Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

38 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 6 | 2024 UNTERNEHMEN 25 Jahre Interrank So werden Sie gefunden DENZLINGEN. Geschätzt, seit es Internet-Suchmaschinen gibt, gibt es Interrank. Die Denzlinger Spezialisten helfen dabei, Firmen und ihre Leistungen sowie Produkte bei Internet-Recherchen auf- findbar zu machen. Und das seit 1999. Interrank feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Die ersten Websites waren damals ent- standen, erzählt Gründer und Geschäftsführer Patrick Schnurr. Schnell sei klar gewesen: Es braucht Besucher auf diesen Websites. „Wir haben festgestellt, dass da eine Marktlücke war. Wie kriegt ein Unternehmen Sichtbarkeit im Netz? Also haben wir uns drauf spezialisiert.“ Um 2000 herum kam dann Google Ads. „Wir waren einer der ersten in Deutschland, die da mitgemischt haben“, sagt der Interrank-Chef. Bei dem Onlinewerbeprogramm werden Schlüsselwörter festgelegt, so dass bei der Suche nach bestimmten Begriffen oder Themen entsprechende Websites aufpoppen. Interrank hilft seinen Kunden dabei, möglichst weit oben gelistet zu werden. So würden gezielt Neukunden generiert und das Werbebudget effizient genutzt, sagt Schnurr. Denn gerade bei der Effizienz hapere es bei einigen, meint der Interrank-Geschäftsführer. „Und das wird schnell teuer.“ Heute umfasst der Betrieb sechs arbeiter und etwa 90 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Meist seien es Firmen aus dem technischen Bereich, Ma- schinenhersteller, Industrie- und Handwerksbetriebe. Kommt ein neuer Kunde zu In- terrank, wird erstmal gecheckt: Wie sichtbar ist sein Betrieb im Netz? Gibt es eine Strategie und wenn ja, wo gibt es Ver- besserungspotenzial? Anfangs sei das für viele neu gewesen, sagt Schnurr. Mittlerweile gehe es meist ums Optimieren. 25 Jahre Direktvertrieb Schön mit Mary Kay MÜLLHEIM. 1995 hat Ilona Rappold die US-amerikanische Gesichtspflege- und Kos- metikmarke Mary Kay kennengelernt, die zu dieser Zeit in der Region nicht besonders be- kannt gewesen ist. Die Markgräflerin stieg in den Direktvertrieb ein und in weniger als einem Jahr zur Direk- torin auf. Damals führte Rappold eine Verkaufsmannschaft von über 30 Mary-Kay-Produkte-Be- ratern. Heute umfasst ihr Team 5.000 sogenannte Schönheits- berater, die für das Unterneh- men einen durchschnittlichen monatlichen Umsatz von einer Million Euro erwirtschaften. Seit 2021 trägt Rappold einen der höchsten Titel im Unterneh- men Mary Kay, sie ist „Senior National Sales Director“. Es sei für sie ein Privileg, so schreibt sie per E-Mail, regelmäßig vor tausenden Menschen auf Ver- anstaltungen sprechen und ihre Erfolgstipps teilen zu dürfen. Mit inzwischen mehr als 25 Jahren Erfahrung im Direktvertrieb sei sie nicht nur Verkaufsprofi, son- dern auch Expertin in den Berei- chen Teamaufbau, Gesprächs- führung und Kommunikation. Mary Kay ist 1963 von Mary Kay Ash in den USA gegründet worden und Rappold zufolge seit 1986 in Deutschland erhältlich. Es sei das größte Unternehmen der Welt, das von einer Frau ins Leben gerufen wurde. Kreissparkasse Tuttlingen Jahresbilanz TUTTLINGEN. Das Geschäftsjahr sei von „herausfordernden Rahmenbedingungen“ ge- kennzeichnet gewesen, so die Kreissparkasse Tuttlingen in ihrer Jahresbilanz. Das Geldinsti- tut hat 2023 einen Überschuss von 6,15 Millio- nen Euro erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote konnte auf rund 600 Millionen Euro erhöht werden. Sie liegt bei über 20 Prozent und da- mit über dem Landesschnitt der Sparkassen. Als Folge der schwachen Konjunktur stagnier- te die Bilanzsumme bei rund 4,4 Milliarden Euro. Die Unsicherheit der Kunden sei „spür- bar“ gewesen, so der Vorstandsvorsitzende Markus Waizenegger. Die Entwicklung im Wohnungsbau sei „ernüchternd“: Steigende Zinsen seien auf hohe Kaufpreise und steigen- de Kosten getroffen. Die Folge: Die privaten Baukredite brachen um über die Hälfte auf rund 96 Millionen Euro ein. Zeitgleich stieg der Bestand an Kundeneinlagen um fünf Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro. Mit rund 500 Beschäftigten – davon mehr als 50 in der Ausbildung – ist die Sparkasse ein gefragter Arbeitgeber in der Region. 23 junge Menschen starteten 2023 dort ins Berufsle- ben. Und das Geldinstitut engagierte sich mit 680.000 Euro im gesellschaftlichen Bereich. Den steigenden Kostendruck habe man durch ein „fokussiertes Kostenmanagement“ im Rah- men halten können, so Vorstandsmitglied Wil- fried Sauter. Patrick Schnurr Ilona Rappold

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