Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'24 -Südlicher Oberrhein

28 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 5 | 2024 D as Streben nach Innovation ist das Herzstück je- des erfolgreichen Unternehmens. Um diesen Geist zu erforschen und zu feiern, sprachen wir mit Michael Löffler, Referent für Wissenstransfer und Vernetzung & Community Manager für das Projekt Zukunft.Raum. Schwarzwald bei der IHK Südlicher Oberrhein, Fran- ziska Hoferer, Community Managerin Zukunft.Raum. Schwarzwald Stadt Freiburg, und Nikolai Sexauer, Net- work Manager Innovation & Startups, beide Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. Zu- sammen bilden sie das dynamische Trio hinter dem Käpsele Innovation Festival, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Was war die Inspiration für das Käpsele Innovation Festival? Michael Löffler: Die Welt verändert sich rasant durch Technologien wie KI, das Metaverse und die Robotik. Wir wollten eine Plattform schaffen, auf der sich in- novationsfreudige Menschen treffen, Wissen austau- schen und eventuell gemeinsam Kooperationen ange- hen. Das Festival ist eine Antwort auf das Bedürfnis nach einem realen Raum für virtuelle Visionen. Quasi der fachliche hochkarätige Austausch in lockerer At- mosphäre. Wieso sollten Führungskräfte und Strategieverant- wortliche am Festival teilnehmen? Franziska Hoferer: Unser Ansatz ist es, Innovation auf eine verständliche Weise zu erklären und wie sie jeden Aspekt unseres Lebens auch persönlich berührt. Dazu haben wir beispielsweise Nagmeh Gazaleh, Datenwis- senschaftlerin bei Roche in Basel, eingeladen, die dar- über berichtet, wie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz versucht wird, Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Nikolai Sexauer: Und in Ergänzung dazu Christian Lenz von Pfizer in Deutschland, er berichtet über die Herstellung von Pharmazeutika mit Hilfe von KI und wie der Konzern weltweit nach neuen Ideen und Lö- sungen sucht. Welchen Mehrwert bietet das Festival für junge Unternehmen? Sexauer: Für Start-ups ist das Netzwerken essen- ziell. Unser Festival bietet eine für den Südwesten Deutschlands nie dagewesene Gelegenheit, sich mit etablierten Unternehmen, potenziellen Investoren und Gleichgesinnten auszutauschen. Darüber hinaus bieten wir mit dem Format „Startups meet Mittelstand – wer bekommt den Deal?“, ähnlich der TV-Sendung „Höhle der Löwen“ und dem „Investorinnen-Netzwerk“, auch Mittelständlern ohne Start-up-Erfahrung an, zu lernen, wie sie in der Zusammenarbeit mit Start-ups profitieren können. Sei es beim Einsatz von Technologien, Dienst- leistungen oder als Invest. Wie sehen Sie die Rolle traditioneller KMU aus dem Schwarzwald im Kontext der Innovation? Löffler: Der Schwarzwald steht für eine lange Ge- schichte von der Landwirtschaft hin zum Handwerk und der Feinmechanik. Wir sehen eine enorme Chance, diese traditionellen Fertigkeiten mit moderner Techno- logie und innovativen Ansätzen zu kombinieren. Es geht darum, das Beste aus beiden Welten zu vereinen und neue Wege für Wachstum und Innovation zu eröffnen. Hierfür steht das Auftaktformat, bei dem wir Wolfgang Grupp senior von Trigema unter anderem mit Alma Spribille von „WEtell“ ins Gespräch kommen lassen. Grupp steht für eine beständige, konservative Philoso- phie, die sich mit ihrer heimischen Produktion immer wieder innovativ im globalen Wettbewerb behaupten musste. Spribille ist mit ihrem modernen, digitalen und umweltbewussten Leitbild gar nicht so weit weg, auch wenn dies vom Lebensalter her so scheinen mag. Am 15. Juli steigt in Freiburg das Käpsele Innovation Festival. Ein Gespräch mit dem Organisationsteam darüber, was Besucher von dem Event erwarten können. *KÄPSELE Intelligente, gewitzte Person. Eine hauptsächlich in Baden- Württemberg gebräuchliche Redewendung, die vom lateinischen caput (Kopf) stammt. »Das Festival ist eine Antwort auf das Bedürfnis nach einem realen Raum für virtuelle Visionen« Michael Löffler Referent für Wissen- stransfer und Vernetzung, IHK Südlicher Oberhein Jetzt Tickets sichern Käpsele* gesucht – Mit Innovation und Netzwerk zum Erfolg

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