innovationskraft. Rund 9 Prozent des Umsatzes werden in Forschung und Entwicklung reinvestiert, was weit über dem Durchschnitt anderer Branchen liegt. Diese Investitionen füh- ren zu kontinuierlichen technologischen Fortschritten und neu- en Produkten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sichern. Deutschland verfügt über eine starke Forschungsinfrastruktur mit zahlreichen Universitäten, Forschungsinstituten und Kooperatio- nen zwischen Wissenschaft und Industrie. Diese enge Zusammen- arbeit fördert die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte und -lösungen. Besonders hervorzuheben sind die Fraunhofer- Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft, die mit ihren For- schungen wichtige Impulse für die Medizintechnik liefern. Deut- sche MedTech-Produkte sind weltweit für ihre hohe Qualität und Zuverlässigkeit bekannt. Strenge Qualitätskontrollen und Zertifi- zierungsprozesse stellen sicher, dass die Produkte den höchsten Standards entsprechen. Dies schafft Vertrauen bei internationalen Kunden und stärkt die Position deutscher Hersteller auf dem glo- balen Markt. Deutsche Medizintechnikprodukte weltweit erfolgreich Die Medizintechnik ist ein wichtiger Exportsektor für Deutschland. Zwei Drittel der in Deutschland produzierten Medizintechnikpro- dukte werden exportiert. Dies unterstreicht die hohe internatio- nale Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Deutschland ist nach den USA und China der drittgrößte Exporteur von Medizintechnik welt- weit: 2022 wurde Medizintechnik im Wert von rund 30,5 Milliarden Euro von deutschen Unternehmen ins Ausland exportiert, wie das Statista Research Department im Januar 2024 meldet. 2022 konnte das Auslandsgeschäft erneut um 7 Prozent gesteigert werden. Die wichtigsten Exportmärkte für deutsche Medizintechnikprodukte sind die Europäische Union, die USA, China und Japan. Innerhalb der EU sind insbesondere Frankreich, die Niederlande und Groß- britannien bedeutende Abnehmerländer. Deutsche Medizintech- nikunternehmen sind häufig in internationale Kooperationen und Joint Ventures eingebunden. Diese Partnerschaften ermöglichen den Zugang zu neuen Märkten, den Austausch von Know-how und die gemeinsame Entwicklung innovativer Produkte. Solche Koope- rationen sind besonders wichtig, um den technologischen Fort- schritt voranzutreiben und globale Marktchancen zu nutzen. Laut EvaluateMedTech könnte der weltweite Branchenumsatz im Jahr 2024 auf rund 594,5 Milliarden US-Dollar ansteigen. 2025 erreicht die Branche voraussichtlich dann ein Volumen von über 600 Milliarden US-Dollar. Deutschland gehört dabei weltweit zu den führenden Ländern und trägt wesentlich zur globalen Wert- schöpfung bei. Der wichtigste Medizintechnikmarkt sind die USA, Deutschland ist an Nummer 2. Gleiches gilt für die Produktion. Das Statista Research Department meldet im Januar 2024, dass knapp 40 Prozent der weltweiten Produktion im Bereich Medizintechnik auf die USA entfallen, wo auch 6 der 10 führenden Medizintech- nikunternehmen ihren Sitz haben. Zweitwichtigster Produzent ist Deutschland mit einem Weltmarktanteil von rund 10 Prozent, dicht gefolgt von Japan und China mit 9 bzw. 8 Prozent. Faszinierendes Zusammenspiel von Mensch und KI Künstliche Intelligenz (KI) kann sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Gesundheitsversorgung erheblich steigern. Die erfolg- reiche Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI in der Medizin- technik entsteht im Ergänzen menschlicher Fähigkeiten durch die Stärken der KI. KI kann zum Beispiel oftmals eine präzisere Diagno- se stellen, kann große Datenmengen schnell analysieren und da- rin Muster identifizieren, die menschlichen Ärzten möglicherweise Weiter Seite 48 EXCELLENCE INSIDE Sondern aus Denzlingen. Seit 1973 setzt sich SCHÖLLY mit heute rund 550 Mitarbeitenden in 6 Ländern jeden Tag dafür ein, seinen Kunden herausragende Produkte und Lösungen im Bereich endoskopischer Visualisie- rungssysteme zu bieten. SCHÖLLY versteht sich als Innovationspartner, dessen Ziel es ist, die perfekte Lösung für seine Kunden und deren Anforderungen zu finden. Mehr über SCHÖLLY, unsere Produkte und Ihre Karrierechancen finden Sie unter www.schoelly.de Kommt nicht von ungefähr.

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