Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

48 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 6 | 2023 THEMEN & TRENDS MEHR ZUM THEMA WASSERSTOFF Die Trinationale Wasserstoff Initiati- ve 3H 2 veröffentlicht auf der Webseite www.3h2.info eine interaktive Karte mit geplanten Projekten rund um das Thema Wasserstoff. Mitwirkung und Hinweise zu Projekten sind erwünscht. Ansprechpart- ner Oliver Jochum contact@3h2.info 0761 151 098 22 Beim ganztägigen IHK-Forum Wasserstoff am 29. Juni , im Konzil am Konstanzer Ha- fen, präsentieren Fachleute aus Forschung und Unternehmen, wie es um den Stand der Wasserstofftechnologie aktuell steht. Die Tagesordnung für diese kostenpflichtige Veranstaltung (135 Euro pro Person) sowie der Anmeldelink findet sich unter www. ihk.de/konstanz Wasserstoff-Forum Der H2 Regio SBH+ e.V. ist das Kompetenz- netzwerk zur Förderung der Wasserstoff- technologie in der Region Schwarzwald- Baar-Heuberg. Seinen Sitz hat der Verein im Innovations- und Forschungs-Centrum (IFC) Tuttlingen der Hochschule Furtwangen, die wie auch die IHK Schwarzwald-Baar- Heuberg, die Handwerkskammer Konstanz sowie die Regionale Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg zu den regio- nalen Kooperationspartnern des H2 Regio SBH + e.V. gehört. Mehr unter https://h2- regio.de Anlaufstelle für alle Belange zum Thema Wasserstoff in Baden-Württemberg ist die 2021 gegründete Plattform H2BW . Die Plattform wird vom Ministerium für Um- welt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg finanziert und von der e-mobil BW koordiniert. www.plattform-h2bw.de Das Umweltministerium Baden-Württem- berg ermittelt gemeinsam mit verschiede- nen Partnern den Wasserstoff-Bedarf für Baden-Württemberg. Denn eine möglichst große und belastbare Datenbasis ist die ent- scheidende Grundlage für eine zukunfts- festeWasserstoffinfrastrukturplanung. Alle potenziellen Wasserstoff-Verbraucher sind aufgerufen, ihren künftigenWasserstoff-Be- darf zu melden unter www.h2-fuer-bw.de Die European Hydrogen Backbone Initiati- ve (EHB) zielt darauf ab, auf der Grundlage bestehender und neuer Pipelines Europas Wasserstoffinfrastruktur zu definieren. Auf der Seite lässt sich die Karte mit dem vorge- schlagenen Netz von Wasserstoffpipelines abrufen. https://ehb.eu/maps/202303/ index.html Die Task ForceWasserstoff des Baden-Würt- tembergischen Industrie- und Handelskam- mertages (BWIHK) bündelt die Interessen der zwölf baden-württembergischen IHKs im Bereich des Wasserstoffs und vertritt diese gegenüber der Politik undVerwaltung. Unter www.taskforce-wasserstoff.info gibt es Informationen zu Veranstaltungen, über aktuelle Forschungsergebnisse sowie über Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. schen Ländern und ihren Nachbarländern zu fördern. Wo künftig Wasserstoffpipelines verlaufen, könnte über das Wohl und Weh ganzer Industrieorte entscheiden. Beispiel: Die bisherigen Planungen des „Backbone“ führen um die Schweiz herum, was viele eid- genössische Unternehmen spürbar umtreibt. Für das Projekt in Albbruck plant die Bade- nova-Infrastrukturtochter „badenovaNETZE“ den Neubau einer rund 8,5 Kilometer langen Wasserstoffpipeline von Waldshut bis Alb- bruck, um Industrie- und Verkehrskunden auf beiden Seiten des Hochrheins zu erreichen. Das hält der Versorger von großer Bedeu- tung, um „den hiesigen Wirtschaftsstandort für die Industrie attraktiv zu halten“. Denn der Anschluss an den sogenannten European Hydrogen Backbone ist erst in der letzten Ausbaustufe vorgesehen - die ist um das Jahr 2040 geplant. Die neue Trasse soll das Rückgrat der zu- künftigen Wasserstoffversorgung entlang des Hochrheins bilden und gleichzeitig die Anbindung von Baden-Württemberg an die europäische und nationale Wasserstoff-In- frastruktur ermöglichen. Die dafür initiierte Machbarkeitsstudie steht nach Angaben des Unternehmens kurz vor dem Abschluss. „Es ist wichtig und richtig, dass das Land beim Wasserstoff-Markthochlauf aufs Gas- pedal drückt und auf die Handlungsempfeh- lungen des Wasserstoffbeirats BW konkrete Taten folgen lässt“, kommentierte Jan Stefan Roell, Vizepräsident des Baden-Württember- gischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) den Anfang Mai verabschiedeten Kabinettsbeschluss zum Fortschrittsbericht der Wasserstoff Roadmap BW. 500 Millionen Euro für Wasserstoff-Leuchtturmprojekte wurden in diesem Zuge bewilligt. Wasserstoffbedarfe melden In seiner Rolle als Leiter der Taskforce Wasserstoff forderte er die Unternehmer- schaft dazu auf, sich an der landesweiten Wasserstoff-Bedarfsanalyse zu beteiligen: „Nur mit konkreten Zahlen unterstützen wir den bedarfsgerechten Um- und Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur.“ Dass etwas in Bewegung kommt, zeigt auch das Wachstum der Trinationalen Wasserstoff- Initiative 3H 2 , deren Ziel es ist, eine Wasser- stoffinfrastruktur in der Grenzregion Deutsch- land-Frankreich-Schweiz bis zum Jahr 2035 zu realisieren. „Wir möchten alle Partner an einen Tisch bringen, Knotenpunkt für Informa- tion sein und in der Region sowie in Brüssel netzwerken“, sagt Oliver Jochum, Koordinator der Initiative. Letztes Jahr mit 20 Mitgliedern gestartet, sind es heute bereits 50. Auf der Webseite www.3h2.info zeigt sich die Vielfalt der geplanten Projekte. Daniela Becker Markus Bareit (Bundesamt für Energie), Martin Dätwyler (Handelskammer beider Basel), Jacques Haenn (INSA Stassburg) und André Olveira-Lenz (IHK Südlicher Oberrhein) diskutierten über die Rahmenbedingungen für Wasserstoff in der Regi- on (v.l.). Es moderierte Nicole Frank (Mitte).

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