Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'24 -Südlicher Oberrhein

24 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 5 | 2024 REGIO REPORT IHK Südlicher Oberrhein SIE HABEN EINE SCHWER ZU LÖSENDE FERTIGUNGSAUFGABE? SCHNELLER UND PRÄZISER GEHT ES NICHT. PRODUKTE » Schneckenradsätze » Schneckenwellen » Schneckenräder » Gewindekerne » Motorwellen » Gewindespindeln » Werkzeugspindeln » Sonderschrauben » Medizintechnik » Prototypenbau CNC LOHNARBEITEN » Fräsen » Drehen » Tieflochbohren » Schneckenradfräsen » Schneckenschleifen » Gewindeschleifen » Rundschleifen » Polygonschleifen » Exzenterschleifen AWS M.Schauber GmbH Präzisionsteile Rottweiler Strasse 34 | 78669 Wellendingen +49 7426 1042 | express@schauber-gmbh.de Schnelle Infos unter: EXPRESS.AWS-SCHAUBER.DE ANZEIGE Ausbildung für Industriekaufleute wird neu geordnet D er Job von Industriekaufleuten steht in der Rangliste der belieb- testen Ausbildungsberufe weiter ganz oben. 307 junge Men- schen haben sich im vergangenen Jahr (Stichtag: 30. September) im Bezirk der IHK Südlicher Oberrhein dazu entschieden, diesen Beruf zu erlernen. Ein Plus von fast elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bundesweit sind es rund 40.000 Absolventen. Das hohe Renommee des Berufs und damit auch der Ausbildung resultiert unter anderem aus der Vielfalt der ausbildenden Branchen und Betriebe, den facettenreichen Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Ausbildung und einer vielerorts professionellen Ver- zahnung mit den anspruchsvollen Inhalten der Berufsschule. Damit gilt der Ausbildungsgang als praxisorientierte Alternative zu einem betriebswirtschaftlichen Bachelorstudium und bietet Absolventen ein sehr gutes Sprungbrett ins Berufsleben. N ovelle tritt am 1. August in Kraft Nun steht die Ausbildung nach mehr als 20 Jahren vor einer Neu- aufstellung. 2002 das letzte Mal überarbeitet, tritt die novellierte Ausbildung zum 1. August 2024 in Kraft. Grund für die Überarbei- tung sind die geänderten Rahmenbedingungen: technologischer Fortschritt, neue Arbeitsmethoden, ein anderer Blick auf „die Welt da draußen“. Sie sorgen dafür, dass Industriekaufleute sich heute mit anderen Themen beschäftigen (müssen) als noch vor zwei Jahrzehnten. Obwohl die Arbeitsweise von Industriekaufleuten schon seit Langem durch digitale Prozesse geprägt ist, nimmt die Bedeutung stetig zu und sorgt für tiefgreifende Veränderun- gen in Geschäftsabläufen und Arbeitsweisen. Dies verlangt nach einer Anpassung und Aktualisierung der beruflichen Kompeten- zen, insbesondere im Umgang mit umfangreichen Datensätzen und der Sicherheit dieser Daten. Auch die Nachhaltigkeit von Geschäftsprozessen steht verstärkt auf der Agenda. Was bleibt, ist der vertraute Markenname: Der Abschluss heißt weiterhin Industriekauffrau oder -mann. Auch die Ausbildungsdauer von drei Jahren ist gesetzt. „Anspruch der dualen Berufsausbildung ist es, dass die vermittelte Praxis und auch die Theorie sehr nah an der betrieblichen Realität sind. In 20 Jahren haben sich im kaufmännischen Bereich viele Themen in Quantensprüngen verändert. Insofern ist es folgerichtig, dass die Ausbildungspläne dem nun auch formal Rechnung tragen“, urteils Simon Kaiser, der Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Südlicher Oberrhein. Die bewährte Grundausrichtung der Ausbildung wird mit der Neuordnung fortgeführt: Generalistisch formulierte Lernziele ent- lang der industriellen Wertschöpfungskette prägen auch künftig den Beruf. Die breit aufgestellten Kernkompetenzen werden unter anderem in folgenden Berufsbildpositionen erworben: Leistungserstellung planen und koordinieren, Logistik und Lagerprozesse planen und steuern, Beschaffung planen und steuern, Marketingmaßnahmen planen und umsetzen, Vertriebsprozesse umsetzen, Personalprozesse umsetzen, kaufmännische Steuerung und Kontrolle. Um die verschiedensten Branchen- und Unternehmensrealitäten abstrahieren und abbilden zu können, wurden die Lernziele tech- nikoffen und generalistisch formuliert. Die ersten Ausbildungsjahre dienen der Orientierung und dem fun- dierten Kompetenzerwerb in den verschiedenen betrieblichen Teil- bereichen und Abteilungen. Danach erfolgt die bewährte Spezialisie- rung in einem Einsatzgebiet mit einer Dauer rund sechs Monaten. Die Wahl des Einsatzgebietes – Marketing, Vertrieb, Beschaffung, Logistik, Personalwirtschaft, Leistungserstellung sowie kaufmänni- sche Steuerung und Kontrolle – kann auch ein erster Fingerzeig in Richtung der beruflichen Weiterbildung nach dem Ende der Erstaus- bildung sein. Hiervon abweichende Einsatzgebiete können nach wie vor festgelegt werden, wenn in ihnen die notwenigen Kompetenzen gleichwertig vermittelt werden können. Kaiser: „Industriekaufleute sind für alle kaufmännischen Einsatzgebiete bestens qualifiziert. Die Spezialisierung gegen Ende der Ausbildungszeit verleiht dem Beruf zusätzlich fachliches Profil und er- laubt es, schon während der Ausbildung auf künftige Einsatzbereiche gezielt vor- zubereiten. Damit ist das Berufsbild auch weiterhin sehr attraktiv, gerade auch für Abiturienten.“ Am 6. Juni findet von 13 bis 17 Uhr eine Online-Veranstaltung zur Neuordnung der Ausbildung zum Industriekaufmann statt. Anmel- dung über den QR-Code. tas Infos zum Termin und Anmeldung unter Bild: Adobe Stock/guukaa

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