Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'24 - Hochrhein-Bodensee
30 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2024 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee Workshop Wertschätzende Kommunikation für den Zusammenhalt D rei Punkte sind es, die bei Mitarbeiterumfragen zum Thema interne Kommunikation oft ans Licht kommen: Entweder wird zu wenig, zu spät oder nicht angemessen kommuniziert. Dabei ist der interne Austausch von großer Bedeutung für das Wohlergehen und das Miteinander in einem Unternehmen. Sagt Kommunikationstrai- ner und Dozent Jürgen Nüßle. Seit vielen Jahren arbeitet er in Unter- nehmen, für Weiterbildungsinstitutionen wie die IHK und als Coach. Am Donnerstag, 29. Februar , geht es von 9 bis 17 Uhr in Konstanz unter der Überschrift „Das WIR gewinnt“ um „Kommunikation und Konfliktmanagement im Alltag“. Der eintägige Workshop richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Abteilungs- und Teamleiter. Kommunikation ist nicht nur ein wichtiges Thema innerhalb eines Unternehmens oder ein Nice-to-have; für Jürgen Nüßle ist sie ein Grundpfeiler. Denn Worte und Gesagtes wirken: Sie können Men- schen mitnehmen oder vergraulen, positive Impulse setzen oder Zweifel schüren. Kommunikation zu verstehen, sie richtig einsetzen können, sie aus Sicht des Unternehmens zu nutzen – darum geht es dem Dozenten in „Das Wir gewinnt“. Ohne geordnete Kommunikati- on seien Konflikte programmiert, blieben Projekte auf der Strecke und entstünden höhere Arbeitsaufwände. „Dies kostet Zeit, Energie und letztendlich Geld.“ „Die größten Hemmschwellen für eine gute Kommunikation sind nicht Zeitmangel und Stress. Die werden zwar gern genannt, aber meines Erachtens ist es eher die Angst, durch Transparenz zu ir- ritieren“, bringt es Nüßle auf den Punkt. Gerade in schwierigen Zeiten, wenn es nicht nur Erfolgsmeldungen gibt, brauche es Mut, diese an- und auszusprechen. „Als Führungskraft, als Chefin oder Chef will man beliebt sein. Wer da offen ist, macht sich – zumin- dest gefühlt – angreifbar.“ Doch auf lange Sicht fahre man mit der Wahrheit und einem transparenten Umgang besser: „Wer eine Lage beschönigt oder sie verschweigt, wird irgendwann von der Realität eingeholt.“ Gerade durch eine ehrliche Ansprache sei es möglich, den Zusammenhalt zu thematisieren und gemeinsame, erreichbare Ziele zu definieren. „Das lässt sich lernen.“ In „Das WIR gewinnt“ stellt Jürgen Nüßle die wesentlichen Grundla- gen der internen Kommunikation vor. Dabei geht es auch um non- verbale Signale und um eine Feedback-Kultur. „Ein Unternehmen, das keine Resonanz von seinen Mitarbeitenden erhält, kann sich nur schwer entwickeln. Im Mittelpunkt des Workshops steht dann die Frage, wie dieses Feedback organisiert werden kann.“ Auch die Art der Ansprache wird thematisiert: „Kommunikation gelingt nur, wenn ich in den Schuhen meines Gegenübers stecke“, sagt der Dozent. Die Sprache müsse der Zielgruppe angepasst sein, um sie zu erreichen. „Es sollte nicht darum gehen, sich durch die Nutzung von Fach- und Fremdwörtern herauszustellen. Es sollte vielmehr Ziel sein, das eigene Team, eine Abteilung oder die Belegschaft kommunikativ mitzunehmen.“ Das gelte auch für Lob und Kritik: „Nix gesagt, ist genug g’lobt“ – dieses Denken sei schon lange nicht mehr zeitgemäß. Welche Alternativen es dazu gibt, und wie sich diese praktisch anwenden lassen, das und mehr will Jürgen Nüßle in seinem Workshop in Kons- tanz Ende Februar vermitteln. In Schopfheim steht die Veranstaltung auch auf dem Plan, dort aber erst Mitte Oktober. mrk Infos und Anmeldung: Julia Schmidt 07662 3907-267 julia.schmidt@konstanz.ihk.de IHK intern Victoria Arens unterstützt Innenstädte der Region S eit Anfang Dezember hat die Innenstadtberatung der IHK Hochrhein-Bodensee ein neues Gesicht. Victoria Arens hat die Aufgaben der Projektstelle Innenstadtbera- tung übernommen. Das gleichnamige Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Touristik Baden-Württemberg hat das Ziel, kleine und mittlere Städte dabei zu unterstützen, ihre Innenstädte zu beleben und zukunftsfähig zu machen. Dies ist besonders im Hinblick auf den Einzelhandel wichtig, der vor großen Herausforderungen durch den Internethandel steht. Ihre Vorgehensweise hat Victoria Arens bereits geplant. In einem ersten Schritt will die 25-Jährige den Ist-Zustand der Projektstädte in der Region Hoch- rhein-Bodensee festhalten und analysieren, zum Beispiel durch Passanten- und Händlerbefragungen. Mit den heimischen Akteuren wird dann ein Konzept aufgestellt, das konkrete Ziele mit kurz- und langfristigen Maßnahmen enthält. So soll der beste- hende Einzelhandel unterstützt und die Innenstädte revitalisiert werden. Im Vorfeld wendet sich die Beraterin an die jewei- ligen Bürgermeister und Handels- und Gewerbevereine, um in der Zusammenarbeit mit diesen das Projekt durchzuführen. Victoria Arens, gebürtig aus Dettelbach in der Nähe von Würzburg, hat ein Masterstudium der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz abgeschlossen. Für ihre neue Aufgabe kann sie zudem auf die Erfahrun- gen aller IHK-Innenstadtberater aus ganz Baden- Württemberg zurückgreifen. jb Victoria Arens, Innenstadtberaterin Geschäftsfeld „Unternehmen fördern“ 07531 2860-30 victoria.arens@konstanz.ihk.de
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