Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 - Hochrhein-Bodensee

23 6 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten te innerhalb unseres Netzwerkes. Dabei ist unsere Arbeit nicht zeitlich begrenzt.“ Das verstehe sich allein aus dem Aufgabenfeld: „Es geht der EAA ja auch darum, Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung zu sichern, sie also den sich wechselnden Bedürf- nissen anzupassen“, ergänzt Cathrin Steuber. Wobei es nicht nur technische Einrichtungen sind, die bei der Teilhabe von Bedeutung sind. „Bei der Arbeitsplatzgestaltung eines Gehörlosen sind andere Faktoren zu beachten als bei einer Person, die vielleicht psychisch oder in ihrer Beweglichkeit stark beeinträchtigt ist.“ Und: Es geht nicht allein um die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer. Das ist Petra Kraus wichtig zu betonen: „Bei der Gestaltung oder Einrichtung eines solchen Arbeitsplatzes etwa, sind die kommunikativen Fähigkeiten der jeweiligen Füh- rungskräfte gefragt.“ Gerade bei Umstellungen im Arbeitsprozess oder Wechseln im Führungsteam sei es wichtig, die Botschaften und relevanten Informationen verständlich zu machen. Cathrin Steuber: „Eventuell reicht da das rein Verbale nicht aus, und man benötigt einen Gebärdensprachdolmetscher.“ Warum der Aufwand? Die Frage, ob sich Inklusion für Unternehmen lohnt, stellen sich weder Petra Kraus, Cathrin Steuber noch ihre Kolleginnen. Die Antwort liefern der Arbeitsmarkt und die demografische Entwick- lung. „Schon jetzt ist es für viele Firmen schwierig, offene Stellen zu besetzen oder Auszubildende zu finden“, sagt Petra Kraus. Durch Teilhabe könne hier eine Entlastung geschaffen werden, die zudem noch starke Unterstützung erfährt: Sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Integrationsamt und Rehabilitationsträger leisten finanzielle Hilfen. Dazu kommt: Unternehmen, die min- destens 20 Beschäftigte haben, sind verpflichtet, fünf Prozent ihrer Stellen für Menschen mit Behinderung bereitzustellen. „In Baden-Württemberg erfüllen mehr als 6000 beschäftigungspflich- tige Arbeitgeber diese Pflicht nicht. Dem stehen mehr als 16.000 arbeitslos gemeldete schwerbehinderte Menschen im Land ge- genüber, davon fast die Hälfte mit akademischer oder schulischer oder beruflicher Ausbildung“, weiß Petra Kraus. Umso schöner sei es, dass es viele kleine Unternehmen gebe, „die keinen Menschen mit Behinderung beschäftigen müssen, sich aber dennoch dafür entschieden haben“. Unternehmen, die verpflichtet sind, es aber nicht tun, zahlen die sogenannte Ausgleichsabgabe an das Inte- grationsamt. „Diese Mittel sind es, mit denen unter anderem die Arbeit der EAA finanziert wird“, erläutert Cathrin Steuber. „Das ist doch ein schöner Kreislauf“, findet Petra Kraus. mrk https://www.ifd-bw.de/arbeitgeber/einheitliche-ansprechstelle/ ANZEIGE SCHNELL SEIN LOHNT SICH! DIREKT EINSTEIGEN UND LOSFAHREN! z. B. mit unserem SEAT Leon Sportstourer Style Und noch viele weitere sofort verfügbare SEAT & CUPRA Modellen! Ab mtl. Leasingrate * nur bis 30.06.2024 € 199,- Graf Hardenberg-Gruppe Standorte Offenburg, Karlsruhe, Singen, Landau und Bruchsal SEAT Leon Sportstourer Style Edition 1.0 TSI 81 kW (110 PS): Kraftstoffverbrauch (komb.): 5,7 l/100 km; CO2-Emissionen (komb.) 129 g/km (WLTP-Werte); CO2-Klasse D * Ein Angebot der SEAT Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Angebot gültig bis 30.06.2024. Das Angebot gilt für Gewerbekunden. Bonität voraus- gesetzt. Abbildungen zeigen Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Gilt für den SEAT Leon Sportstourer Style Edition 1.0 TSI 81 kW (110 PS); Fahrzeugpreis zzgl. MwSt. und Über- führungskosten: 26.726,89 €; Leasing-Sonderzahlung: 0,- €; 36 Leasingraten à 199,00 € ohne Dienstleistung (226,62 € inkl. CARE Wartung und Verschleiß Aktion); Laufzeit: 36 Monate; jährliche Fahrleistung: 10.000 km.

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