Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
13 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten STARK ELOXAL GmbH Aluminiumoberflächentechnik Hauptstr. 1, D-79807 Lottstetten Tel. 07745/9232-0, Fax -30, stark@stark-eloxal.de STARK im... Strahlen Färben Glänzen Gleitschleifen Harteloxieren die Mainau GmbH einen Jahresumsatz von rund 27 Millionen Euro. Alleiniger Gesellschafter ist die von ihren Eltern gegründete gemein- nützige Lennart-Bernadotte-Stiftung. Mit ihrer unternehmerischen Schaffenskraft, ihrer Kreativität und ihren Visionen präge Gräfin Bernadotte nicht nur die Region Bo- densee, sie sei auch Vorbild für junge Unternehmerinnen, würdigte Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die Leistung der dreifachen Mutter und ihres Teams bei der Verleihung der Wirt- schaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg im Mai 2022. „Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Insel Mainau eine Vorreiterrolle in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz einnimmt“, sagte die Politikerin weiter und fokussierte damit den zweiten großen Motivationsstrang von Gräfin Bernadot- te: Wer die Blumeninsel besucht, soll sie mit erholsam-intensiven Naturerlebnissen wieder verlassen. Dieser Anspruch hat Tradition. Bereits 1961 formulierte ihr Vater Lennart Graf Bernadotte die „Grüne Charta von der Mainau“ (mehr dazu auf www.mainau.de) . Und vor schon 25 Jahren, 1998, wurde die Mainau nach den Vorgaben des Europäischen Umwelt- managementsystems „EMAS“ zertifiziert – damals als erster Tou- rismusbetrieb und einziger botanischer Garten Europas. Aktuell arbeitet das Mainau-Team an dem Ziel, im Jahr 2030 klimaneu- tral zu sein nach Scope 1+2. „Das Geschäftsmodell, Menschen mit Natur zu begeistern, funktioniert“, interpretiert die Gräfin die Verleihung der Wirtschaftsmedaille. „Das wird wahrgenommen und wertgeschätzt. Ich habe mich unglaublich gefreut über die Auszeichnung – auch für unser Team, das mit viel Herz bei der Sache ist.“ Sie gesteht: Dass viele Menschen so wenig für den Klima- und Naturschutz tun, lässt sie manchmal verzweifeln. Und dass die Erderwärmung auch dort sichtbar wird, wo sie aufgewachsen ist, beobachtet sie oft mit Wehmut. 1999 hat ein Hochwasser die Insel vom Bodanrück abgeschnitten, im Januar 2021 beschädigte ein Schneefall zehn Bäume schwer. „Wir waren zwei Tage nur damit beschäftigt, den Schnee von den Bäumen zu schütteln“, erinnert sich Gräfin Bernadotte. „Die halbe Rhododendron-Anlage lag am Boden.“ Aber sie betont: „Es entstehen immer wieder Chancen daraus. Wir haben die Pflanzen ganz weit zurückgeschnitten und das Gelände neugestaltet, heute sieht es richtig toll aus.“ Weitermachen, nicht stehenbleiben, das Beste draus machen. Diese Einstellung vermittelt sie als Schirmherrin der Europa-Miniköche, als Initiatorin des Projekts Europa-Minigärtner oder eben als Chefin der Mentor Stiftung Deutschland. 2016 als eigenständiges Mitglied der internationalen Mentor Föderation gegründet, die wiederum von der schwedischen Königin Silvia und der WHO 1994 aus der Taufe gehoben worden war, setzt sich die Stiftung für Jugendliche und ihre Zukunftsperspektiven ein. Und ihre Adelsfamilie unterstützt die Gräfin auch heute: Als Schwedens Monarchin im Oktober auf der Mainau zu Besuch war, taufte sie mit Bodensee-Wasser eine neu gezüchtete „Mentor Rose“. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf geht an die Mentor Stiftung Deutschland. Benedikt Brüne »Es ist wichtig, immer wieder den Horizont zu erweitern«
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