Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Ergebnisse des DIHK-Reports Unternehmensnachfolge 2023 Schwere Geburt Noch nie war es für Unternehmer so schwierig, geeignete Interessen- ten zu finden, die in ihre Fußstapfen treten möchten. Dies ist ein Kerner- gebnis des jüngsten DIHK-Reports Unternehmensnachfolge, der Mitte Dezember vorgestellt wurde. 25 Prozent der beratenen Nachfolgeunternehmen erwägen die Schließung So viel Prozent der IHK-Experten sehen dafür die nachfolgenden Gründe Firma fühlt sich immer mehr ausgebremst durch komplizierte Regelungen, Formulare etc. 27% Akzeptanz von „Unternehmertum“ in der Gesellschaft ist zu gering 7% Sonstiges 6% Unternehmer findet keinen Nachfolger 94% Betrieb findet nicht mehr genügend qualifizierte Fachkräfte 61% Unsicherheit über die geschäftliche Zukunft ist in den letzten Monaten zu stark gewachsen 44% Man kann die gestiegenen Kosten (Energie-/Arbeitskosten, Kosten für Material/Vorleistungen ...) nicht adäquat weitergeben und würde dauerhaft Verluste machen 37% 25% CLOSED Unternehmer könnte keine auskömmliche Altersvorsorge erwirtschaften 14% Drei Viertel der Ratsuchenden wollen ihr Unternehmen aus Altersgründen abgeben. Elf Prozent möchten aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht mehr weitermachen, zehn Prozent nennen persönli- che Gründe. Quelle: DIHK Quelle aller Grafiken des Beitrags: DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2023. Ergebnis aus bundesweit 24.000 Beratungskontakten der IHKs zu Unternehmern und potenziellen Nachfolgern. 3,4 Senior-Chefs kamen 2022 in den bundesweiten IHK-Beratungen auf einen Nachfolgeinteressenten. In Baden-Württemberg lag das Verhältnis sogar bei 5:1. Quelle: DIHK Bild (ganz oben): Adobe Stock/fotoslaz. Grafiken: Freiburger Druck R und 40 Prozent der Firmeneigner und der möglichen Nachfolger haben, wenn sie in die IHK-Beratung kommen, bei ihrer Suche noch nicht das Passende gefunden. Und allein in Baden-Würt- temberg stehen bis 2026 rund 27.300 Unterneh- men zur Übergabe an, rechnet der KfW-Monitor vor. Grund genug also, sich zeitig und mit einigem Vorlauf umzutun. Die DIHK-Erhebung fußt auf den über 24.000 persönlichen Kontakten, die IHK-Berater im Jahr 2022 bundesweit mit übergabeinteressierten Un- ternehmern und nachfolgewilligen Kandidaten hatten. Zudem wurden im Frühjahr 2023 auch die IHK-Experten selbst um Einschätzungen gebeten. 44 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2024
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