Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'23 -Südlicher Oberrhein
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Bauwirtschaft I Objekt-, Gewerbe-, Industriebau 39 MIT DER AUSRICHTUNG FÜRS GANZE! www.hulverscheidt-kindler.de Ersteiner Straße 21 | 79346 Endingen Folgen Sie uns! Die Hulverscheidt+Kindler GmbH ist spezialisiert auf die gesamtheitliche Beratung, Planung und Realisierung von Verwaltungs-, Industrie- und Gewerbebauten. Bild: Automatic-Systeme Dreher GmbH te 2023 sei angesichts der vorherigen weltweiten Probleme bei den Lieferketten sowie der Materialversorgung für die Produktion nicht so schlecht wie 2022 für das Folgejahr angenommen ausgefallen. Es wurde aber auch darauf verwiesen, dass der weitere Verlauf vom Grad der gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung abhänge und davon wie die wirtschaftlichen Aussichten für 2024 sind. Bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden war die Stimmung im ver- gangenen Jahr getrübt. Dort seien die Genehmigungen seit August 2022 „regelrecht abgestützt“, meldete der Verband. „Anscheinend machen sich bei Büros steigende Zinsen und Leerstände (die Quote betrugt Ende 2022 circa 5,2 Prozent) negativ bemerkbar“, meldete der Verband. Insbesondere der „spekulative“ Neubau – also jener ohne eine hohe Vermietungsquote vor dem Baubeginn – werde vorerst ausbleiben. Der Abschwung im Wirtschaftsbau sei deshalb gedämpft, weil die Zinsabhängigkeit bei den gewerblichen Investi- tionen deutlich geringer sei als im Wohnungsbau, wird angenom- men. Darüber hinaus hätten „sich die Gewinne der Unternehmen in den vergangenen Jahren robust entwickelt“ und die Kapazitäts- auslastung im Verarbeitenden Gewerbe liege noch auf einem relativ hohen Niveau. Deshalb dürften von etlichen Branchen 2023 kapa- zitätserweiternde Bauinvestitionen zu erwarten sein, schätzt der Verband Bauindustrie. Infrastruktur und Energiewende Insgesamt wurde nach Ablauf des ersten Halbjahrs 2023 prognos- tiziert, dass die Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschafts- bau bis Jahresende um real 4 Prozent zurückgehen, wobei der Wirtschaftstiefbau stabilisierend wirke. Für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe wurde in der Meldung für 2023 ein realer Um- satzrückgang von 6 Prozent erwartet. „Bei einer Preisentwicklung, die vermutlich etwas höher ausfallen wird, bedeutet dies für die nominalen Umsätze eine Zunahme auf etwa 165 Milliarden Euro“, stellte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Aussicht. Ende September wurde auf dem Deutschen Baugewerbetag in Berlin über die aktuellen Themen der Branche diskutiert. Zu den größten Bauaufgaben derzeit zählten der Veranstaltung zufolge der Woh- nungsbau, die Infrastruktur und die Energiewende. Die Infrastruktur ist ein wichtiger Punkt im Bau, so ist auch der größte Investor im Wirtschaftsbau die Deutsche Bahn AG. Laut Verband Bauindustrie hat der Bund hier im vergangenen Jahr 7,8 Milliarden Euro für Investitionen in den Neubau sowie die In- standhaltung des Schienennetzes zur Verfügung gestellt. Im aktuel- len Jahr sollen es 8,0 Milliarde Euro sein. Da die Baupreise steigen, führe das laut Verband jedoch zu einer Entwertung und es bliebe abzuwarten, ob diese ausgeglichen werde. Im Wirtschaftstiefbau war die Auftragslage 2022 gut gewesen und lag real über dem Vor- jahresniveau, was laut Verband auch auf geplante Investitionen der Ver- und Entsorger zurückzuführen sei. Diese würden meist über Gebühreneinnahmen finanziert werden und hätten somit „ein so- lides Fundament“. Für das kommende Jahr rechnet der Verband mit „zusätzlichen Investitionen in regenerative Energien sowie den Netzausbau“.
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