Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'23 -Südlicher Oberrhein

37 9 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten KURZ NOTIERT Die J. Friedrich Storz Baustoffe GmbH & Co. KG mit Sitz in Tuttlingen hat in ihrem Schotterwerk Neuhausen ob Eck einen neuen 95 Tonnen schwe- ren Großbagger des Typs CAT 395 in Betrieb genommen. Ein geringerer Energieverbrauch soll die CO 2 -Emis- sionen reduzieren, Assistenzsysteme und individuelle Einstellmöglichkei- ten des Baggers sollen einen höheren Bedienungskomfort für den Maschi- nisten gewährleisten. „Dieses neue Großgerät wird für einen produktiven und nachhaltigen Gesteinsabbau in unserem Schotterwerk am Standort Neuhausen ob Eck sorgen, welches wir nach einem dreiviertel Jahr des Umbaus in Kürze in Betrieb nehmen werden“, erläutert Christian Rebmann, Bereichsleiter Storz Baustoffe. Größter Auftrag der Firmengeschichte: Die Montratec GmbH aus Nieder- eschach hat eine „montrac“-Intralo- gistikanlage für den Luft- und Raum- fahrtkonzern Airbus entwickelt. Das nach dem Baukastenprinzip aufge- baute Transfersystem „montrac“ be- steht aus einemmodularenAluminium- Monoschienensystem mit integrierter Stromschiene, auf dem die speziell für Airbus entwicklten „montrac“-Shuttles autonom gesteuert operieren und ei- genständig die optimale Route zum Transportziel – über mehrere Ebenen – zurücklegen, wie es in einer Pressemit- teilung heißt. Die „montratec GmbH“ beschäftigt rund 150 Mitarbeiter am Stammsitz in Niedereschach, direkte Vertriebe gibt es in Europa, Nordameri- ka undAsien, außerdem internationale Vertretungen durch Fachhändler. Generationswechsel im Feldberger Hof : Nach 30 Jahren hat Thomas Ban- hardt die Geschäftsführung des Vier- Sterne-Hotels in Feldberg an seine Kin- der Nathalie und Sebastian übergeben, die nun geschäftsführende Gesellschaf- ter sind.Thomas Banhardt selbst bleibt der Eigentümer. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen, das über 450 Betten verfügt, zwölf Millionen Euro Umsatz. 120 Mitarbeiter kümmern sich um jähr- lich bis zu 120.000 Gäste. Zahlreiche neue Standorte eingeweiht Alles Gute zum Einzug! REGION. Über den Sommer haben etliche Unternehmen neue Gebäude bezogen: Das Pharmaunternehmen Takeda hat in Sin- gen den Neubau für die Wirkstoffherstellung seines Dengue-Impfstoffs eingeweiht. „Hier in Baden-Württemberg bauen wir unser weltweites Drehkreuz für den Dengue-Impf- stoff auf“, sagte Dirk Oebels, Leiter des Ta- keda Produktionsstandortes in Singen und Mitglied der Geschäftsführung der Takeda GmbH, bei der Eröffnungsfeier. Über 300 Millionen Euro hat Takeda in den letzten Jah- ren investiert, um den Standort Singen für die Herstellung seines Dengue-Impfstoffs vorzubereiten. Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes sind nun die Voraussetzungen für alle Produktionsschritte vor Ort gegeben, zudem werden die Produktions- und Liefer- kapazitäten damit deutlich erweitert. Der Dengue-Impfstoff von Takeda wird zukünf- tig komplett in Singen hergestellt, abgefüllt, verpackt und global versandt. Takeda in Deutschland gehört mit rund 2.300 Mitar- beitern zu den weltweit größten Landesge- sellschaften des japanischen Konzerns. In Singen sind rund 1.100, in Konstanz etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die ED Netze GmbH hat einen neuen Stand- ort in Donaueschingen eingeweiht. Rund 18 Millionen Euro investierte der Netzbe- treiber in den Bau mehrerer Gebäude auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet Breitelen. 90 Mitarbeiter können dort arbeiten, alle Organisations- einheiten inklusive Ausbildungswerkstatt sind hier untergebracht. ED Netze gehört zur Unternehmensgruppe der Energiedienst Holding AG. Hauptsitz des 350 Mitarbeiter starken Unternehmens ist Rheinfelden. Das Transport- und Logistikunternehmen Transco GmbH mit Hauptsitz in Singen hat fünf Millionen Euro in den Neubau einer Lagerhalle im Industriepark Gottmadin- gen investiert. 750 Tonnen Beton und 60 Tonnen sichtbarer Stahl wurden auf mehr als 3.700 Quadratmetern verbaut. 4.500 Palettenstellplätze, die für das Lagern von Waren angemietet werden können, sind entstanden. Auf dem Dach soll zudem eine Photovoltaikanlage installiert wer- den. Transco ist seit 20 Jahren am Stand- ort Gottmadingen vertreten und dort der zweitgrößte Arbeitgeber. Schon im März ist die C.E. Noerpel GmbH umgezogen (siehe WiS 4/2023). Jetzt wurde ihr neues 10.000 Quadratmeter großes Spe- ditionsterminal in Villingen-Schwenningen aber offiziell in Betrieb genommen. uh Vorne der jetzt eingeweihte Takeda-Neubau. Offen für weitere Partner Badenova gründet neue Ökostrom-KG FREIBURG. Energieversorger Badenova AG & Co. KG gründet gemeinsam mit dem Ham- burger Wind- und Solarparkbetreiber Encavis AG die gemeinsame Encavis I GmbH (EEV), um bundesweit den Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben. Die EEV soll zu 51 Prozent Encavis gehören, 49 Prozent gehen an die Beteiligungsgesellschaft „Kommunale Energiewende GmbH & Co. KG“ (KEW), die Badenova für die Zusammenarbeit gründen wird. „Bis 2035 wollen wir als Badenova ein Giga- watt installierte Leistung mit erneuerbaren Energien aufgebaut haben. Dies geschieht vor allem über die von uns entwickelten Projekte in unserer Region, zu einem gewissen Anteil aber auch über bundesweite Beteiligungen. Die hier entstandene Kooperationslösung bie- tet die Möglichkeit, gemeinsam mit Encavis und weiteren Partnern zukünftig auch bun- desweit über Wind- und PV-Projekte zu wach- sen“, kommentiert Badenova-Vorstand Heinz- Werner Hölscher den Zusammenschluss. Die bisherige gute Kooperation mit Encavis solle durch Aufnahme weiterer Partner wie regio- nale Energieversorger, Stadtwerke und Kom- munen in die KEW, weiter ausgebaut werden, heißt es in einer Presseinformation. uh

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