Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 - Hochrhein-Bodensee

21 6 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Leiterin des Rechnungswesens der IHK Hochrhein-Bodensee: und zwar um voraussichtlich ca. 2 Millionen Euro. Ein Faktor, so Karin Wiehrer, seien Mehrerträge bei den Beiträgen und den sonstigen betrieblichen Erträgen. Dieses positive Ergebnis erlaube Rücklagen für Sanierungsbedarfe der Gebäude. Die aufkommende Diskussion, ob das gute Ergebnis nicht zu einer Senkung des Beitrags führen könne, unterbrach Thomas Conrady mit dem Hinweis auf einen Tagesordnungspunkt direkt im Anschluss: „Da kommt noch etwas auf uns zu!“ Sanierungsarbeiten an zwei Gebäuden Rund fünf Millionen Euro – so die aktuelle Einschätzung – müssen in den kommenden Jahren in zwei Immobilien der IHK investiert werden. Etwa drei Millionen Euro dürfte die Sanierung des IHK- Gebäudes in Schopfheim kosten. Hier gehe es sowohl um die Sa- nierung des Betons, der in die Jahre gekommen ist, als auch um eine energetische Sanierung, erläuterte Thomas Conrady. Etwa 1,8 Millionen Euro könnten für die ausstehende Dachsanierung der Gebäude in der Konstanzer Schützenstraße 8a/b inklusive eines neuen Anstrichs erforderlich werden. In Schopfheim wird zudem ein Energieberater hinzugezogen werden. Die Vollversammlung erklärte im Einklang mit dem Präsidium zur Umsetzung der Maßnahmen die Zustimmung, vorab Angebote einzuholen und eine Kostenplanung zu erstellen. Weil zur Umsetzung der Maßnahmen vorab Angebote eingeholt und eine Kostenplanung erstellt werden muss, kam das zur Abstimmung – und wurde einstimmig bewilligt. Im Zuge der Diskussion kam die Frage auf, ob es aufgrund der beiden Standorte Dopplungen bei den Funktionen gebe. Bis auf regional zuständige Stellen wie etwa die Ausbildungsberater sei das nicht der Fall, machte Katrin Klodt-Bußmann deutlich. Dennoch würde man die Struktur der IHK hinterfragen, schob Präsidiumsmitglied Johannes Bliestle nach: „Das ist ein Thema für unsere Klausur.“ Kein Thema sei allerdings, einen der beiden Standort aufzugeben, beugte Thomas Conrady möglichen Diskussionen vor. Kammerzeitschrift auf neuer Grundlage Informiert wurde die Vollversammlung im Anschluss über die Weiter- führung der Kammerzeitschrift WiS zu aktualisierten Bedingungen, nachdem der Verlag den Vertrag überraschend gekündigt hatte. Die Kündigung sei allerdings nicht wirksam gewesen, berichtete Rechtsanwältin Barbara Schlaberg, Geschäftsführerin und Leiterin des Geschäftsfelds Recht und Steuern. Dennoch habe man diesen Umstand genutzt, um eine Ergänzungsvereinbarung aufzusetzen, die beiden Seiten mehr Sicherheit gibt. Unter anderem wurde die Kündigungsfrist von drei auf neun Monate verlängert. Politische Stabilität stärken Im Vorfeld der Europa-Wahl baten Katrin Klodt-Bußmann und Tho- mas Conrady anschließend darum, für diese Wahl zu werben: „Wir müssen die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft aufwecken.“ Die europäische Union sei der Garant für politische Stabilität, ein- heitliche Normen und „ein Friedensprojekt, das unterstützt wer- den muss“. Manche Kritik an Brüssel sei berechtigt, aber wer sein Kreuz an der falschen Stelle setze, schade dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Darüber hinaus verwiesen die Hauptgeschäftsführerin und der Präsident auf die DIHK-Kampagne „27 % von uns“ mit dem Hashtag #KeineWirtschaftOhneWir. Schließlich hätten 27 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Die Kampagne wolle sichtbar machen, dass Ausgrenzung für den Standort Deutschland keine Alternative ist. Mehr Sicherheit für die IT Thomas Conrady unterrichtete die Vollversammlung dann von der personellen Aufstockung in der IT-Abteilung. Ziel sei es, besser gegen Cyberangriffe gewappnet und insgesamt besser aufgestellt zu sein. Eine von zwei neuen Stellen wurde bereits besetzt, die Suche nach einer weiteren Kraft gehe weiter. „Die IT wird zu einem richtigen Kostenfaktor“, stellte der Präsident fest – „aber das Thema ist für uns als IHK mit das Wichtigste!“ Lebendige Innenstädte Volle Unterstützung erhielt ein Positionspapier der BWIHK zur Belebung von Innenstädten. Ein Baustein ist die Aufenthaltsqua- lität. Thomas Conrady: „Wir brauchen wieder ein ‚Innenstadter- lebnis‘.“ Dazu gehöre auch die Verbesserung der Klimaresilienz etwa durch mehr Dach- und Fassadenbegrünungen, so dass der Besuch einer Innenstadt auch bei Hitzeperioden keine Heraus- forderung darstellt. Norwegen als Reiseziel Die Vollversammlung auf Reisen: Was durch Corona unterbrochen wurde, soll schon im kommenden Jahr wieder aufgenommen wer- den. Geschäftsführer Uwe Böhm stellte vier mögliche Reiseziele und Zeiträume vor: Das Votum fiel eindeutig auf Norwegen, an zweiter Stelle folgte das Baltikum. Damit verbunden war der Auftrag, die Reise weiter zu planen. Pünktlich nach knapp vier Stunden läutete Präsident Conrady das Ende ein. Die nächste Vollversammlung ist am Dienstag, 23. Juli, in Konstanz. Es wird die letzte in dieser Besetzung sein. Patrick Merck Geschäftsführerin Lucia Rehm begrüßte die Gäste im Verwaltungsgebäu- de der Rehm Kies- und Betonwerk GmbH & Co. KG.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5