Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Südlicher Oberrhein

42 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 12 | 2023 UNTERNEHMEN Umbau, Neubau und Transformation Wagner System denkt neu LAHR. Ellen und Ulrich Wagner, die Geschäftsführer der Wagner System GmbH, haben große Pläne verwirklicht: In einem Zeitraum von nur 18 Monaten wurde das bestehende Logistikzentrum in Lahr mit rund 3.900 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche bei laufendem Betrieb komplett umgebaut. Zeitgleich entstand direkt daneben auf über 2.000 Quadratmetern ein klimafreundliches, energieeffizientes und ressourcenschonendes neues Unterneh- mensgebäude. Zudem ließen die Geschwister sämtliche Unternehmensbereiche nach den Methoden zeitgemäßen Lean Managements neu struktu- rieren, verschlanken und optimieren. Die in Japan entwickelte Metho- dik bedeutet „Werte ohne Verschwendung schaffen“. Dabei werden alle wertschöpfenden Aktivitäten bestmöglich koordiniert und alles Überflüssige, also Verschwendung von Zeit, Geld und Ressourcen, konsequent vermieden – bei gleichzeitigem Streben nach bestmög- licher Qualität. Bei der Umsetzung helfen, so teilt das Unternehmen mit, Wagner die eigenen 5S-Regeln, an die sich die rund 200 Mitar- beiter halten müssen. Sie lauten: 1. Sortieren – alles Überflüssige wird aussortiert; 2. Systematisieren – alles bekommt seinen festen Platz; 3. Säubern – alles muss sauber sein; 4. Standardisieren – Ord- nung, Übersicht und Sauberkeit sind Standards; und zu guter Letzt 5. Selbstdisziplin in der Umsetzung der 5S-Regeln. ds Bild: Andreas Schwarz Druckhaus Kaufmann GmbH Mit Branchenpreis geehrt LAHR. „Magazindrucker des Jahres“ – So kann sich das Druck- haus Kaufmann nun erneut nennen. Mitte Oktober hat das Lahrer Familienunternehmen, in dem auch seit Jahren die „Wirtschaft im Südwesten“ gedruckt wird, den „Druck&Medien Award 2023“ in der Kategorie „Magazindruck“ gewonnen. Es ist bereits die dritte Auszeichnung bei den Branchenawards, 2015 war man Katalogdru- cker des Jahres geworden, 2017 Zeitschriftendrucker des Jahres. Geschäftsführer Markus Kaufmann dankte in seiner Laudatio vor al- lem „dem gesamten ‚DruckhausKaufmann‘-Team für seinen Einsatz, der diese Auszeichnung erst möglich gemacht.“ Der „Druck&Medien Award“ ist einer der ältesten Preise der deutschen Druckbranche und wird jährlich in mittlerweile 25 Kategorien verliehen. uh Geschäftsführer Markus Kaufmann (2.v.r.) und Karl-Heinz Becker (Mitglied der Geschäftsleitung, r.) nahmen den Preis bei einer großen Gala in Berlin in Empfang. Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller zieht Bilanz VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Sie ver- treten mit Hingabe ein Stück Tradition – den mit dem „geschützte geografische Angabe (g.g.A.)“-Siegel versehenen Schwarzwälder Schinken – und doch fällt es den beteiligten Unternehmen immer schwerer, dies aus- kömmlich zu tun. So lässt sich die Bilanz des Schutzverbandes der Schwarzwälder Schin- kenhersteller für das vergangene Jahr knapp zusammenfassen. Die hohen Energiekosten, Fachkräftemangel und explodierte Rohstoffpreise (+ 100 Pro- zent) belasten die Produzenten ebenso wie branchenspezifisch höhere Personalkosten durch die Auflagen des GSA, dem Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft. Zudem schlagen die Preis- steigerungen beim Materialeinsatz überpro- portional aufs Endprodukt durch, da der tradi- tionell gefertigte Schinken bei der Trocknung rund ein Drittel seines Gewichtes verliert. Besser geschlagen als andere Trotz allem hätten die heimischen Schinken- hersteller es geschafft, „sich vom rückläufi- gen Marktgeschehen abzuheben“, erklärte Guido Meurer, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes, bei der Vorstellung der Zahlen. Während der Konsum von Schwei- nefleisch insgesamt im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent zurückging, lag das Minus beim Schwarzwälder Schinken nur bei 2,2 Prozent. 5,3 Millionen Stück wurden 2022 verkauft, 90 Prozent davon innerhalb Deutschlands, zehn Prozent gingen ins Ausland, vornehmlich nach Osteuropa. Den nur moderaten Rückgang erklärt der Ver- band damit, dass Schwarzwälder Schinken nicht nur als Brotbelag verzehrt wird, sondern wegen seines würzigen Geschmacks auch für die Zubereitung von Speisen genutzt wird und sich daraus gegenüber sonstigen Schinken- sorten ein anderes Konsumverhalten auch bei steigenden Preisen ergibt. Exklusiver Schutz Im Schutzverband der Schwarzwälder Schin- kenhersteller sind derzeit 14 Mitgliedsbetriebe sowie drei Innungen organisiert. Schwarzwäl- der Schinken ist seit 1997 mit dem g.g.A.-Sie- gel der EU geschützt. Um die Marke tragen zu dürfen, muss der Schinken nach einem definierten überlieferten Verfahren und auch nur im Schwarzwald hergestellt sein. uh Imagebotschafter auch für die Region: Zwei Motive aus der letztjährigen und auch noch aktuellen Kampagne, mit der der Schutzverband für den Schwarzwälder Schinken vor allem bei einer jüngeren Zielgruppe wirbt.

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