Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'24 - Hochrhein-Bodensee

18 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 6 | 2024 REGIO REPORT  IHK Hochrhein-Bodensee 17 IHK-Konjunkturumfrage Erwartungen verhalten 19 Weiterbildungsprüfungen Ehrung der erfolgreichen Prüflinge in Konstanz 20 IHK-Vollversammlung Klares Bekenntnis zu Europa 22 Teilhabe erleichtern Anlaufstelle für mehr Inklusion 24 Klimaserie: Evonik Mitarbeiterbeteiligung als Schlüssel für Nachhaltigkeit 26 Wirtschaftsrecht für Unternehmer Marketing/DSGVO 27 IHK-Weiterbildung Auszeichnung als bundesbester Geprüfter Finanzbuchhalter 28 Neue Verordnung Ausbildung Industriekaufmann/ -frau 29 Industrie- und Umweltausschuss Sitzung bei Endress+Hauser 30 Europawahl 2024 Lust auf Demokratie 32 Veranstaltungen INHALT »Die Konjunktur kommt nicht von der Stelle« Alexander Graf Geschäftsführer des Bereichs Standortpolitik, IHK Hochrhein-Bodensee zung der Ertragslage bei den befragten Händlern verschlechtert: 52 Prozent bezeichnen sie als befriedigend, 35 Prozent als schlecht. Dienstleistungsbereich eher schwach Statt 47 sprechen nur noch 37 Prozent der Dienstleister von einer guten Geschäftslage. Das zeigt sich beim Thema Auftragseingang. Während 25 Prozent ein Plus verzeichnen, berichten 41 Prozent von einem fallenden Auftragsvolumen. Zuvor waren dies nur 30 Prozent. Weiterhin optimistisch… Zwar bleiben die Geschäftserwartungen in der Region Hochrhein- Bodensee eingetrübt: 52 Prozent der Unternehmen sehen für die kommenden zwölf Monate gleichbleibende Geschäfte voraus, und 29 Prozent sind da eher pessimistisch. Aber 19 Prozent blicken optimistisch nach vorn – statt zuvor 16 Prozent. Das gilt etwa für Produktionsbetriebe. Dort erhöht sich der Index für die Geschäfts- erwartungen von 96 auf 99 Punkte. Während 62 Prozent von ihnen von einem gleichbleibenden Geschäftsverlauf ausgehen (ein Plus von sieben Prozentpunkten), rechnen nur noch 20 statt 25 Prozent mit einem schlechteren Verlauf. …aber nicht überall Wenig Hoffnung auf Verbesserung gibt es im Handel. 40 Prozent der Unternehmen blicken pessimistisch nach vorn, 52 Prozent gehen von gleichbleibenden Geschäften aus und nur acht Prozent erwarten einen verbesserten Geschäftsverlauf. Einen Rückgang dürfte es auch bei den Inlandsinvestitionen ge- ben: Sie liegen deutlich unter dem langjährigen Mittel. Wenn es um Investitionen geht, dann rangiert die Ersatzbeschaffung mit 76 Prozent deutlich vor den Themen Digitalisierung (53 Prozent) und dem Bereich Umweltschutz und Energieeffizienz (40 Prozent). Investitionen in Kapazitätserweiterungen planen gerade einmal 18 Prozent. Dazu passt die Einschätzung beim Thema Personal: Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen haben vor, ihren Mitarbei- terstamm in den kommenden zwölf Monaten zu vergrößern, 25 Prozent möchten ihn reduzieren. Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung Die schwächelnde Inlandsnachfrage und der Fachkräftemangel sind weiter die am häufigsten genannten Geschäftsrisiken. Stei- gende Arbeitskosten und die aktuelle Wirtschaftspolitik werden allerdings häufiger als Risikofaktoren bezeichnet. Die Politik ist daher gefordert, Vertrauen zu schaffen und wirtschaftliche Rah- menbedingungen anzupassen: beschleunigte Planungsprozesse sowie der notwendige Bürokratieabbau wären sinnvolle Werkzeuge. Das Wachstumschancengesetz ist ein erster Schritt. Weitere sind aber notwendig, um einen Aufschwung zu ermöglichen. Dann ak- tuell kommt die Konjunktur nicht von der Stelle. Dies zeigt sich im wellenförmigen Auf und Ab des regionalen Konjunkturindex‘. ag Ausführliche Dokumentation unter www.ihk.de/konstanz

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