Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März/April'24 - Hochrhein-Bodensee

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Maschinenbau | Elektrotechnik | Kunststoffverarbeitung 49 Maschinen Systeme Werkzeuge WMS-engineering GmbH Jahnstraße 1 79771 Klettgau-Grießen info@wms-engineering.de Mehr erfahren  Unser Know-how macht Ihren Prozess sicher Von einfachen Handling-Anlagen bis hin zu komplexer Automa- tion – wir sind der richtige Part- ner für fast jede Anforderung. Mit der Erfahrung aus 30 Jahren Robotik beherrschen wir auch Ihren Prozess. werden können, die Erholung sei jedoch in der zweiten Jahreshälfte gekippt. „Im vierten Quartal ging die Produktion das zweite Quartal in Folge wieder zurück“, sagte Kroemer. Das Produktionsniveau habe rund 10 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau von 2018 gelegen. Ausufernde Pflichten Neben der Produktion seien auch der Umsatz sowie der Absatz in der Metallindustrie im vierten Quartal weiter rückläufig gewesen. Neben dem schwachen Inlandsgeschäft seien „vor allem die Erlöse außer- halb der Eurozone“ gesunken, war von Seiten des Verbands zu er- fahren. Beim Umsatz habe die Branche im vierten Quartal ein Minus von 2,2 Prozent und beim Absatz ein Minus von 2,5 Prozent verkraften müssen. Das Auftragsvolumen lag laut Gesamtmetall im vergangenen Jahr 5,1 Prozent unter demVorjahreswert. „Trotz der Verbuchung von Großaufträgen zum Jahresende setzte sich der Rückgang im vierten Quartal 2023 fort“, so der Chefvolkswirt. Die Nachfrage bewerteten die Unternehmen weiterhin „als schlecht“. Die Stimmung in der Me- tallindustrie war – Medienberichten zufolge – im Februar frostig. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) drückte es folgendermaßen aus: „Von Frühlingsgefühlen könne keine Rede sein.“ Die Natur zeigt ein anderes Gesicht als die Wirtschaftlage in Deutsch- land, die Stimmung in der Wirtschaft ist getrübt. Der WSM betrachtete die erste Jahreshälfte 2024 noch kritischer als das abgelaufene letzte Quartal des vergangenen Jahres. Von der Regierung forderte der Verband „mehr Einigkeit, mehr Verlässlichkeit und mehr grünes Licht“. Als positiv wurde die Haltung Deutschlands zum EU-Lie- ferkettengesetz bewertet. Insgesamt habe die Ampel aber viel Vertrau- en verspielt. Bereits im Sommer 2023 hatte der WSM Kritik an der Regie- rungspolitik geübt. „Unser Branchen brauchen unter anderem einen hürdenlosen, für alle Betriebe zugänglichen Industriestrompreis. Und ein Wachstumschancengesetz, das echte Steuerentlastungen bringt“, sagte der WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer im August vergangenen Jahres. Der Cocktail an Herausforderungen wirke toxisch. Die Politik wolle die Transformation „erzwingen und beschleunigen“. Sie fordere ausufernde Berichts- und Nachweispflichten. Dabei tue sie „nichts gegen weiterhin zu hohe Energiekosten“, kritisierte Vietmeyer. Wende gefordert „Politik sorgt für Sinkflug“ formulierte die Fachzeitschrift Maschinen- Markt Mitte vergangenen Jahres provokativ. Der deutsche Mittelstand befindet sich auf einer Talfahrt, hieß es und dabei wurde auch die schlechte Prognose des WSM zitiert. Die Politik fordere, unterstütze aber nicht, so die Kritik. Bei einer Umfrage des WSM bezeichneten le- diglich 27 Prozent der Befragten ihre Lage als „gut“. Ein Viertel fühlte sich „schlecht“, die andere Hälfte gab ein „befriedigend“. Optimis- tisch waren nur noch 7,8 Prozent. Fast die Hälfte der mittelständischen Unternehmen blickte besorgt in die Zukunft – und das hat sich bis jetzt nicht geändert. Einer aktuellen Umfrage des ifo-Instituts zufolge ge- hen 50 Prozent der Befragten von „noch trüberen Aussichten“ aus. 90 Prozent waren nicht optimistisch. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung fordert dringend von der Ampel, die mittelständi- schen Unternehmen nicht weiter auszubremsen. Das Jahr 2024 müsse „eine Wende in der Industriepolitik bringen“, so der WSM.

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