Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'23 - Hochrhein-Bodensee
17 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee 12 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten D ie regionale Wirtschaft kann sich den globalen Herausforderungen nicht entziehen: Geopolitische Verunsi- cherungen und hohe Inflation sorgen auf den nationalen wie internationalen Märkten für Nachfragerückgang. Sowohl die Geschäfts- lage als auch die Erwartungen haben sich im Jahresverlauf eingetrübt. „Der IHK-Konjunktur- klimaindex, welcher Lageeinschätzung und Er- wartungen mit einbezieht und Werte zwischen null und 200 Punkten annehmen kann, fällt von 109 auf 98 Punkte. Besonders gravierend ist der Rückgang dabei unter den Produktionsbe- trieben im IHK-Bezirk Hochrhein-Bodensee“, stellt Alexander Graf, zuständig für die Kon- junkturumfrage der IHK Hochrhein-Bodensee, fest. „Und auch für die kommenden Monate bleiben die Erwartungen in weiten Teilen der Wirtschaft verhalten. Sorgen bereiten zuneh- mend die Entwicklungen der Inlands- und Auslandsnachfrage.“ Die Verfügbarkeit von Fachkräften, die steigenden Arbeitskosten und die Energiekosten werden von den Un- ternehmen als weitere Risiken für die eigene wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Geschäftslage eingetrübt Die Einschätzung der Geschäftslage bei den Unternehmen in der Region sinkt von 124 Punkten im Frühjahr auf aktuell 115 Punkte. So ist der Anteil derjenigen, die von einer schlechten Lage sprechen von 8 Prozent im Frühjahr auf 18 Prozent im Herbst gestiegen. Weitere 49 Prozent der Betriebe geben ihre aktuelle Lage als befriedigend, rund ein Drit- tel als gut an. Ausschlaggebend für diesen Rückgang ist der negative Verlauf, der bei den Produktionsbetrieben zu verzeichnen ist. Bei der Ertragslage zeigt sich ein ähnliches Bild. Rund 35 Prozent der Betriebe sprechen von einer guten Ertragslage, 47 Prozent sind zufrieden. Mit einer schlechten Ertragslage haben mittlerweile aber 18 Prozent der Un- ternehmen zu kämpfen. Industrie mit geringerer Auslastung Der Anteil der Unternehmen im produzieren- den Gewerbe, die die Geschäftslage als gut bezeichnen, sinkt seit Jahresbeginn kontinu- ierlich und beträgt nun noch rund 26 Prozent (Jahresanfang: 46 Prozent). Entsprechend ist auch der Anteil der Unternehmen, die ihre Lage als schlecht bezeichnen. Dieser ist im Verlauf des Jahres von 8 auf rund 29 Prozent gestiegen. Bemerkbar macht sich dies auch bei den Umsätzen, die bei rund 44 Prozent der Produktionsbetriebe im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken sind. Entspre- Die Industrieproduktion ist rückläufig, Inlandsnachfrage und Fachkräftemangel bereiten Sorge. Unternehmen rechnen vorerst mit keiner Besserung der Geschäfte. Das ergab die jüngst veröffentlichte Auswer- tung der Herbst-Konjunktur- umfrage der IHK Hochrhein- Bodensee. Keine positiven Konjunkturimpulse in Sicht Nachlassende Nachfrage und hohe Kosten ϱϬ ϲϬ ϳϬ ϴϬ ϵϬ ϭϬϬ ϭϭϬ ϭϮϬ ϭϯϬ ϭϰϬ ϭϱϬ ϮϬϬϬ ϮϬϬϭ ϮϬϬϮ ϮϬϬϯ ϮϬϬϰ ϮϬϬϱ ϮϬϬϲ ϮϬϬϳ ϮϬϬϴ ϮϬϬϵ ϮϬϭϬ ϮϬϭϭ ϮϬϭϮ ϮϬϭϯ ϮϬϭϰ ϮϬϭϱ ϮϬϭϲ ϮϬϭϳ ϮϬϭϴ ϮϬϭϵ ϮϬϮϬ ϮϬϮϭ ϮϬϮϮ ϮϬϮϯ /ŶĚƵƐƚƌŝĞ ŝŶ ĚĞƌ ZĞŐŝŽŶ ZĞŐŝŽŶ ŝŶƐŐĞƐĂŵƚ <KE:hE<dhZͲ/E /< dKZΎ ZĞŐŝŽŶ͗ ŝŶƐŐĞƐĂŵƚ ƵŶĚ /ŶĚƵƐƚƌŝĞ * Index aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen, Stand Oktober 2023 Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage der IHK Hochrhein-Bodensee unter Unternehmern aus der Region.
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