Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
37 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die 2021 von Manuel Stein gegründe- te Subsequent GmbH aus Konstanz ist Landessieger Baden-Württemberg im Unternehmenswettbewerb „KfW Award Gründen“. Der mit 1.000 Eu- ro dotierte Preis zeichnet innovative Unternehmen aus ganz Deutschland aus. Subsequent entwickelt KI-Ver- fahren zur automatischen 3D-Skelett- erkennung und -Bewegungsanalyse auf Basis einfacher Smartphone-Auf- nahmen in Echtzeit.Anwendung finden die Ergebnisse im Gesundheitsbereich sowie im Sport- und Home-Fitness-Be- reich, in der Automotive-Branche und im Einzelhandel, aber auch für visuel- le Analysen bei der Übertragung von Sport-Events. Die Kehler Alexander Schreibeisen GmbH & Co. KG hat auf ihrem Cala- mus Areal das Cala Spa eröffnet. Die Sauna- und Wellnesslandschaft wur- de in den letzten drei Jahren gemein- sam mit den Fischer Architekten aus Marlen geplant und entworfen. „Mit wertigen Materialien, Lichteffekten, Kunst und viel Natur wollen wir die- se Basis für Schönes, Ruhiges, Genuss und Erholung legen“, betonen die Ge- schäftsführer Raphaela undAlexander Schreibeisen. Auf dem Calamus-Areal in Kehl befinden sich außerdem auf insgesamt 46.000 Quadratmetern ein Hotel, zwei Restaurants, eine Event- location, ein Indoorspielplatz, eine Autowaschanlage sowie eine Elektro- Cartbahn. Die KLS Martin GmbH & Co. KG in Freiburg, die Gebrüder Martin GmbH & Co. KG in Tuttlingen und die Karl Leibinger Medizintechnik GmbH & Co. KG in Mühlheim an der Donau ha- ben sich zur KLS Martin SE & Co. KG zusammengeschlossen. Die Dachmarke aller weltweiten Standorte , die KLS Martin Group , bleibt von der Firmie- rungsänderung unberührt. Sie soll auch weiterhin Erkennungsmerkmal der Un- ternehmensgruppe sein. Auch an der Unternehmensleitung wird sich nichts ändern, Geschäftsführer sind auch wei- terhin die Familie Leibinger sowie Mi- chael Martin und Thomas Hipp. 1998 wurde der Weiler Sitz erweitert, rund 900 Menschen, die Hälfte davon in Lörrach, waren mittlerweile Teil der Chnopfi-Familie. Der Umsatz lag bei fast 250 Millionen D-Mark, über 6.000 verschiedene Artikel gehörten zum Portfolio. Die Schnellkupplungen wurden ausgelagert und so entstand 2012 ein dritter Standort in Eschbach-Bremgarten, der seit 2018 als selbstständige Tochtergesellschaft firmiert. Ab 2015 entstand in Weil für mehr als 42 Millionen Euro ein modernes Fabrikgebäude, in das Produktionsprozesse ausgelagert wurden. In Lörrach blieben die Unternehmensleitung, die Verwaltung, der Vertrieb und die Entwicklung Metall. Und die Expansion geht weiter: Aktuell baut der Automobilzulieferer seinen Unternehmensitz in Lörrach für 40 Millionen Euro komplett um. Die gesamte Verwaltung mit Vertrieb, Entwicklungsabteilungen, das Ausbildungszentrum, die IT-Servicegesellschaft sowie weitere Einheiten bekommen auf dem bestehenden Areal eine Heimat, in der auch Platz für weitere Mitarbeiter geschaffen wird. Das Grün- dungshaus wird erhalten und soll künftig als ARaymond-Museum eingerichtet werden. In sechster Generation familiengeführt Im vergangenen Jahr haben die rund 1.700 Mitarbeiter an den drei deutschen Standorten einen Umsatz von rund 31 Millionen Euro erzielt. Die Firmenzentrale befindet sich nach wie vor in Grenoble, bereits in sechster Generation ist das Unternehmen familiengeführt. Aktuell sind über 2.000 aktive Patente aus dem Hause ARaymond angemeldet. Das interna- tional arbeitende Netzwerk ist mit 29 Produktionsstandorten in 25 Ländern weltweit vertreten und gehört heute zu den weltweit führenden Unternehmen in der Befestigungstechnik mit Metall und Kunststoff. Jährlich werden Milliarden von Pro- dukten für die globale Automobilindustrie, deren Zulieferan- ten und andere Branchen produziert. Die meisten Fahrzeuge weltweit enthalten durchschnittlich 500 ARaymond-Teile – vom Air- bagclip über Befestigungen für Haltegriffe, Sonnenblenden oder Kabel bis hin zu Reinigungssystemen für Scheiben, Kameras und Sensoren. Der Transformation der Automobilindustrie sieht Jürgen Trefzer, seit 2012 Geschäftsführer der ARaymond GmbH & Co. KG., gelassen entgegen: „Unser angestammtes Kerngeschäft Befestigungen wird auch in Elektrofahrzeugen benötigt. Die Transformation hin zum elektrischen Antrieb und auch zum autonomen Fahren bietet uns zahlreiche Chancen für innovative neue Produkte und Lösungen.“ Dabei setzt er auf eine nachhaltige Unternehmenspolitik mit sinnvol- len Produktlösungen: So beschäftigt man sich bei der Entwicklung der Produkte mit deren gesamten Lebenszyklus im Fahrzeug, also nicht nur mit der effizienten Montage, sondern auch der effizienten Demontage am Lebensende des Produkts. Das Engagement seiner Belegschaft ist für Jürgen Trefzer von größter Bedeutung: „Mit dem Know-how und der Kreativität unserer Mitarbeiter bringen wir seit mehr als 150 Jahren Innovationen hervor.” Daniela Santo Die meisten Fahrzeuge weltweit enthalten im Schnitt 500 ARaymond-Teile (hier einige blau markiert). Firmengründer Albert-Pierre Raymond
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