Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
15 6 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Vitbikes in Rottweil PASSGENAUE E-BIKES Dass Anzüge maßgeschneidert werden, ist wahr- lich nichts Ungewöhnliches. Dass auch Fahrräder dem Nutzer quasi auf den Leib angepasst werden, dagegen schon. Als sich Volker Schipke auf den Weg in Richtung Selbstständigkeit aufgemacht hat, hat ihn dieses besondere Konzept von „vit:bikes“ ( vitbikes.de) begeistert. 2021 ist er mit dem Franchise in Rottweil an den Start gegangen. „Wir sind zwar ein klas- sisches Fahrradgeschäft, aber bei uns suchen sich die Kun- den nicht einfach ein E-Bike aus“, erklärt der 44-Jährige. Wer ein neues Rad möchte, muss erst einmal einen Termin vereinbaren. Mindestens eine Stunde Zeit nimmt sich das Vitbikes-Team – neben Volker Schipke drei weitere Vollzeit-Mitarbeiter und ein Azubi – für jeden Kunden. „Wir ermitteln dessen genauen Bedarf: Soll es ein echtes Sportgerät sein oder nur dazu dienen, das Kind in die Kita zu fahren?“ Dann werden die exakten Körpermaße des Interessenten erfasst – damit das neue E-Bike ergonomisch auch perfekt passt. „Unser Konzept kommt an und wir wachsen stetig“, freut sich Schipke. Er spricht von einer Win-win-Situation: „Wir haben weniger Reklamationen und der Kunde von Anfang an Spaß an seinem neuen Bike.“ Finanziert hat der Jung- unternehmer seinen Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Existenzgründerzuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Sein mittelfristiges Ziel: weiter wachsen und in den nächsten zwei, drei Jahren noch weitere Mitarbeiter ein- stellen. Daniela Santo Laser-Wolf in March KANONE GEGEN SCHMUTZ Wenn Mirko Schunke seine Atemschutzausrüstung an- legt, die Spezialbrille aufsetzt und die Laserkanone in die Hand nimmt, könnte er glatt als Ghostbuster 2.0 durchge- hen. Allerdings macht der Inhaber der Laser-Wolf GmbH in March ( www.laser-wolf.de) nicht etwa Jagd auf Geister. Mit de m 500 Watt starken Renigungslaser rückt er direkt vor Ort allen Arten von Prozess-Ablagerungen, Beschichtungen, Korrosion und Verunreinigungen zu Lei- be. Die hochintensiven Lichtstrahlen reinigen Maschinen, Werkzeuge oder Spritzgussformen der produzierenden Industrie, Denkmäler oder Gebäudefassaden wie die der Uni-Bibliothek in Freiburg nach einem Farbanschlag. Völ- lig berührungslos, so dass die Oberfläche keinen Schaden nimmt. Die noch recht unbekannte Reinigungsmethode ist sauber und ressourcenschonend: „Im Vergleich zur Trockeneis- strahltechnik sparen wir knapp 100 Tonnen CO 2 pro Jahr ein“, erläutert Mirko Schunke. Die Technik hat auch das Land Baden-Württemberg überzeugt, das in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank Fördergelder zur Verfügung gestellt hat. Der 37-jährige gelernte Fahrzeuglackierer-Meister hat Laser- Wolf im März 2023 gegründet. Sein Kompagnon Andreas Gärtner (41) ist der Vertriebsprofi der Fima. Ihr gemeinsmes Ziel: Die moderne Reinigungstechnologie weiter bekannt zu machen und nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch international im Einsatz zu sein. Ein erster Schritt ist getan – mit einem Großauftrag in Italien. Daniela Santo Mirko Schunke (l.) und Andreas Gärtner mit ihrem Hochleistungslaser Volker Schipke
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