Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
42 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2024 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die Schiltacher Syngroh Capital GmbH hat eine Mehrheitsbeteiligung von der Unternehmerfamilie Jehle an der Carl Benzinger GmbH mit Sitz in Pforzheim erworben. Benzinger ist ein führender Hersteller von hochpräzisen Dreh- und Fräsmaschinen für eine Viel- zahl von Industrien, darunter die Uh- ren- und Schmuckindustrie. Familie Jeh- le behält eine signifikante Minderheit an Benzinger und wird das Unterneh- men auch weiterhin operativ führen. Syngroh Capital bündelt die von der Familie Klaus Grohe erworbenen un- ternehmerischen Direktbeteiligungen. MyCabin UG , eine Buchungsplatt- form aus Konstanz, fusioniert mit der Schweizer Nomady AG . MyCabin hat seit 2020 das Ziel, naturnahes Campen auf legalen Plätzen im Schwarzwald und besondere Übernachtungsmöglich- keiten bei privaten Gastgebern, Land- wirten und Gemeinden in Deutschland und Österreich online buchbar zu ma- chen. Die 2019 gegründete Schweizer Campingplattform Nomady verfolgt den gleichen Ansatz in der Schweiz und in Italien. Laut Pressemitteilung haben die beiden Start-ups im Aus- tausch festgestellt, dass sich ihr Ange- bot ergänzt. Mit der Fusion sollen nun die Kräfte gebündelt werden. Der Name MyCabin verschwindet. Die 2023 von MyCabin begonnene Partnerschaft mit der Schwarzwald Tourismus GmbH wird fortgesetzt. Die Thurgauische Stiftung für Wis- senschaft und Forschung gründet zusammen mit der Universität Kon- stanz und der Hochschule Konstanz Technik,Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) dasThurgauer Institut für Digi- tale Transformation. Dieses soll im ge- planten Digital & Innovation Campus im Schweizer Kreuzlingen angesiedelt werden. Getragen wird das Institut von der Thurgauischen Stiftung fürWissen- schaft und Forschung. „Das Thurgauer Institut für DigitaleTransformation wird eines der weitreichendstenThemen un- serer Zeit erforschen: der Mensch in der Datengesellschaft“, so Katharina Hol- zinger, Rektorin der Uni Konstanz. Apartments statt Hotel Neuer Glanz für den „Adler“ SASBACHWALDEN. Fast wäre der „Ad- ler“ in Sasbachwalden abgerissen worden. Aber nur fast, denn aus dem schwer in die Jahre gekommenen Traditionsgasthaus in prominenter Ortslage ist innerhalb von zwei Jahren ein Apartmenthaus geworden. Archi- tekt und Investor Jürgen Grossmann von der Neurieder Grossmann Group hat aus engen Hotelzimmern geräumige Ferienwohnungen mit eigener Küche und gehobener Aus- stattung geschaffen. Auf insgesamt 1.200 Quadratmetern bieten 24 Apartments mit jeweils 50 bis 100 Quadratmetern zusam- men Raum für 100 Gäste. Highlight sind die beiden Maisonette-Wohnungen, eine davon mit Dachterrasse. Im Erdgeschoss sind auch tierische Übernachtungsgäste willkommen. Zielgruppe sind unter anderem Menschen, die über AirBnB und andere Plattformen ih- ren Urlaub buchen – von Wanderern über Mountainbiker bis hin zu ganzen Hochzeits- gesellschaften. Vermietet wird an Urlauber, aber auch für privates Wohnen oder Mitarbei- terwohnungen sind die Apartments geeignet. Betreiber des neuen „Adler“ sind Melanie Vetter und Armin Bengel aus Herbolzheim. Die beiden sind sogenannte Superhosts bei AirBnB und warten mit 300 Bewertungen auf. „Seit der Coronazeit sind Apartments für viele Urlauber eine attraktive Alternative zum Hotel“, sagen die Gastgeber, zumal die Adler-Apartments mit klassischen Ferien- wohnungen oder Monteurs-Zimmern so viel zu tun hätten wie ein Uber mit einer Kutsche. So gibt es etwa einen 24-Stunden-Check-In, man kümmert sich um die Reinigung und in Kooperation mit der Gastronomie im Erdge- schoss gibt es auch Frühstück. Apropos Res- taurant: Das „Suko Thai“ bietet thailändische und deutsche Küche. ds Franz Morat Group zieht Bilanz EISENBACH. Die Franz Morat Group hat im vergangenen Geschäftsjahr ihr Ergebnis erneut gesteigert: Mit rund 114 Millionen Euro liegt der Umsatz etwa acht Prozent über dem Vor- jahresniveau. Laut Geschäftsführer Gökhan Balkis sei dies in Anbetracht der geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein erfreuliches Ergebnis, wenngleich der Umsatz knapp fünf Prozent unter dem Planwert liege. „Durch den Rückgang der Nachfrage in eini- gen Märkten spüren auch wir eine Lücke bei den Auftragseingängen“, berichtet Balkis. Zwar sehe sich der Eisenbacher Hersteller von Zahn- rädern und Antriebstechnik mit zukunftswei- senden neuen Projekten in den unterschied- lichsten Branchen und Geschäftsbereichen gut für die nächsten Monate und Jahre gerüstet. „Dennoch werden wir die Auftragseingänge und die wirtschaftliche Entwicklung genau be- obachten und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Krisensituation zu vermei- den“, so Balkis weiter. Zum Jahreswechsel trat eine Neustrukturie- rung innerhalb der Unternehmensgruppe in Kraft: Durch die Integration des Industriege- schäfts von F. Morat erweitert Framo Morat ihre Kompetenzen um die Kunststoff-Spritz- gießtechnik. So soll den Kunden ein breiteres Produkt-, Technologie- und Entwicklungs- spektrum angeboten werden können, das die Vorteile der beiden Werkstoffgruppen Metall und Kunststoff kombiniert. Zu den industriellen Zielbranchen von Framo Morat zählen neben dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau die Reha- und Medizingerätetechnik, die In- tralogistik, Automatisierung und Robotik sowie die Energie- oder Landwirtschaftstechnik. F. Morat wird sich im Bereich der Entwicklung und Fertigung von Präzisionskomponenten und Systemen aus technischen Kunststoffen auf die Automobilbranche konzentrieren. Morat hat die Belegschaft im vergangenen Jahr verstärkt, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Insgesamt beschäftigt die Gruppe mit Tochterfirmen in den USA, Polen, Mexiko und der Türkei rund 700 Personen, davon 560 am Stammsitz in Eisenbach. ds
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