Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März/April'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3+4 | 2024 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 17 Ausbildungsbilanz 2023 Vorjahr abgeschlossen 19 Offener Brief der Wirtschaft Appell an die Bundespolitik 20 IHK-Insights Fachkräfteeinwanderung 21 IHK bezieht Stellung Statements zu aktuellen Vorhaben der Politik 22 Automotive-Netzwerk Programm von AuToS SW-BW in der ersten Jahreshälfte 24 Lebensmitteltechnik Gastronomie, IHK und Kreis verstärken Zusammenrbeit 25 Kunststofftechnik Innovationsforum am 18. April 27 Einladung Vollversammlung am 6. März 28 IHK-Veranstaltungen März, April und Mai 30 Wirtschaftsjunioren Neuer Vorstand gewählt 31 Güterverkehr IHK intensiviert Zusammenarbeit mit Black Forest Terminal se, die die IHK neu ins Leben gerufen hat, gestartet. Die ersten Einsätze der Ausbil- dungsbotschafter haben ebenfalls bereits stattgefunden. Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende aus der Region, die ih- ren Beruf einer Schulklasse vorstellen. Die IHK schult die Botschafter und koordiniert die Termine mit den Schulen. Mit dem Pro- jekt „Kinder forschen“ ist die IHK schon bei den Kleinsten in der MINT-Förderung (Ma- thematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) aktiv. Der Fachkräftemangel ist für die regionale Wirtschaft die größte Herausforderung. Die IHK unterstützt mit dem Welcome Center, das gemeinsam mit der regionalen Wirt- schaftsförderung getragen wird, die Inte- gration internationaler Arbeitskräfte in den regionalen Arbeitsmarkt und berät Unterneh- men und Fachkräfte. Zudem setzt sich die IHK für ein vereinfachtes, entbürokratisiertes Zuwanderungsgesetz ein. Birgit Hakenjos: „Fehlende Fach- und Ar- beitskräfte werden bei zentralen gesell- schaftlichen Zukunftsprojekten zum ent- scheidenden Nadelöhr, zusätzlich zu den bestehenden Bürokratiebremsen. Vor diesem Hintergrund erfüllen mich die erstarkenden rechtspopulistischen Strömungen im Land mit Sorge.“ Ein Umfeld, das als wenig offen und tolerant wahrgenommen wird, schrecke ausländische Fachkräfte ab. Die Integrati- onsleistung in den Betrieben über einen Job oder Ausbildungsplatz leiste einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und schaffe eine Win-Win-Situation für Wirtschaft und Gesell- schaft. „Grundsätzlich sind Demokratie und Rechtsstaat die Basis für die Soziale Markt- wirtschaft und unseren Wohlstand. Konkret hindert die Ablehnung offener Märkte, sei es eine Politik gegen den EU-Binnenmarkt oder auch gegen Handelsabkommen, unse- re wirtschaftliche Entwicklung. Es ist daher wichtig, dass Politik Veränderungen erklärt, Reformen angeht und klare Antworten auf die aktuellen Herausforderungen gibt – und damit extremen Positionen den Wind aus den Segeln nehmen kann“, so die IHK-Präsiden- tin. MK Miriam Kammerer Fachbereich Berufliche Ausbildung 07721 922-512 kammerer@vs.ihk.de Offener Brief an die Bundespolitik Deutschland kann es besser ... ... Das ist kein Gefühl, dafür gibt es belastbare Zahlen: Die steigenden Bürokratiekosten, das stagnierende Wirtschafts- wachstum, der negative Saldo bei den Direktinvestitionen, Rückgänge bei den Beschäfti- gungs- und Innovationsabsich- ten. Die Statistiken zeichnen ein eindeutiges Bild: Der Wohlstand schwindet, Potenziale der Wirt- schaft bleiben ungenutzt. Ein neuer Kurs in der Wirtschafts- politik ist unabdingbar. Als IHK ziehen wir keine Grä- ben zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – wir bauen Brücken und bleiben im Gespräch. Wir setzen auf Einsicht, auf Mit- einander, auf Machen. Das geschieht alles aus der Überzeugung, dass eine gesunde Wirtschaft wichtig ist für eine stabile und lebenswerte Gesellschaft. Deshalb sprechen wir Missstände und Notwendigkeiten offen an und fordern ihr Beheben ein. So geht Po- litikberatung. Wir machen den politischen Entscheidungsträ- gern seit Monaten klar, dass die aktuelle Wirtschaftspolitik langfristig zu teuer, zu unaus- gewogen, zu unausgegoren ist. Sie ist nicht mehr tragbar. Und wie schwierig es ist, ein einmal abgewandertes Unternehmen und seine gezahlten Steuern wieder zurückzuholen. Deshalb bleiben wir über die IHK als Gesicht der regionalen Wirtschaft sichtbar. Teil davon ist die Kampagne „Deutsch- land kann es besser“ – print und online. Diese haben wir im Februar im Bundestag präsen- tiert. Ein wichtiger Schritt. Wir bleiben dran! Das sehen Sie in dem offenen Brief des IHK- Präsidiums auf der rechten Seite. Viele Grüße Ihre Birgit Hakenjos »Wir setzen auf Einsicht, auf Miteinander, auf Machen« Birgit Hakenjos
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