Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'23 -Südlicher Oberrhein
42 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 6 | 2023 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die VCM Morgenthaler GmbH hat ihr neues Verwaltungs- und Logistik- gebäude in Endingen bezogen, das sich in unmittelbarer Nähe zum be- stehenden Standort in der Ersteiner Straße befindet. Rund drei Millionen Euro investierte das Unternehmen, das sich seit den 90er Jahren auf die Herstellung und den Vertrieb von Möbeln spezialisiert hat, in das neue Gebäude. Gefertigt werden die Möbel in Europa und Asien, der Vertrieb er- folgt europaweit über den stationären sowie den Onlinehandel. Geschäfts- führender Gesellschafter ist Andree Morgenthaler, der die Firma in zweiter Generation führt. Insgesamt sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, circa 40 davon am Hauptsitz in Endingen. Die Partner für Innovation und För- derung GmbH (Pfif) aus Lahr hat im letzten Jahr die Zahl seiner Mitarbei- ter auf nun 50 verdoppelt. „Seit dem vergangenen Jahr wissen wir, wie wir passende Persönlichkeiten finden, wie wir dann den mehrstufigenAuswahl- prozess gestalten und sie schließlich ins Unternehmen integrieren“, erzählt Geschäftsführerin Judith Cudaj, die Pfif gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Zahm leitet. Das Unterneh- men, das auf die Optimierung von FuE-Förderungen spezialisiert ist, ver- zeichnete 2022 ein Umsatzplus von zehn Prozent im Bereich der Projekt- förderung über Zuschüsse. Im neuen Segment der Forschungszulage ver- vielfachte sich der Umsatz sogar, wie das Unternehmen mitteilte. Die KLS Martin Group mit Hauptsitz in Tuttlingen hat in Mühlheim an der Donau ein neues Bürogebäude eröff- net. In dem ehemaligen Büro- und Lagergebäude, das saniert und in ein modernes Großraumbüro ohne feste Arbeitsplätze umgewandelt wurde, sind 80 Mitarbeiter aus vier verschied- nenAbteilungen beschäftigt. Der Um- bau des bereits bestehenden Gebäu- des, das 2007 vom Architekturbüro Muffler aus Tuttlingen konzipiert und gebaut worden war, wurde von eben- diesen begleitet. 50 Jahre Rolf Bauer Nutzfahrzeuge GmbH in Gundelfingen Die Werkstatt für Schwergewichte GUNDELFINGEN. Ob 40-Tonner, kleiner E-Transporter oder Reisebus: Bei Peter Bau- er und seinen rund 50 Mitarbeitern sind alle Nutzfahrzeuge in den besten Händen. Weil die Wartung und Reparatur solcher Schwerge- wichte besonders ausgestattete Werkstätten brauchen, gibt es spezialisierte Unternehmen wie die Rolf Bauer GmbH in Gundelfingen. Die Firmengeschichte beginnt, als Rolf Bauer, Großvater des heutigen Inhabers Peter Bauer, 1927 in seiner Garage in Freiburg-Littenweiler ein Verkaufsbüro mit Werkstatt für Hanomag- Schlepper einrichtet. Als Rolf Bauer 1944 bei einem Autounfall ums Leben kommt, über- nimmt seine Witwe, die später an Sohn Klaus übergibt. 1973 – vor 50 Jahren also - wird der Umzug von damals Freiburg-Ebnet in neue und größere Werkhallen und Bürogebäude im Gundelfin- ger Gewerbegebiet abgeschlossen. Verträge mit den Fahrzeugherstellern Mercedes Benz und Kässbohrer sorgen für volle Auftragsbü- cher. Parallel wird das Karosseriegeschäft am Freiburger Standort in der Mooswaldallee aus- gebaut. Der Enkel des Firmengründers, Peter Bauer, führt ab 1998 zusammen mit seinem Vater Klaus Bauer die Geschäfte, bis dieser zwei Jahre später in den Ruhestand geht. Der Elektrifizierung blickt Peter Bauer zuver- sichtlich entgegen: „Der Wandel hin zu alterna- tiven Antrieben stellt die gesamte Branche vor Herausforderungen. Wir haben genügend Zeit, unseren Betrieb auf die neue Technik umzu- stellen, die Werkstätten optimal auszustatten und die Mitarbeiter entsprechend zu schulen.“ Peter Bauer ist auch sicher, dass seinem Un- ternehmen die Arbeit nicht ausgehen wird. Der klassische Ölwechsel bei Verbrennern werde eben durch Arbeiten an den E-Fahrzeu- gen ersetzt. Insgesamt, so schätzt er, vollziehe sich der Wandel in der Nutzfahrzeugindustrie jedoch langsamer als bei Autos. Rollen längst elektrisch betrieben Busse über die Straßen, sei noch offen, ob sich etwa Wasserstoffan- triebe in der Logistikbranche durchsetzen. nil Sick AG zieht Bilanz Sensorspezialist mit Umsatzrekord WALDKIRCH. Das Sensorunternehmen „SICK AG“ verzeichnet für das Geschäftsjahr 2022 einen erstmalig auf über zwei Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Dabei wuchs der Umsatz nach Angaben des Unternehmens in allen Regionen der Welt ausgewogen. Auch der Auftragseingang von 2,5 Milliarden Euro markiert für Sick einen Rekord. Das Ebit betrug 165 Millionen Euro und sank im Vorjahresvergleich um 18,6 Prozent, das Konzernergebnis lag bei 120 Millionen Euro (2021: 148 Millionen Euro). Den Rückgang erklärt Sick mit einem starken Geschäfts- jahr 2021, das maßgeblich von Nachholef- fekten nach der Coronapandemie bestimmt war. Zudem wirkten 2022 die stark erhöhten Materialkosten und sonstigen betrieblichen Aufwände, etwa durch Spotmarkt-Einkäufe, gestiegene Transportkosten und zusätzliche Entwicklungsaufwände belastend. Die Anzahl der Beschäftigten bei Sick welt- weit stieg um acht Prozent auf 11.909. Das Unternehmen reichte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben über 100 Patente ein, darunter mehr als die Hälfte im Bereich Soft- ware- und KI-unterstützter Sensorlösungen. Ende April gab Sick bekannt, dass Markus Vatter, Vor- stand Finance & IT, sein Amt nach 17 Jahren spätestens zum Jahreswechsel niederlegen wird, um sich auf seine Aufgaben in ver- schiedenen Auf- sichtsratsgremien zu konzentrieren. Jan-Helmut Eber- hardt wurde neu in den Vorstand be- rufen und soll die Arbeit im Ressort nahtlos weiterführen. db Neu im Sick-Vorstand: Jan-Helmut Eberhardt Die Rolf-Bauer-Werkshalle in Gundelfingen
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