Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'23 - Hochrhein-Bodensee
15 5 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten FEIN & FLAUSCHIG Ob baden, schneiden, föhnen, Ohren oder Pfoten säubern – bei Lara Miloslavic gibt´s für jeden Hund das richtige Pflegepaket, damit Struppi schick aussieht und sich wohl- fühlt. Denn: „Wird das Fell nicht regelmäßig gebürstet und richtig gepflegt, kann es verfilzen, können sich Krankheits- erreger einnisten und Entzündungen an der Haut hervor- rufen“, weiß die zertifizierte Hundefriseurin, der das Wohl der Vierbeiner am Herzen liegt. Im September 2022 hat sich die 51-Jährige in Wehr mit ihrem „Hundesalon Fein & Flauschig“ selbs tständig gemacht ( www.hundesalon- feinflauschig.com) und damit einen Traum erfüllt, nach- d em private Gründe sie zur Rückkehr in ihre alte Heimat bewogen hatten. „Davor habe ich in Wien gelebt und ne- ben meinem Beruf als Sprachlehrerin in der Erwachsenen- bildung schon fünf Jahre in verschiedenen Hundesalons gearbeitet, weil ich ein zweites Standbein haben wollte“, erzählt Miloslavic. Bereits von Wien aus nahm sie mit dem Existenzgründer-Service der IHK Hochrhein-Bodensee Kon- takt auf: „Die Beratung ist super. Ich bin mit der Beraterin alles durchgegangen, habe einen Businessplan geschrie- ben und einen Kredit bei der Bank aufgenommen, um den Hundesalon einrichten und die Miete bezahlen zu kön- nen.“ Über Mundpropaganda, Flyer und Facebook macht sie seitdem auf ihr Business aufmerksam – mit Erfolg. „Es läuft gut an und ich habe schon ein paar Stammkunden“, freut sich Miloslavic, die von ihrer langjährigen Erfahrung und den regelmäßigen Fortbildungen profitiert: Sie kennt sich mit nahezu allen Rassen aus und weiß, wie sie artge- recht mit Schere, Kamm,Trimmmesser oder Schermaschine frisiert werden müssen. Individuelle Wünsche von Frau- chen und Herrchen werden natürlich auch berücksichtigt, „solange sie realistisch sind“, sagt Lara Miloslavic. Neben Pflegemitteln, Leinen und weiteren Accessoires bietet sie seit neuestem Kurzzeitseminare rund um den Hund an, damit die Halter ihren Liebling auch zu Hause richtig pfle- gen und an den Friseurbesuch gewöhnen können. Dann geht es beim nächsten Mal auch etwas schneller und Struppis Fell bleibt länger fein und flauschig. kk Von links: Michael Kipp, Thomas Gerste und Moritz Mönch SOLUS ENERGIETECHNIK Thomas Gerste (54), Michael Kipp (33) und Moritz Mönch (32) kennen sich schon lange. Der Elektrotechniker und die bei- den Elektroingenieure sind seit Jahren zusammen in der Photo- voltaikbranche tätig. Als Thomas Gerste beschließt, seinen alten Arbeitgeber zu verlassen, reift der Gedanke, gemeinsam weiter an Solarprojekten zu arbeiten.Vor knapp einem Jahr gründet das Trio seine „solus Energietechnik GmbH“ ( www.solus-e.de) auf dem Gelände der alten UKS Fabrik in Freib urg. Ihr Kernange bot: Planung, Materialbeschaffung und Installation von PV-Großanla- gen für Gewerbe und Industrie. Ihr Ziel: Möglichst vielen Unter- nehmen aus der Region den Umstieg auf eine zukunftsorientierte Energieversorgung ermöglichen. Deshalb ist dem Gründerteam eine umfassende und transparente Kundenbetreuung in allen Projektphasen wichtig. Trotz Energiekrise und der Notwendig- keit zum Klimaschutz ist das Geschäft kein Selbstläufer: „Viele Unternehmen haben langfristige Stromlieferverträge und zögern daher mit der Investition“, skizziert Gerste die Lage. Um Projek- te möglichst effizient zu gestalten, setzen die Gründer auf die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen. Die Digitalisie- rungsprämie Plus investierten sie deshalb in eine Drohne für das digitale Aufmaß und andere IT-Ausstattung. Ernüchtert zeigt sich Thomas Gerste von der zurückhaltenden Unterstützung der Ban- ken – von der sich die Newcomer aber nicht entmutigen ließen. Mit Erfolg: Gleich im ersten Jahr erzielten sie einen doppelt so hohen Umsatz, als im Businessplan veranschlagt. Die größte Hür- de – ansehnliche Referenzprojekte – ist genommen: Im Frühjahr wurde für das Sägewerk Finkbeiner in Triberg eine Photovoltaik- anlage mit einer Leistung von 654,54 kWp installiert. Solus über- nahm Planung, Materialbeschaffung und Installation der Anlage, ebenso wie deren Zertifizierung. 2022 wurde zudem für die Vita Bürgerenergie Genossenschaft in Titisee-Neustadt auf dem Dach von Bombardi Tiefbau eine 99,2-kWp-Photovoltaikanlage reali- siert. Und die Firma wächst: In Kürze wird aus dem Trio ein Quar- tett. db
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