Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

17 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 2 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten I HK-Präsidentin Birgit Hakenjos bewertet die Ei- nigung wie folgt: „Die Richtlinie ist ein Schlag ins Gesicht des Industriestandortes Schwarzwald- Baar-Heuberg. Sie ist schlicht und ergreifend nicht umsetzbar. Bereits Unternehmen mit 500 Beschäftig- ten werden mit zusätzlichen Pflichten überhäuft, viele Geschäftsmodelle mit Bürokratie erdrosselt. Bereits im Zuge des deutschen Gesetzes ziehen sich Unterneh- men aus kritischen Märkten zurück. Das schadet der Versorgungssicherheit, den Menschen vor Ort und dem internationalen Handel. Viele Unternehmen engagieren sich schon heute über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Aus der Unternehmensperspektive sind die vorgeschlagenen Regelungen weder praxistauglich noch verhältnismäßig. Vielmehr sind sie ein weiterer Sargnagel für den Wirtschaftsstandort.“ Auch Bernd Seemann, dem Vorsitzenden des IHK-Au- ßenwirtschaftsausschusses, bereiten die Pläne Sorgen: „Die nun mögliche zivilrechtliche Haftung deutscher Unternehmen und die wahrscheinliche Weiterreichung Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich auf eine verschärfte Version der EU-Lieferkettenrichtlinie geeinigt. Der formelle Beschluss der EU-Institutionen steht noch aus, gilt aber als gesichert. EU-Lieferkettenrichtlinie » Schlag ins Gesicht des Industriestandortes « Bild: Adobe Stock/Yellow Boat Die Verschärfung des Lieferkettengesetzes schadet der Versorgungssicherheit und dem internationalen Handel.

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