Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Südlicher Oberrhein

23 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten IHK Südlicher Oberrhein REGIO REPORT ANZEIGE WEGWEISER NACHFOLGE Welche Option ist die richtige für mein Unternehmen? Wir begleiten Sie bei der Suche nach der passenden Nachfolgelösung. Sprechen Sie uns gerne an unter wegweiser@teamschulz.net oder 07733 365 3999 . Klassische Nachfolgelösung Verkauf an Strategen Übergabe vorbereiten Gratis Orientierungs- gespräch Damit Tradition Zukunft hat www.teamschulz.net Aber Aida Haidari wäre nicht das Kind der Eltern, die alles für die Bildung ihrer einzigen Tochter riskierten, hätte sie es dabei bewenden lassen. Und, mindestens genauso wichtig: Aida Haidari hat mit Rosi Kienzler, einer für ihr soziales Engagement bekannten Friesenheime- rin, eine „Zweit-Mama“, die sie darin unterstützte, den Weg Richtung Bauzeichnerin kontinuierlich zu verfolgen. „Ich wurde in das sogenannte Kümmerer-Projekt der IHK Südlicher Oberrhein aufgenommen und hatte die Gelegenheit, ein von der Agentur für Arbeit gefördertes Langzeitpraktikum zu absolvieren. Das ist eine soge- nannte Einstiegs-Qualifizierung, EQ genannt, bei der man parallel die Berufsschule besucht. Offensichtlich habe ich da bewiesen, dass ich ganz gut für diesen Beruf geeignet bin – und so hat man mir diese Zeit als erstes Lehrjahr anerkannt. Rosi Kienzler und natürlich auch meine Eltern haben mir auch in schwierigen Situationen Mut gemacht“, erinnert sich Aida Haidari. Als großen Glücksfall erlebte sie die Menschen, die sie bei und durch die IHK kennenlernte: „Christiane Möller und Isabell Heinrich sind bei der Kammer zuständig für Aus- und Weiterbildung und vermittelten mich mit ganz viel Engagement im Rahmen der Einstiegs-Qualifizierung an ein Offenburger Architekturbüro“, blickt die junge Frau zurück auf die Chance, via EQ eben doch noch in die Ausbildung zu starten. Trotz Umweg gut angekommen Im Büro Modul One von Martin Brischle ging es ab dem ersten Tag für die junge Frau in die Vollen: „Der Architekt musste auf die Baustellen, die einzige Mitarbeiterin war krank und ich habe einfach angefangen zu arbeiten“, erinnert sich Aida Haidari. Sie schrieb Rechnungen, hol- te Angebote ein, ließ sich vom Chef von der Baustelle aus am Telefon anleiten. Und: „Ich durfte ihn auch be- gleiten, bekam alles erklärt, von der Baugrube bis zum entstandenen Gebäude. Ich war bestens aufgehoben, ich fühlte mich ernst genommen und gefordert und ich habe unendlich viel gelernt“, erinnert sie sich. „Martin Brischle war für Aida Haidari ein Glücksfall und das gilt auch umgekehrt“, ist sich Christiane Möller si- cher. Die junge Frau arbeitete im Büro, als hätte sie nie etwas anderes getan, sammelte sich die Informationen, die sie brauchte, in Windeseile, um dann – einfach zu tun. Wie richtig sie stets damit liegt, kann Birgit Erb heu- te bestätigen. Mittlerweile ist sie Aida Haidaris Chefin. Eine Neuausrichtung des Offenburger Architekturbüros führte dazu, dass die selbstbewusste und zielorientierte Auszubildende ihren Arbeitgeber wechseln musste. Dass dieser Wechsel Richtung Friesenheim stattfinden würde, lag dann auf der Hand und hat neben der Auszubildenden auch das gesamte Ingenieurbüro happy gemacht, wie sich Birgit Erb überzeugt zeigt. Was ungerade Lebensläufe bedeuten, weiß die Inhaberin des Büros für die Generalplanung von Industriebauten aus eigener Erfahrung: „Ich bin keine Ingenieurin, son- dern Fremdsprachenkorrespondentin und kam durch Umwege an meine heutige Position“. Alle beide scheinen diesen Nerv zu haben, in herausfordernden Situationen nicht auf-, sondern ihr Bestes zu geben. Doris Geiger »Ich stehe ihr gerne zur Seite. Ich kam selbst auf Umwegen zu meinem Beruf« Birgit Erb , Inhaberin Ingenieurbüro Erb GmbH, Friesenheim Mehr zu den Möglichkeiten, Geflüchtete zu beschäftigen und auszubilden unter www.ihk.de/freiburg/standortpolitik/fluechtlinge IHK-Ansprechpartner für Zugewanderte und Geflüchtete , die sich für eine Ausbildung interessieren sowie für ausbildungswillige Unternehmen unter www.ihk.de/freiburg 2960994

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