Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'23 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Industrie-, Hallen- und Gewerbebau 37 solchen Portfolio stehen mit Rat und Tat bei vielen Belangen – je nach bei Bedarf – zur Seite. Think green Nach Auffassung von Photovoltaik-Experten bieten viele Lager- und Produktionshallen ideale Voraussetzungen für die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Allerdings müssen immer auch vorab die baurechtlichen Vorschriften beachtet werden. Gerade, wenn es um eine größere Solaranlage geht, gilt es außerdem die Gebäude- konstruktion und deren Tragfähigkeit zu beachten. Wirtschaftlich machen mehr Solarmodule Sinn. Laut der Internetseite „Solaranla- ge Ratgeber“ könnten die Solarpaneele sogar den Immobilienwert und die Geschäftszahlen steigern, ohne, dass dauerhaft Investitio- nen notwendig sind (abgesehen von der Installation und den meist geringen Wartungskosten). Gewerbetreibende können mit der Ei- gennutzung der Sonnenenergie die eigene Stromrechnung senken. Gerade tagsüber, wenn in Industrie- und Gewerbebauten gearbei- tet werde, könne die Energie der Sonne genutzt werden. Hallendä- cher sind laut Solaranlagen-Ratgeber zudem vermietbar. Es habe sich „mittlerweile ein eigener Mietmarkt rund um Dachflächen von großen, gewerblich genutzten Gebäuden etabliert“. Auch Fassaden von Hallen oder Bürogebäuden können zur Instal- lation einer PV-Anlage genutzt werden. Die Ausbeute liegt nach Angaben von Solaranlagen-Ratgeber jedoch „im Schnitt 20 bis 30 Prozent niedriger als auf optimal ausgerichteten Dächern“. Circa 2,2 Millionen Photovoltaik-Anlagen waren laut Statista 2022 auf den Dächern und Grundstücken der Bundesrepublik installiert. Die Nennleistung der von Unternehmen sowie privaten Haushalten betriebenen Solarzellen betrug nach der Erhebung 58,4 Gigawatt (Stand März 2022). Der Anteil an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland lag bei 6,3 Prozent. Seit 2017 ist wieder ein Aufwärts- trend bei der Photovoltaik zu verzeichnen. Im Vergleich zu 2021 ist 2022 die Zahl der Photovoltaikanlagen um 14 Prozent auf 2,5 Millio- nen gestiegen wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Novem- ber vergangenen Jahres lag der Anteil an der Stromerzeugung bei 12 Prozent. Für neue Anlagen, die seit Januar 2023 in Betrieb gegangen sind, wurde die technische Vorgabe abgeschafft, dass nur bis zu 70 Prozent der PV-Nennleistung in der öffentliche Netz eingespeist werden kann. Energie sparen Ressourcen schonen, Energie sparen – vor dem Hintergrund der ge- stiegenen Heizkosten ist die Bedeutung des energetischen Sanie- rens gewachsen. Gebäudehüllen wurden und werden saniert, die Außenwände sowie Fenster, Dächer (und Kellerdecken) beispiels- weise gedämmt. Der Einbau einer neuen Heizung kann empfeh- lenswert sein, ebenso wie die Umstellung auf regenerative Energie durch Sonnenenergie oder Biomasse. Energieeffizienz beginnt mit der Planung. Die Planung eines schlanken gut durchdachten Baus ohne etwa Nutzungsüberlagerungen von Räumen zahlt sich spä- ter aus. Eine kompakte Bauweise, die später flexibel umgestaltet werden kann, spart Energie. Denn jeder Quadratmeter zu viel ist in der Nutzung teurer. Energie zu sparen kommt nicht nur der Firmen- kasse, sondern auch dem Klimawandel zugute. Es gibt eine Reihe von Förderprogrammen für Industrie und Gewerbe, die auf Inter- netseiten wie „Gebäudeforum klimaneutral“ vorgestellt werden. Hinter der Seite steht das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH. Vorhaben bei der Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele sollen im Rahmen der Energiewende gefördert und umgesetzt werden. Auf der Internetseite werden auch „Best Practice“-Beispiele vor- gestellt, denn die Energiewende sei wie auf der Seite zu lesen ist „in vollem Gange“. Einer der präsentierten Vorreiter ist der „Cube“ in Berlin. Dabei handelt es sich um ein würfelförmiges Bürogebäu- de auf dem Washingtonplatz beim Hauptbahnhof. Es besteht seit 2020 und „vereint Aspekte des smarten Bauens, der Nachhaltig- keit und hochkarätiges Design“. Gleichzeitig biete es angenehme und zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Die Außenfassade der Dop- pelfassade weist eine Solarbeschichtung auf. Es gibt eine smarte Gebäudetechnik, ein Hirn – der sogenannte „Digital Brain“-Server – soll für ein angenehmes Raumklima und Energieeffizienz sorgen. Darüber hinaus steuert diese selbstlernende KI über App-Systeme das Licht, Buchungssysteme, Aufzüge und übernimmt die Zugangs- kontrolle. Fortsetzung von Seite 33
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