Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März/April'24 - Hochrhein-Bodensee
IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3+4 | 2024 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee 17 Konjunkturbericht Lage bleibt angespannt 20 Wachstumschancengesetz Neuer Fahrplan für das Gesetz 21 Cyberfestspiele Vielfalt der Digitalisierung erleben 22 IHK-Wahl 2024 Interview mit Vollversammlungs- mitglied Karin Schweden 24 IHK intern Eckhart Fink ist neuer Handelsreferent 24 Podiumsdiskussion Jens Spahn (CDU) bei „Fraktion vor Ort“ 25 Hochrheintreffen Diskussion über Transformation und Energieversorgung 26 Klimaserie Elektrizitätswerke Schönau 27 Workshop Papierlos arbeiten 28 Digitalisierung Umsetzbarkeit und Nutzen 29 Praxisseminar Risikobeurteilung und CE-Kennzeichnung 30 Termine Wirtschaftsrecht 32 Lehrgänge und Seminare INHALT zent). Die Ertragslage bezeichnen aktuell 28 Prozent der Betriebe als gut – damit zeichnet sich auch hier ein leichter Anstieg gegenüber der Herbstbefragung ab. Bei den Umsätzen zeigt sich dagegen ein uneinheitli- ches Bild. Hier berichten aktuell 42 Prozent der Produk- tionsbetriebe von im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunkenen Zahlen, während ebenfalls 42 Prozent von gestiegenen Umsätzen berichten. Zurückhaltung im regionalen Handel Verhaltender als noch im vergangenen Jahr fällt die Einschätzung der aktuellen Lage im regionalen Handel aus. So sind es nur noch 17 Prozent der Befragten, die ihre Lage aktuell als gut beurteilen. Der überwiegende Teil (68 Prozent) ist zwar zufrieden, allerdings berichten mehr als die Hälfte der Händler von gegenüber dem Vorjahresquartal gesunkenen Umsätzen. Noch nega- tiver sieht es beim Konsumverhalten der Kunden aus. Hier berichten 70 Prozent der Händler von zurückhal- tendem Konsum. Dienstleistungsbereich robust Waren es vor einem Jahr 18 Prozent der Dienstleister, die von einer schlechten Lage sprachen, so sind dies in der aktuellen Umfrage 12 Prozent. Allerdings hat sich auch der Anteil derer, die von einer guten Lage be- richten, im selben Zeitraum von 55 auf 47 Prozent ver- ringert. Alles in allem sprechen die Unternehmen der Dienstleistungsbranche aktuell damit mehrheitlich von einer guten Geschäftslage. Beim Umsatz verzeichnen 23 Prozent eine Zunahme, 13 Prozent einen Rückgang gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal. Zurückhal- tung zeigt sich zu Jahresbeginn auf der Nachfrageseite. 13 Prozent der Dienstleister verzeichnen derzeit eine steigende Tendenz, 30 Prozent eine fallende Tendenz im Auftragsvolumen; der Anteil derer mit einem gleich- bleibenden Volumen beträgt rund 57 Prozent. Erwartungen für die kommenden Monate Die Geschäftserwartungen in der Region Hochrhein- Bodensee unterscheiden sich in Industrie, Handel und Dienstleistung zu Jahresbeginn deutlich. Im Pro- duktionsbereich sind die Erwartungen etwas besser als noch im Herbst. So geht jeder zweite Betrieb von gleichbleibenden Geschäften in den nächsten zwölf Monaten aus, 20 Prozent von einer Steigerung, immer noch ein Viertel des produzierenden Gewerbes aber sieht eine Verschlechterung voraus. Deutlich positiver als in der letzten Umfrage werden dabei die Exporter- wartungen eingestuft. Hier erhöht sich der Anteil der Unternehmen, die mit steigenden Exporten rechnen, von 17 auf 30 Prozent, während die Zahl derer, die mit sinkenden Auslandsgeschäften planen, von 44 Prozent auf 21 Prozent zurückgeht. Im Handel prognostizieren mit 44 Prozent deutlich mehr Unternehmen als noch im Herbst schlechtere Die Geschäftserwartungen unterscheiden sich nach Branchen deutlich
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