Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2024 UNTERNEHMEN 25 Jahre Endress+Hauser Digital Solutions Wechselvolle Geschichte FREIBURG. Endress+Hauser Digital Solutions, interner Dienstleister im Konzern des Schweizer Messgeräte-Anbieters, feiert ein Viertel- jahrhundert abwechslungsreiche und erfolgreiche Firmengeschichte. Gegründet wurde das Unternehmen als „Systemplan GmbH“ mit Sitz in Durmersheim Ende 1998/Anfang 1999. Standen zunächst Planungs- dienstleistungen und Bauüberwachungen für die Verkehrswirtschaft sowie Energiekomplettsysteme für die Industrie im Fokus, rückten 2015 mit der Integration in die Endress+Hauser-Gruppe Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz im industriellen Kontext in den Mittel- punkt. 2019 wurde das operative Geschäft an die Firma Kaeser Kom- pressoren weiterveräußert. Zurück blieb die GmbH ohne operatives Geschäft im Konzernverbund der Endress+Hauser-Gruppe. Die bislang letzte größere Häutung erlebte die nun in „Endress+Hauser Digital Solutions (Deutschland) GmbH“ umbenannte Firma mit der Ver- legung des Sitzes nach Freiburg 2021. Hans-Jürgen Huber ist seither Geschäftsführer der Gesellschaft. Ihr Kerngeschäft liegt heute in der Entwicklung von Softwarelösungen für Industrie 4.0-Anwendungen sowie in Forschung & Entwicklung für Sensortechnologien und opti- sche Verfahren, wie etwa Raman-Spektroskopie. Die Bedeutung der Digitalsparte für den Gesamtkonzern belegt das Umsatzwachstum von 2,4 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 6,1 Millionen Euro im Jahr 2023 (vorläufig). Auch der Personalstamm ist gewach- sen, von 19 Mitarbeitern im Jahr 2019 auf heute 38 Mitarbeiter, die alle am Freiburger Innovationszentrum beschäftigt sind. Die offizielle Eröffnung dieses Standorts im Juli 2023 bildete zugleich den Rahmen für die Geburtstagsfeier – und den Auftakt für ein weiteres Wachstum. Die Tätigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung sollen künftig 50 Mitarbeiter stemmen. So soll langfristig das Unternehmen nicht nur als kompetenter Partner für die Schwesterfirmen in der E+H-Gruppe wahrgenommen wird, sondern darüber hinaus als führender Anbieter von Industrie 4.0-Lösungen in der Prozessindustrie. bb IVS Zeit + Sicherheit GmbH mit Umsatzrekord Dritter Erweiterungsbau schafft Platz für Wachstum TROSSINGEN. Die IVS Zeit + Sicherheit GmbH mit Sitz in Tros- singen und Standorten in Lahr, Kempten und im Schweizer Wal- lisellen blickt auf ein sehr erfolg- reiches Jahr 2023 zurück. Das Un- ternehmen ist im Vertrieb sowie in Beratung, Installation, Service und Schulung für „ZEUS“-Produkte, eine modular aufgebaute und zen- trale Systemlösung für Zeiterfas- sung und Zutrittskontrolle, tätig. Wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren erzielte IVS auch im Jahr 2023 einen Umsatzzu- wachs von fünf Prozent. Gleichzei- tig konnte die Zahl der Neukunden um über 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, wie die Geschäftsführung der IVS Zeit + Sicherheit mitteilte. 2023 bezog das Unternehmen, das in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, mittlerweile den dritten Erweiterungsbau in der Firmenzentrale in Trossingen. Damit wurde Platz für weiteres Wachstum und über 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Wir freuen uns bereits heute auf das Geschäftsjahr 2024, das ebenfalls mit einem Rekordauftragsübertrag aus dem vergangenen Geschäftsjahr 2023 gestartet wird“, sagte Alexander Götz aus der Geschäftsführung. uh Die IVS-Geschäftsführer Alexander Götz und Johann Müller (v.l.) Die Gestalterbank und Volksbank Rhein-Wehra Künftig gemeinsame Sache OFFENBURG/BAD SÄCKINGEN. Die Volksbank Rhein-Wehra und die Volksbank eG – Die Gestalterbank haben sich darauf verständigt, ihre Aktivitäten zu vereinigen. Dadurch entsteht ein Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von mehr als zwölf Milliarden Euro, das insgesamt 1.200 Mitarbeiter beschäftigen wird. Die beiden Banken haben den Zusammenschluss grundsätzlich schon 2021 in die Wege geleitet. Die Folgen von Pandemie, Inflation und Ukrainekrieg bewirkten aber, dass beide Häuser erst diese einschneidenden Entwicklungen intern be- wältigen mussten. „Ein Zusammenschluss im Jahr 2022 hätte unsere Häuser überfordert“, erklärt Alexander Müller, Vorstandsvorsitzender der Gestalterbank. „Darum haben wir sozusagen die Pause-Taste gedrückt und unser gemeinsames Vorhaben vertagt“, ergänzt Werner Thomann, Vorstandschef der Volksbank Rhein-Wehra. Dem Zusam- menschluss müssen die Vertreter der Mitglieder beider Banken noch zustimmen. Die Hauptversammlungen sind für Mai geplant. uh Talk mit Nina Hartmann Sinnplauderei über und für Unternehmer FREIBURG. „Voneinander lernen. Miteinander wach- sen.“ – So hat Nina Hartmann ihren neuen Kanal für Unternehmerinnen und Unternehmer „Sinnplauderei“ überschrieben. Und genau das möchte die Rechts- anwältin, Unternehmerin (Südvers und Nepomuk), Präsidentin der Vereinigung badischer Unternehmen + Verbände (VBU) und Landesverbandsvorsitzende Baden des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) dort realisieren: eine Plattform bieten für alle, die sich für Themen rund um Unternehmertum interessieren, die Anregungen suchen oder Lösungen für berufliche Probleme. Von Fehlerkultur über Social-Media-Marketing bis zu Mitarbeiterführung und Arbeitskräftemangel. In einem Blog (www.sinnplauderei.de ), via Podcast (sinnplauderei.podigee.io ) und auf Youtube (www.youtube. com/@sinnplauderei) machen sich Nina Hartmann und Gastautoren Gedanken zu den „echten Themen“, wie sie es nennt, aus dem Leben von Unternehmern. Das sind mal kleine Tipps zum „Wie packe ich schlau für eine Geschäftsreise“, aber auch gewichtige Themen wie „Wie baue ich mir eine Personal Brand auf“. uh

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