Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
39 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Schölly Fiberoptic aus Denzlingen feiert 50. Jubiläum Medizinische Endoskopie im Fokus DENZLINGEN. Zwischen Küche und Ess- zimmer fing im Februar 1973 alles an. Ausge- stattet mit einem Telefon, einem Telex und mit vielen Ideen im Kopf gründeten die Eheleute Regula und Werner Schölly in ihrem Wohnhaus die heutige Schölly Fiberoptic GmbH. 50 Jahre sind seit der Gründung vergangen und es hat sich viel getan. Heute ist Schölly ein interna- tional agierendes Unternehmen mit weltweit mehr als 550 Beschäftigten, etwa 350 davon arbeiten am Denzlinger Hauptsitz. Von Endos- kopen, Kamerasystemen und Lichtmodulen bis hin zu komplexen Visualisierungssystemen bietet der Endoskopie-Spezialist ein breites Spektrum an Produkten und Services an. „Das gesamte Leistungsspektrum dient dem Ziel, den Anwendern exzellente Sicht auf ihr Anwendungsfeld zu bieten und neue Perspek- tiven für Gesundheit und technischen Fort- schritt zu ermöglichen“, erläutert Holger Rei- necke, Geschäftsführer des Unternehmens. Dabei war die erste große Entwicklung des Unternehmens ein optomechanischer Kon- trollsensor für die industrielle Flaschenabfül- lung. Erst Mitte der 1980er-Jahre entdeckt Werner Schölly den Medizinmarkt und dessen Potenzial. 1984 wird das erste Werk in Denz- lingen gebaut, kurze Zeit später werden die ersten Medizinendoskope entwickelt. Dass die Schöllys auf das richtige Pferd ge- setzt haben, zeigen die folgenden Jahre. 1993 entsteht das zweite Denzlinger Werk, 2007 und 2013 folgen das dritte und vierte. Neue Produktionsstandorte, Vertriebsstellen sowie Joint Ventures und Tochterunternehmen kom- men dazu. Seit Januar 2023 ist die Tuttlinger Aesculap AG, ein Tochterunternehmen des Medizin- technik-Konzerns B.Braun Melsungen, allei- nige Gesellschafterin der Schölly Fiberoptic GmbH. Aesculap war schon seit 1998 am Denzlinger Endoskopiespezialisten beteiligt. Die verantwortlichen Geschäftsführer bei Schölly sind Stefan Schnekenburger (Vorsitz), Günter Olbrich, Holger Reinecke und Markus Wintz. Gleichzeitig mit der kompletten Übernahme durch die Aesculap AG hat sich die Familie Schölly aus dem Unternehmen zurückgezo- gen. „Es ist ein großer Schritt für mich, meine Familie und die gesamte Organisation, aber es ist der richtige für die Zukunft des Unter- nehmens in diesen anspruchsvollen Zeiten. Für das Wachstum und die Sicherung von Schölly mit seinen Mitarbeitenden sind neue Wege notwendig“, ist sich Regula Schölly si- cher. ak Anna Maria Braun, Vorstandsvorsitzende des B. Braun-Konzerns aus Melsungen, Holger Reinecke, Schölly Geschäftsführer und Vorstands- mitglied der Aesculap AG Tuttlingen, und Ina Vos- seler, Senior Manager Marketing Communications bei Schölly, (von rechts) bei der Jubiläumsfeier. Großer Preis des Mittelstandes Peter Huber ausgezeichnet OFFENBURG. Die Peter Huber Kältemaschinenbau SE ist mit dem Status „Premier“ beim „Großen Preis des Mittelstandes“ in Düsseldorf ausgezeichnet worden. Diesen Sonderpreis erhält, wer zuvor schon ein- mal Preisträger war. Seit 2006 wurde das Offenburger Familienunternehmen bereits zwölf Mal für den Wettbewerb nominiert, 2016 erhielt es dann den „Großen Preis des Mittelstandes“. Die Innovationen von Fir- mengründer Peter Huber in der Kältetechnik haben das Unternehmen und die gesamte Temperiertechnik nachhaltig geprägt, heißt es in der aktuellen Laudatio. Huber gehört nach eigenen Angaben weltweit zu den füh- renden Anbietern von hochgenauen Tempe- rierlösungen für Forschung und Industrie. Neben dynamischen Temperiersystemen der Unistat-Reihe entwickelt und produziert das Unternehmen Umwälzkühler mit C0 2 als natür- lichem Kältemittel sowie klassische Wärme- und Kältethermostate. Die Firma beschäftigt derzeit rund 480 Mitarbeiter. Der „Große Preis des Mittelstandes“, der von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergeben wird, wird unter anderem von Institutionen der Wirtschaft, wie etwa den IHKs, von Regierungspräsidien und Kommunen, getragen. ds Joachim Huber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, bei der Preisverleihung Bild: Die Profifotografen Fotografie – Schepp Powercloud zurück in Achern Neue Firmenzentrale ACHERN. Back to the roots: Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die neue Firmenzentrale der „powercloud GmbH“ auf dem IT-Campus in Achern fertig. Damit kehren die Spezialis- ten der Abrechnungs- plattform für die Ener- giewirtschaft wieder dorthin zurück, wo das Unternehmen vor elf Jahren gegründet wurde. 2020 war das Powercloud-Team aus Platzmangel vorrübergehend in Büroräume in Offenburg gezogen. Die neue Firmenzentrale umfasst rund 2.000 Quadratmeter Bü- rofläche, aktuell arbeiten dort etwa 100 Mitarbeiter. Powercloud- Gründer Marco Beicht hatte das IT-Campus-Bauprojekt mit seiner Investmentgesellschaft „KAREMHA Holding“ 2019 ins Leben geru- fen. 2021 erfolgte der Spatenstich. Bis Mitte 2024 sollen auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Areal neben der Powercloud- Zentrale 140 Wohnungen, ein Hotel, eine Bäckerei, ein Restau- rant, ein Fitness- und Gesundheitsstudio, zwei Tiefgaragen sowie E-Ladestationen entstehen. ds
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