Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'24 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

21 1 | 2024 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Bild: Matthias Schanz Ausbau für Standort und Betriebe notwendig IHK-Präsidium bekräftigt Notwendigkeit des Lückenschlusses D as Verkehrsaufkommen steigt. Bis 2051 soll der Personenver- kehr bundesweit um 13 Prozent wachsen, der Güterverkehr auf Straßen um 54 Prozent zunehmen. Diese Aussicht formulierte das Bundesverkehrsministerium in seiner diesjährigen Verkehrsprognose vom Frühjahr. Die Konsequenzen für die Region skizzierte das IHK- Präsidium in seiner jüngsten Sitzung. Darin bekräftigte das Gremium explizit die Notwendigkeit zum Bau des Lückenschlusses zwischen den Bundesstraßen B523 und B33. Außerdem begrüßte es die positi- ve Haltung der Abgeordneten, welche fraktionsübergreifend zum Bau des Lückenschlusses in den vergangenen Monaten wahrnehmbar war. Das Verkehrsaufkommen wächst „Der Güterverkehr nimmt überregional zu. Davor kann sich auch unsere Region nicht verbergen“, bilanzierte IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos. Die zunehmende Verflechtung Europas drücke sich eben auch im Austausch von Waren, Maschinen und Produkten aus. Dazu trage beispielhaft das Wachstum bei online bestellter Ware bei. „Dieser Transport wird primär über die Straße abgewickelt. Eben auch, weil die Schiene nicht wettbewerbsfähig ist, zu wenig Gleisanschlüsse bietet und im ländlichen Raum ausgedünnt wurde.“ Gleichzeitig kalkulierten viele Kommunen mit einem Bevölkerungs- wachstum. „Wenn in Villingen-Schwenningen bis 2030 ein Plus von 7.000 Bürgern angenommen wird, werden diese Menschen mobil sein wollen“, so Hakenjos. Gerade im ländlichen Raum werde sich dieses Mobilitätsbedürfnis auch in mehr privaten Fahrzeu- gen widerspiegeln. „Das Verkehrsaufkommen wächst von außen und drückt von innen. Die Konse- quenz ist zwangsläufig der Ausbau von Straßen. Deshalb macht der Lü- ckenschluss Sinn, deshalb stiftet er Nutzen“, betont die IHK-Präsidentin. Das Präsidium der IHK bekräftigte unisono den Beschluss der IHK-Voll- versammlung vom Dezember 2022 pro Lückenschluss. Dieses Votum der regionalen Unternehmerschaft lenke das Augenmerk auf den weiteren politischen Prozess. Birgit Hakenjos: „Die Unternehmen von Schwarzwald, Baar und Heuberg erwarten ein konsequentes Planen und konstruktives Unterstützen aller politischen Akteure zum Bau der Straße.“ Hi/MS Philipp Hilsenbek | Fachbereich Standortpolitik 07721 922-126 hilsenbek@vs.ihk.de »Der Güterverkehr nimmt überregional zu. Davor kann sich auch unsere Region nicht verbergen« Das IHK-Präsidium bekräftigte die Notwendigkeit zum Bau des Lückenschlusses. Von links: Vizepräsident Thomas Butsch, Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll, Vizepräsident Steffen Würth, Präsidentin Birgit Hakenjos, Vizepräsident Michael Steiger, Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Vizepräsident Harald Marquardt und Vizepräsidentin Carolin Deberling

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