Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'23 -Südlicher Oberrhein
38 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 9 | 2023 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die PWO AG Oberkirch hat Vermö- genswerte des sich in Liquidation befindlichen Werkzeugbauers Go- renje MDM d.o.o. in Kragujevac/ Serbien gekauft und rund 60 Spezia- listen des Unternehmens eingestellt. Die PWO-Gruppe will so ihre Kapazi- täten imWerkzeugbau in Osteuropa erweitern. In Kragujevac sollen Werkzeuge zur Kaltumformung von Metallblechen entwickelt, gefertigt sowie getestet werden, insbesonde- re will das Unternehmen dabei auf intelligente Werkzeuge für Industrie 4.0-Anwendungen und für die Smart Factory der Zukunft unter Einsatz neuester Werkstoffe setzen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Ihr 20-jähriges Bestehen feiert die Offenburger Verifysoft Technology GmbH . Das Unternehmen bietet Software für den Test von Computer- programmen an. Die Testwerkzeuge, die derzeit bei mehr als 750 Kunden in 43 Ländern im Einsatz sind, sollen eine möglichst fehlerfreie Entwicklung von Software ohne Sicherheitslücken ermöglichen. Die Technologien von Verifysoft finden sich überwiegend in den Bereichen Luftfahrt, Automotive, Eisenbahn und Medizintechnik, sie werden aber auch für die Entwicklung von Geräten wie Handys, Küchengeräte und Smartwatches genutzt. Die RMA Rheinau GmbH & Co. KG mit Sitz in Rheinbischofsheim hat den nach eigenen Angaben weltweit größten Prüfstand für Wasserstoff in Betrieb genommen: Die Kalibrierung von Gaszählern mit Durchflussraten von bis zu 6.500 Kubikmetern/Stunde reinemWasser- stoff und 51 bar Druck sei jetzt mög- lich. Das Großprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. RMA ist ein global agierendes familiengeführtes Unternehmen. Die Unternehmensgruppe mit 24 Gesell- schaften beschäftigt weltweit circa 900 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 150 Millionen Euro. 25 Jahre Inpotron Schaltnetzteile GmbH Stabiles Wachstum trotz Krisenzeiten HILZINGEN. Allen Grund zum Feiern hat dieses Jahr die „inpotron Schaltnetzteile GmbH“ mit Sitz in Hilzingen. Vor einem Vier- teljahrhundert war das Unternehmen gestar- tet, damals mit sechs Mitarbeitern, heute sind es 260 – fünf am Standort in Wilhelmshaven, 13 in Chemnitz, der Rest ist am Stammsitz beschäftigt. Den Jahresumsatz gibt das Un- ternehmen mit knapp 32 Millionen Euro an. Gemeinsam mit Co-Gründer Friedrich Spaun hatte Geschäftsführer Hermann Püthe 1997 erste Stromversorgungslösungen für Verteil- anlagen zum Fernsehempfang entwickelt. Heute produziert Inpotron rund 750.000 Netzteile jährlich, überwiegend für industrielle Kunden. Geschäftliche Einbrüche musste das Unternehmen weder durch die Coronakrise noch durch Lieferzeiten von bis zu zwei Jahren für Elektronikbauteile oder immens gestiegene Preise hinnehmen. Ziel ist es, weiter organisch zu wachsen und im Jahr 2028 rund 380 Mitarbeiter zu beschäfti- gen. Der Umsatz soll 48 Millionen Euro errei- chen. „Insbesondere die Abkehr vom Markt aus Fernost für solch wichtige Schlüsselbau- gruppen, wie wir sie entwickeln und fertigen, wird die Dynamik bei uns nochmals erhöhen“, erklärt Püthe. Mit dem kürzlich eingeweihten Neubau hat das Familienunternehmen auch ausreichend Platz für weiteres Personal. bb Die aktuelle Inpotron-Geschäftsführer-Riege (v.l.): Torsten Keinath, Hermann Püthe, Uwe Auer E-Werk Mittelbaden zieht Bilanz Deutliches Umsatzplus LAHR. Die Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG erzielte 2022 einen Jahresüber- schuss von rund 20 Millionen Euro - eine Steigerung von sieben Millionen Euro zum Vorjahr. Der Konzernumsatz betrug mit circa 469 Millionen Euro 12,6 Prozent mehr als noch 2021. Begründet sieht Vorstand Ulrich Kleine diese positive Entwicklung in hohen Stromer- lösen der regenerativen Energieerzeugung, in der im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent gestiegenen Vertriebsmenge sowie in positi- ven Einmaleffekten. „Seit über zehn Jahren treiben wir die regenerative Energieerzeugung aus Wind-, Wasser und Sonnenkraft mit enger Bürgerbeteiligung in der Region voran“, führt Kleine weiter aus. „Ein Teil des guten Ergeb- nisses ist auch auf den Verkauf von Offshore- Windenergieanlagen in der Nordsee und der Wasserkraftanlage in Gengenbach zurückzu- führen. Das Investitionsvolumen des Konzerns lag bei 30,6 Millionen Euro (Vorjahr: 26,9 Milli- onen Euro). Investiert wurde vor allem in eine neue Unternehmenssoftware sowie in den Ausbau des intelligenten Stromverteilnetzes der Netztochter Überlandwerk Mittelbaden. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 419 Mitarbeiter. ak Von links: Matthias Böhmann, seit Juli Technischer Geschäftsführer Überlandwerk, und sein kaufmännisches Pendant Ole Wittko. Vom E-Werk Mittelbaden: Bernhard Palm, Vorstand, Markus Ibert, Aufsichtsratschef, und Ulrich Kleine, Vorstand.
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