Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

41 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten KURZ NOTIERT Die VMR GmbH & Co. KG aus Mönchweiler, die UFT Produktion GmbH (Sachsen) sowie die TKWMol- ding GmbH (Thüringen) und die TKW Plastics (China) – alles Tochterfirmen der österreichischen Henn Connec- tor Group – wurden zur „HENNgi- neered GmbH“ zusammengeschlos- sen. Sitz des Unternehmens ist das südbadische Mönchweiler, Christoph Jandl ist CEO von Henngineerd. Kunst- stoffspritzguss, Drehen und Fräsen, Metall-Tiefziehen, 3D-Druck in Me- tall und Kunststoff, Vakuumguss, Po- lyamidguss und andere formgebende Technologien sollen hier unter einem Dach angeboten werden. Für ihr Niedrigtemperatur-Verfahren zum Formen von Quarzglas hat die Glassomer GmbH in Freiburg den mit 100.000 Euro dotierten Umwelt- technikpreis 2023 vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energie- wirtschaft Baden-Württemberg verliehen bekommen. Mit dem Glassomer-Verfahren lässt sich Glas auf Basis der Spritzguss-Technologie formen, wie sie bei der Verarbeitung von Kunststoff zum Einsatz kommt. Zudem belegte Glassomer beim dies- jährigen 39. Innovationspreis des Lan- des den mit 15.000 Euro dotierten zweiten Platz. Die Hyperheat GmbH aus Offenburg hat eine Finanzierungszusage des vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie der L- Bank unterstützten Förderprogramms Start-up BW Pre-Seed erhalten. Hy- perheat entwickelt Energiesysteme auf Basis erneuerbaren Stroms für die energieintensive Industrie und ist eines von insgesamt neun Unterneh- men, die eine solche Finanzierungs- zusage erhalten haben. Jedes Unter- nehmen kann mit bis zu 200.000 Euro gefördert werden, wovon das Land 80 Prozent übernimmt, ein Co-Investor trägt 20 Prozent der Summe. Vor- aussetzung für die Förderung ist der Baden-Württemberg-Bezug sowie die Betreuung durch einen Betreuungs- partner. 25 Jahre HRworks Personal voll digital FREIBURG. Not macht erfinderisch. Thomas Holzer ärgerte sich so sehr über die eigenen umständlichen Reisekostenabrechnungen, dass der selbstständige Berater und Informa- tiker eine Software programmierte – 1998 ging die Cloud-Lösung online. Das positive Feed- back ermutigte zu mehr, also kamen Schritt für Schritt weitere digitale Funktionen dazu, zunehmend mit Anwendung für Human Re- sources (HR): Von Abwesenheitsverwaltung über Zeiterfassung bis zur digitalen Personal- akte. 2007 taufte der Gründer sein Tech-Baby in „HRworks“. Heute leitet Markus Schunk das Freiburger Unternehmen. Er übernahm die Führung der „HRworks GmbH“ 2020 und baute als Ex- perte für die Weiterentwicklung digitaler Ge- schäftsmodelle die Firma kräftig um, stellte das Marketing neu auf und machte aus der inhabergeführten Firma ein breit aufgestelltes Softwareunternehmen. „Er ist enorm wichtig für das steile Wachstum in den vergangenen drei Jahren“, sagt Pressesprecher Matthias Trenkle. „Aber auch als Mensch, weil er ganz massiv den Stil verändert hat.“ Die Transfor- mation zu schaffen, sei eine Herausforderung gewesen – „und jemanden zu finden, der das anpackt, die Werte aber beibehält und dabei Gefühl und Gespür für die Sache hat“, so Trenkle. Aus den rund 45 Beschäftigten im Jahr 2020 sind heute über 135 an den mittlerweile drei Standorten in Freiburg, Frankfurt/M.und Berlin geworden. Sie arbeiten für 2.700 Kun- den und mehr als 330.000 Anwender. „Einige Handvoll Stellen“ sind laut Trenkle in diesem Jahr unbesetzt geblieben, man sucht für alle Bereiche: Entwickler für IT, Sales-Leute, Be- rater für das Customer Success Management (CSM). Wer ins Team will, muss in die Firmen- kultur passen. Geschäftsführer Schunk setzt deshalb auf Cultural-Fit-Gespräche – Kollegen, die schon länger im Boot sind, haben ein Wort mitzureden, damit die Neuen gut „onboarden“. Das Unternehmen hat zum Ziel, mit seiner Personalsoftware für KMU Marktführer in Deutschland zu werden. Im Jahr 2022 lag der Gesamtumsatz bei etwa 23 Millionen Euro – 2023 dürften es nach Angaben des Unterneh- mens 25 Prozent mehr sein. mf HRworks- Geschäftsführer Markus Schunk Bild: HRworks / Felix Groteloh Badenova nimmt neue Energiezentrale in Betrieb Klimaneutrale Wärme via Milch FREIBURG. Die „badenova“-Tochter „bade- novaWÄRMEPLUS“ hat Mitte November auf dem Gelände der Schwarzwaldmilch GmbH eine neue Energiezentrale in Betrieb genom- men. Sie sorgt dafür, dass die Abwärme, die bei der Produktion von Milchprodukten ent- steht, weiter genutzt und ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Etwa 3.000 Tonnen CO 2 sollen laut Badenova durch die Nutzung der industri- ellen Wärme jährlich eingespart werden. Mit der klimaneutralen Wärme werden künftig rund 3.500 Menschen in den Freibur- ger Stadtteilen Haslach, Vauban und Stühlinger versorgt. Bis zu 4,38 Megawatt bisher ungenutz- ter industrieller Abwärme werden künftig ganzjährig in das Fernwär- menetz eingespeist. Technisch ist dieser Prozess laut des süd- badischen Energieversorgers anspruchsvoll: Über zusätzliche Wärmepumpen wird die Rückkühlwärme aus der Kälteproduktion und die dem Abwasser entzogene Wärme auf bis zu 85 Grad Celsius erhitzt und anschließend ins Netz eingespeist. Gleichzeitig wird damit die ökologische und sichere Prozessdampf- und Kälteversorgung der Schwarzwaldmilch gesichert. ds Badenova-Energiezentrale auf dem Areal der Schwarzwaldmilch

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