Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
III 5 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg REGIO REPORT mich aber dann doch beworben und es hat geklappt.“ Nach einem informativen und guten Telefonat mit Se- lina Guse, der Referentin bei der Unternehmensförde- rung, ging es im Frühjahr 2022 los. „Für mich waren nicht nur die Themen des Kurses sehr hilfreich, vor al- lem der Kontakt und das Netzwerken mit den anderen Teilnehmern eröffnete für mich neue Horizonte. Jeder stand an einem anderen Punkt seiner Unternehmens- entwicklung und aus den Kontakten hat sich auch eine Kooperation entwickelt. Ich würde die Gründergarage jederzeit weiterempfehlen“, berichtet Christina Holpp begeistert. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer be- kommen von uns alles an die Hand, was sie für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit brauchen,“ ergänzt Selina Guse. Ob „Biodiversität in Haus- und Kleingärten“, die „Pro- fessionelle Pflege bestehender Staudenpflanzungen“ oder „Heißes Klima – Coole Pflanzen“. Ständig bildet sich die Gartenexpertin in Seminaren fort, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Aktuell absolviert sie die zweijährige Qualifizierung zur Pflanzengestalterin, eine intensive Weiterbildung zum Thema „Gestalten mit Pflanzen“. Ihr Wissen gibt die 43-jährige Neufraerin in ihrem Blog „Gartengewerkel.de“ und auf Instagram und Facebook weiter. Liebe am Gärtnern auf Social Media vermitteln „Die Rückmeldungen und der Austausch dort sind klas- se. Die Menschen wünschen sich einen pflegeleichten Garten und ich kann ihnen helfen.“ Nein, eine Influence- rin sei sie keine. „Ich versuche, die Liebe am Gärtnern auf Social Media und auf meinem Blog zu vermitteln und gebe leicht umsetzbare Hilfestellungen. Manchmal gibt es auch Posts, die ins Philosophische gehen oder einfach hübsche Bilder zur Inspiration.“ Schnittkurse oder kulinarische Wildkräuterführungen seien weitere sehr beliebte Formate bei den Kunden. Und wie läuft so eine Anfrage ab? „Jeder Garten ist na- türlich anders und ich gehe gerne persönlich zum Kun- den, um mir vor Ort ein Bild zu machen. Dabei schaue ich mir beispielsweise die Licht- und Bodenverhältnisse an, um die passenden Pflanzen auszuwählen.“ Manche Leute pflanzen ihre Beete dreimal im Jahr neu. Das könne man sich mit der richtigen Pflanzenauswahl für den entsprechenden Ort ersparen. Nachdem Christina Holpp ein Angebot erstellt hat, zeichnet sie von Hand, wie der Garten aussehen könnte und konzipiert individuelle Pflanzpläne und Pflanzen- listen. „Ich mag es, wenn ich von Hand zeichnen kann, dazu habe ich auch extra mehrere Kurs besucht. Bei der Zeichnung berücksichtige ich die Vorstellungen und Wünsche der Kunden bezüglich Größe, Farbe und Struktur der Pflanzen und versuche ein Gefühl für den neu gestalteten Wunschgarten zu transportieren.“ Ihre Arbeit beinhaltet Beratung und Planung, Erdarbeiten übernehmen teilweise die Kunden selbst oder Garten- baufirmen, mit denen sie gut kooperiere. „Meine Nische sind die kleineren Arbeiten, die die Garten- und Landschaftsbauunternehmen nicht oder eher ungern übernehmen, da bringe ich auch schon mal selbst die Sträucher vorbei und pflanze sie.“ Oft wollen die Leute auch selbst Hand anlegen, in diesen Fällen organisiere sie die notwendigen „Zutaten“. Mitt- lerweile werden die Projekte aber immer größer, mit- unter werden komplette Neubaugärten oder Umbauten geplant. Einen besonderen Reiz haben für Christina Holpp Außenanlagen von Firmen, denn hier könnte man einen großen Mehrwert für Mitarbeiter schaffen und vor allem der Natur ein bisschen Raum zurückgeben. Aufgrund der großen Nachfrage in der Garten- und Grabpflege sowie bei Pflanzungen habe sie einen gro- ßen Schritt nach vorne gemacht: Im Herbst vergange- nen Jahres hat sie die erste Mitarbeiterin eingestellt. Außerdem hat sie mittlerweile auch Unterstützung in Marketing und Akquise, um sich mehr auf die Beratung und Planungen fokussieren zu können. Begeistert von der Geschäftsidee von Christina Holpp ist auch Thomas Wolf, Geschäftsbereichsleiter Un- ternehmensförderung bei der IHK. „Sie machen mit ihrer Arbeit viele Menschen glücklich und das in einer nachhaltigen Form. Die große Nachfrage nach pro- fessioneller Gartengestaltung zeigt ja auch, dass hier offenbar ein Bedarf besteht. Umso schöner, dass wir mit der Gründergarage einen Beitrag leisten konnten.“ Was sind denn eigentlich die Lieblingspflanzen von Christina Holpp? „Ich mag Rosen und fast alle Stau- den, aber vor allem den Storchschnabel in all seinen Facetten. Er ist unkompliziert, es gibt beinahe für je- den Standort die passende Sorte und ich finde sie alle schön. Dazu die Kupferfelsenbirne, dieser Baum ist ein wertvolles Bienen- und Vogelnährgehölz und sieht mit seinem verwunschenen Wuchs und der tollen Herbstfärbung einfach toll aus. Noch dazu schmecken die Beeren richtig lecker.“ MK Maik Schirling Existenzgründung | Unternehmens- förderung | Nachfolgemoderation 07721 922-349 schirling@vs.ihk.de »Bis heute bereut sie den Schritt keine Sekunde« Information Weitere Informationen zu Christina Holpp, ihrem „Gartengewerkel“ und dem Blog gibt es auf gartengewerkel.de . In der Gründergarage, ei- nem umfassenden Informations- und Qualifizierungsangebot der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und regionaler Gründungspartner, erhalten Unternehmensgründer grundlegendes Know-how über unternehmeri- sches Handeln. Dazu gehören unter anderem die Themen Buchführung, Steuern, Controlling, Vertrieb, Preisfindung, Marketing und der Aufbau eines Geschäftsmodells. Die Teilnehmer vernetzen sich zudemmit Gleich- gesinnten und tauschen sich mit Ihrem individuellen Mentor und den Partnern der Gründergarage aus.
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