Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März/April'24 - Hochrhein-Bodensee

25 3+4 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Traditionelles Jahresgespräch Hochrhein diskutiert über Transfomation und Energie A uf Initiative der IHK Hochrhein-Bodensee ha- ben sich zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus Verwaltung und Wirtschaft zum traditionellen Hochrheintreffen bei der „badenova AG & Co. KG“ in Lörrach getroffen. Unter der Leitung von Thomas Conrady, Präsident der IHK, diskutierten unter ande- ren Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Landrätin Marion Dammann, die Oberbürgermeister der Städte Lörrach und Rheinfelden, die Bürgermeister aus Wehr und Grenzach-Wyhlen sowie die Vertreter der in den beiden Landkreisen Lörrach und Waldshut ansässigen Chemie- und Pharmaunternehmen. 2024 wird zu einer großen Herausforderung Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Informa- tions- und Gedankenaustausch über die aktuelle wirt- schaftliche Lage am Hochrhein und die Geschäfts- erwartungen der Unternehmer für das Jahr 2024. Aufgrund der anhaltenden multiplen Krisen wird dieses Jahr für die meisten Unternehmen wieder zu einer gro- ßen Herausforderung werden. Insbesondere die The- men Transformation der Energieversorgungsstruktur hin zu mehr erneuerbaren Energien und der Bürokra- tieabbau standen im Fokus des Treffens. Die Unterneh- men betonten die gute Zusammenarbeit und das offene Ohr der Verwaltung für die Belange der Wirtschaft, insbesondere im Bereich der Genehmigungsverfahren. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, wie wichtig der schnelle Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur am Hochrhein für den hiesigen Industriestandort ist. Hier wollen alle Akteure weiter zusammenarbeiten, um zu- kunftsrelevante Projekte in der Region realisieren zu können. Ebenso einheitlich war der Wunsch nach einer deutlichen Reduktion der Bürokratie, die sowohl Unter- nehmen als auch die Kommunen und Landratsämter in gleicher Weise betrifft. Aus dem Teilnehmerkreis konkret vorgebrachte Beispiele bezogen sich auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das Fachkräf- teeinwanderungsgesetz oder die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren. Wettbewerbsfähigkeit sichern „Wichtig ist, die Wettbewerbsfähigkeit des Industrie- standortes für die Zukunft zu sichern. Die Versorgung mit erneuerbaren Energien zu bezahlbaren Preisen so- wie eine gut funktionierende Bürokratie sind hierfür eine grundlegende Voraussetzung“, so Thomas Con- rady abschließend. „Ziele müssen die systematische Vermeidung von Bürokratie, ein darüberhinausgehen- der spürbarer Bürokratieabbau und somit schnellere Genehmigungsverfahren sein.“ Ein letztes Mal dabei war Regierungspräsidentin Bär- bel Schäfer, die keines der jährlich stattfindenden Treffen in den vergangenen zwölf Jahren verpasst hat- te. Ihr wurde vonseiten der Unternehmen für ihren Einsatz und ihr nachhaltiges Wirken für die Wirtschaft gedankt. ag Die Transformation der Energieversorgungsstruktur hin zu mehr erneuerbaren Energien und der Bürokratieabbau standen im Fokus des traditionellen Hochrhein- treffens zwischen Verwaltung und Wirtschaft. Ein letztes Mal dabei war Regierungs- präsidentin Bärbel Schäfer, die im April in den Ruhestand verabschiedet wird. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (7.v.r.), IHK-Präsident Thomas Conrady (5.v.r.) sowie Gastgeber Heinz-Werner Hölscher (7.v.l.) mit den Teilnehmern des diesjährigen Hochrheintreffens

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