Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
IV IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 9 | 2023 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Neustart bei Innovationsgutscheinen des Landes IHK berät zu Fördermitteln D ie Innovationsgutscheine Baden-Würt- temberg erhalten eine Neuausrichtung. Die baden-württembergische Landesregie- rung hat beschlossen, die Fördermaßnahme zu optimieren und ihre Wirkung zu verstärken. Ab dem 15. Oktober treten nun die überarbei- teten Innovationsgutscheine in Kraft. Die IHK teilt mit, dass im Rahmen der Überarbeitung die aktuell fünf Gutscheinlinien auf insgesamt drei Innovationsgutscheine zusammengeführt werden, wobei das bisherige Förderspektrum erhalten bleibt. Neu sind quartalsweise För- deraufrufe bei den Gutscheinen „Hightech BW“ und „Start-up BW“, um die Innovations- kraft der Unternehmen gezielt zu unterstützen, so IHK-Fördermittelexperte Maximilian Keller. „Mit der Verschlankung der Fördermodule und der Vereinfachung der Antragstellung helfen wir den Unternehmen, im Land ihre Innovati- onskraft zu stärken und die Wettbewerbsfä- higkeit weiter zu steigern. Die Neuausrichtung wird dazu beitragen, dass Baden-Württemberg auch weiterhin ein starker Innovations- und Technologiestandort bleibt“, sagt Keller. Laut dem Experten sind Förderungen bis zu 20.000 Euro bei einem Fördersatz von 50 Prozent möglich. Die Gutscheine unterstüt- zen umsetzungsorientiere Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen sowie Material- kosten im Zusammenhang mit einem beson- ders anspruchsvollen innovativen Vorhaben. Die Gutscheine sind technologie- und bran- chenoffen. Durch den Transfer von Forschungsergebnis- sen in die unternehmerische Praxis erhalten Unternehmen gezielt Zugang zu neuen Tech- nologien und Erkenntnissen aus der Wissen- schaft, um diese für ihre eigenen Innovations- vorhaben zu nutzen. Dadurch sollen Synergien zwischen Forschung und Wirtschaft geschaf- fen werden. Maximilian Keller gibt vor allem den regiona- len Start-ups noch den Tipp mit auf den Weg, dass mit dem Innovationsgutschein Start-up BW auch Innovationsvorhaben in der Vorgrün- dungsphase gefördert werden können. Eine Rechtsform muss erst bei der Schlussrech- nung vorliegen. Die IHK steht für Fragen im Bereich Förder- mittel zur Verfügung. Möglich sind Terminver- einbarungen mit dem Fördermittelexperten zu einer individuellen Fördermittelberatung. MK Maximilian Keller Fachbereich Innovation | Umwelt 07721 922-312 maximilian.keller@vs.ihk.de Bild: Alexander Kiock IHK-Tourismusausschuss Auf dem Weg zur Gastregion 2028 D er IHK-Tourismusausschuss hat sich neu konstituiert und unter Vorsitz von IHK- Vizepräsident Michael Steiger, Inhaber der Irish Pubs in Villingen-Schwenningen und Tuttlingen, die Leitlinien für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft bis zum Jahr 2028 dis- kutiert. 24 Unternehmen repräsentieren im Ausschuss die über 4.000 Unternehmen aus Gastgewerbe, Freizeitwirtschaft, Zulieferern, dem Reisebüro- und Reiseveranstaltersektor, den Tourismusverbänden, Hochschulen und der öffentlichen Verwaltung. Michael Stei- ger ist als Ausschussvorsitzender wie der stellvertretende Vorsitzende Markus Spet- tel, Geschäftsführer der Kur- und Bäder Bad Dürrheim, kürzlich von der Vollversammlung berufen wurden. In der Sitzung im Haus der Wirtschaft wurde die Studie „Roadmap zur Gastregion 2028“ präsentiert. In einem mehrstufigen Prozess wurden Strategien und Maßnahmen erarbei- ten, welche die Situation der touristischen Be- triebe in der Region Schwarzwald-Baar-Heu- berg verbessern soll. Michael Steiger: „Gerade nach den harten Coronajahren braucht es jetzt Zeichen des Aufbruchs. Konkrete Handlungs- ansätze und Kooperationen sollen über die IHK jedem einzelnen Unternehmen offenstehen.“ Der Ausschuss diskutierte in seiner Sitzung die Handlungsfelder abschließend und beschloss erste Ideen zur Umsetzung. Daniela Hermann, stellvertretende Geschäfts- bereichsleiterin für Standortpolitik, verwies auf die Zielsetzung der Ausschussarbeit: „Die positive Entwicklung der Tourismuswirtschaft unserer IHK-Region hat Priorität. Dabei müs- sen wir im Schulterschluss mit Kommunen und Landkreisen die Bürokratie verringern und die Dauer-Themen Digitalisierung, Nachfolge und Arbeitskräftemangel angehen.“ Die Vorsitzenden des Ausschusses, Michael Steiger und Markus Spettel, zeigten sich zuver- sichtlich: „Die aktive Arbeit in IHK-Gremien ist wichtig, damit etwas in der Region vorangeht. Nur wer anpackt, schafft auch Lösungen: im Sinne der Unternehmen, der Mitarbeitenden, der Gäste und potenzieller Investoren.“ DH Daniela Hermann I Fachbereich Standortpolitik 07721 922-136 hermann@vs.ihk.de Der Tourismusausschuss traf sich im Haus der Wirtschaft in Villingen-Schwenningen, um die touristischen Handlungsfelder für die nächsten Jahre zu definieren.
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