Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März/April'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

31 3+4 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGE IHRE IT AUF WOLKE 7! VORTEILE DER CLOUD: Neuhauserstr. 34 | 78532 Tuttlingen www.it-hoehmann.com • IN ECHTZEIT ZUSAMMEN ARBEITEN • GRÖSSERE ZUVERLÄSSIGKEIT • NIEDRIGERE GESCHÄFTSKOSTEN Mehr Güter auf die Schiene Terminal Horb und IHK intensivieren Zusammenarbeit D as Verkehrswachstum stellt auch Schwarzwald, Baar und Heuberg vor Herausforderungen. Der Verkehrsfluss auf Bundesstraßen nimmt ab, der Investitions- bedarf in Straßen, Schienen und Brücken nimmt zu. Nach Bundesplanungen soll der Güterverkehr allein auf Straßen bis 2051 um 54 Prozent zunehmen. Das würde Ortsnetze belasten, den Sanierungsbedarf aus kommu- nalen Haushalten erhöhen und das regionale Transportgewerbe limitieren. Die IIHK inten- siviert deshalb ihre Zusammenarbeit mit re- gionalen Verladeplätzen für Güter. Ein Fokus: die stärkere Zusammenarbeit mit dem Black Forest Terminal (BFT) in Horb am Neckar. In einem Arbeitsgespräch diskutierten Terminal und IHK nun Kooperationspotenziale. Lieferkette stärken „Die zunehmende Verflechtung der Weltwirt- schaft drückt sich eben auch im Austausch von Waren und Maschinen aus“, so Bernd Seemann, Vorsitzender des IHK-Außenwirt- schaftsausschusses. Dazu trage einerseits das Wachstum im Online-Handel bei, zum anderen würden durch internationale Sank- tionen auch Warenströme komplett neu defi- niert. Bernd Seemann: „Hier ist es gut, wenn Unternehmen über ein starkes Netzwerk aus Transportunternehmen und Verladern verfü- gen. Das reduziert das Risiko von Lieferaus- fällen und stärkt die Lieferkette.“ Im Gespräch betonte Richard Lagger, Ge- schäftsführer des Terminals, das Geschäfts- konzept: „Wir verbinden die Straße mit der Schiene. Das wird immer wichtiger, weil der Verkehr wächst und das Straßensystem an seine Kapazitätsgrenzen stößt.“ Mit Horb verfüge die Region über eine nahe Abstell- fläche von 28.000 Quadratmetern und einen Umschlagplatz für Güter zwischen Lkw und Schiene. Die Entwicklung des Terminals sehe außerdem Lagermöglichkeiten und Repara- turstätten vor. Damit seien verlässlich die An- bindungen an die nördlichen und südlichen Häfen gesichert. Als Beispiel nennt Lagger Bremerhaven, Hamburg, Triest oder Genua. An Kooperationen interessiert Den Trend skizzierte Philipp Hilsenbek, Ge- schäftsbereichsleiter Standortpolitik bei der IHK: „Perspektivisch werden wir mehr solcher Umschlagplätze benötigen. Gerade, wenn auch das Land Baden-Württemberg die Schienenachse Stuttgart-Zürich stärken möchte.“ Die Kammern entlang der Gäu- bahn operierten hier in einem Wirtschafts- bündnis mit Schweizer Verbänden auf ei- nen zeitnahen Ausbau. Auch im Sinne der Transportunternehmen. „Wer mehr Güter auf der Schiene will, wird mehr Terminals bauen müssen“, so Hilsenbek. Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sei an Koope- rationen interessiert. LC Laura Csulits Fachbereich Standortpolitik 07721 922-205 laura.csulits@vs.ihk.de Im Austausch zum Warenverkehr (v. l.): Bernd Seemann gemeinsam mit Richard Lagger und Philipp Hilsenbek Bild: Laura Csulits

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